Schroder ISF Global Climate Change Equity Porträt


11.03.10 14:42
Meldung
 
London (aktiencheck.de AG) - Als der Kopenhagener Klimagipfel kurz vor Weihnachten zu Ende ging, hagelte es Kritik, so die Experten von Schroders in der aktuellen Ausgabe von "SchrodersExpert" im Kommentar zum Schroder ISF Global Climate Change Equity (ISIN LU0306804302 / WKN A0MNA1 ).


Industrie- und Schwellenländer hätten es nicht geschafft, ein verbindliches umfassendes Abkommen zur Reduktion von Treibhausgasen zu verabschieden. Nur mit Mühe habe ein Eklat verhindert werden können, indem das Abschlussplenum eine "Kopenhagener Übereinkunft" zumindest zur Kenntnis gekommen habe. Sei der Kampf gegen den Klimawandel damit ein Thema von gestern?

Keineswegs, da seien sich die Schroders Fondsmanager Simon Webber und Matthew Franklin sicher. Mit ihrem Schroder ISF Global Climate Change Equity investiere man seit 2007 weltweit in Unternehmen, die von den Anstrengungen zur Begrenzung des Klimawandels und der Anpassung an seine Folgen profitieren könnten. "Der Klimawandel wird für die meisten Unternehmen erhebliche finanzielle Konsequenzen haben", betone Webber. "Die Wettbewerbslandschaft ändert sich, und das hat signifikante Folgen für Umsätze, Margen und Gewinne."

Auch politisch bleibe der Klimawandel auf der Tagesordnung. Viele Staaten hätten sich nach Kopenhagen zu massiven Anstrengungen für die Reduktion von Treibhausgasen verpflichtet. Selbst China, für viele der Sündenbock der Konferenz, wolle seine Emissionsintensität bis 2020 um 45% reduzieren. Der Anteil der Kern- und Windkraft an der chinesischen Energieerzeugung solle massiv erhöht werden, der Markt für Solarenergie sei im Aufschwung, und beim Erwerb eines Elektro- oder Hybridfahrzeugs biete China eine staatliche Unterstützung von bis zu 8.800 US-Dollar.

Der Wettbewerb um die Spitzenpositionen in der CO2-armen Industrie sei bereits in vollem Gange. Die zu erwartenden Folgen seien höhere Energiepreise sowie größere Ausgaben für Folgenbegrenzung und Anpassung. Dies sollte "die Bewertung vieler Unternehmen grundlegend beeinflussen", wie Experten von McKinsey in einer Studie betonen würden.

Gerade weil die Folgen des Klimawandels für einzelne Unternehmen oft nur schwer abzuschätzen seien, würden die Schroders Fondsmanager viele Gelegenheiten für eine aktive Auswahl von aussichtsreichen Einzeltiteln sehen. Ihr definiertes "Klimawandel-Universum" umfasse rund 700 Aktien von Unternehmen unterschiedlicher Größe. "Wir stellen aus diesem Universum ein konzentriertes Portfolio "bester Ideen" aus 50 bis 80 Titeln zusammen", so Matthew Franklin. "Dabei folgen wir einem transparenten Anlageprozess, jedoch ohne Regionen- oder Sektorenbegrenzung." Im Zentrum der Fondsstrategie stünden fünf Anlagethemen, die zu besonderen Wachstumschancen führen sollen:

Nachhaltiger Transport: Elektro- und Hybridfahrzeuge würden in vielen Staaten massiv gefördert. Auch das US-Konjunkturpaket habe zwei Mrd. US-Dollar für die Entwicklung von Batterien und Antriebsteilen bereitgestellt. Die Entwicklung wiederaufladbarer Batterien sei eine Schlüsseltechnologie.

Saubere Energie: Die "nukleare Renaissance" werde zum Bau neuer Kernkraftwerke führen; allein in Asien dürften bis 2018 unterm Strich über 60 neue Atommeiler hinzukommen. Bei den erneuerbaren Energien sei die Windkraft besonders wettbewerbsfähig, zumal sich die Finanzierungsbedingungen langsam verbessern würden.

CO2-arme fossile Brennstoffe: Erdgas sei doppelt so umweltfreundlich wie Kohle; die Kosten für Treibhausgas-Emissionen würden den Übergang von der Kohle zum Gas beschleunigen. Eine Zukunftstechnologie mit Potenzial sei die Speicherung von Kohlendioxid in alten unterirdischen Lagerstätten.

Umweltressourcen: Der Klimawandel werde inflationär auf die Preise für Agrarrohstoffe wirken. Ein Beispiel sei Brasilien, wo landwirtschaftliche Flächen zugunsten der Produktion von Biokraftstoffen aufgegeben würden. Der wachsende Bedarf an (hochwertigen) Nahrungsmitteln werde die Landwirtschaft zwingen, ihre Produktivität zu steigern.

Energieeffizienz: Videokonferenzen könnten viele Mitarbeiterreisen überflüssig machen. Das reduziere Kosten und Treibhausgase. Der Technologiekonzern Cisco gehe davon aus, dass Videoanwendungen künftig 90% des Datenverkehrs im Netz ausmachen würden.

Mit diesen fünf Schwerpunkten bietet der Schroder ISF Global Climate Change Equity beste Chancen, um den Megatrend Klimawandel für nachhaltig attraktive Renditen zu nutzen, so die Experten von Schroders. (Ausgabe 19 März/April 2010) (11.03.2010/fc/a/f)


 

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