UniKapital -net-Fonds: 02/2016-Bericht, Bestand an Unternehmensanleihen verringert - Fondsanalyse


14.03.16 10:00
Meldung
 
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Am europäischen Rentenmarkt setzte sich die freundliche Tendenz aus dem Vormonat fort, so die Experten von Union Investment im Kommentar zum UniKapital -net-Fonds (ISIN DE0009750174 / WKN 975017 ).


Kursgewinne hätten insbesondere Staatsanleihen der als sicher geltenden Schuldner, wie etwa Bundesanleihen, verzeichnet. Zum Monatsende hätten selbst Papiere mit einer Restlaufzeit von neun Jahren im negativen Bereich rentiert. Der geldmarktnahe Euro-Zinsbereich habe damit leicht fallende Renditen verzeichnet. So hätten beispielsweise zweijährige Bundesanleihen mit minus 0,56 Prozent gehandelt. Bei den Unternehmensanleihen seien vor allem bei variabel verzinslichen Senior Finanz- und vereinzelt auch bei Industriepapieren erhöhte Risikoprämien zu beobachten gewesen.

Als stützend hätten sich schwächere Konjunkturdaten erwiesen, wobei die Nachfrage auch dann hoch geblieben sei, wenn eine Wirtschaftszahl besser als erwartet ausgefallen sei. Die wesentlichen Treiber dürften aber die inzwischen wieder sehr hohen Erwartungen der Marktteilnehmer an die Europäische Zentralbank (EZB) gewesen sein. Es habe ohnehin als ausgemachte Sache gegolten, dass die Notenbanker auf ihrem Treffen Anfang März neue Maßnahmen verabschieden würden. Zwischenzeitliche Sorgen um einige Bankinstitute und vor allem eine überraschend schwache Inflationsrate im Euroraum von nur noch minus 0,2 Prozent würden Anleger nun auf den großen Wurf der Währungshüter hoffen lassen. Als gesetzt gelte eine Ausweitung des Ankaufprogramms.

Trotz einer immer wieder aufkommenden Risikoaversion hätten sich Peripherieanleihen deshalb recht gut gehalten, schließlich dürften sie von weiteren Käufen der Notenbank besonders profitieren. Angesichts der niedrigen Renditen bei Bundesanleihen drohe der EZB die Munition auszugehen. Eine Lösung könnte sein, mehr Peripherieanleihen zu erwerben. Neben dem Ankaufprogramm könnte es auch zu einer weiteren Absenkung des Einlagensatzes und zusätzlichen Liquiditätsmaßnahmen wie etwa weitere Tendergeschäfte kommen.

Mit Blick auf das Portfolio seien im Februar sehr teure unterjährige Anleihen verkauft worden, zudem hätten sie den Bestand an Unternehmensanleihen verringert. Im Gegenzug habe das Management variabel verzinsliche Titel mit Laufzeit 2019 aufgestockt. Darüber hinaus sei währungsseitig eine Position in der Norwegischen Krone eröffnet worden. (Stand vom 29.02.2016) (14.03.2016/fc/a/f)


 

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