Verpatzter Jahresstart an den Börsen - muss die Anlagestrategie angepasst werden?


24.02.16 16:10
Meldung
 
Hamburg (www.fondscheck.de) - Eine gute Kapitalanlage beginnt mit einer sorgfältigen Analyse der individuellen Vermögensverhältnisse und der persönlichen Risikotragfähigkeit des Anlegers, so Carsten Mumm, Leiter der Vermögensverwaltung bei der Privatbank DONNER & REUSCHEL.


So solle sichergestellt werden, dass selbst in turbulenten Börsenphasen die unvermeidbaren zeitweiligen Verluste in einem verträglichen Rahmen gehalten würden. Dadurch könne eine erzwungene Liquidierung von Depotpositionen zu ungünstigen Zeitpunkten vermieden werden.

Notverkäufe könnten emotional oder wirtschaftlich bedingt sein. Einerseits würden heftige Verlustphasen an den Börsen einhergehend mit einer allgemein negativen Nachrichtenlage oftmals dazu führen, dass Anleger nicht mehr ruhig schlafen könnten und das verbliebene Kapital in Sicherheit bringen möchten. In dieser Situation gerate die langfristig positive Perspektive der Aktienanlage aus dem Fokus und die Angst bestimme das Handeln. Andererseits könnten die Verluste so groß sein, dass etwa anstehende Verbindlichkeiten, die durch den Depotgegenwert beglichen werden sollten, nicht mehr gedeckt seien. Weitere Verluste könne man sich dann nicht erlauben.

Die Basis der Anlagestrategie sei eine grundsätzliche Aufteilung des gesamten Vermögens auf unterschiedliche Anlageklassen (strategische Asset Allocation). Außerdem werde bestimmt, ob die einzelnen Anlageklassen aktiv oder passiv gemanagt würden. Ein aktiver Ansatz sehe vor, innerhalb einer Anlageklasse bei Bedarf gemäß einer vorab festgelegten Strategie (taktische Asset Allocation) Adjustierungen der Positionen vorzunehmen. Demgegenüber würden die bei einem passiven Ansatz erworbenen Wertpapiere zumeist langfristig gehalten ohne zwischenzeitliche Anpassungen vorzunehmen.

Die Art des aktiven Managements wiederum habe Auswirkungen auf die strategische Asset Allocation. Wenn es z.B. gelinge, durch eine Steuerung der Aktienquoten die zeitweiligen Verluste verlässlich und deutlich zu begrenzen, könnten strukturell höhere Risikopositionen in Kauf genommen werden. Da Aktien über langfristige Zeiträume betrachtet höhere Renditen abwerfen würden als Anleihen, könne dadurch die erwartete Rendite eines gemischten Portfolios angehoben werden. Gerade angesichts allenthalben gegen Null tendierender Renditen bei verzinslichen Anlagen sei dieser Effekt enorm wichtig.

Sofern die Festlegung der strategischen und taktischen Asset Allocation somit fundiert und alle notwendigen Aspekte berücksichtigend vorgenommen worden sei, sei trotz außergewöhnlicher Entwicklungen an den Kapitalmärkten keine Anpassung notwendig. Mit einem gut auf die persönliche Situation und die individuellen Bedürfnisse aufgestellten Depot könne man mit ruhiger Hand überlegen, ob die einmal eingeschlagene Aufstellung angepasst werden sollte. Adhoc-Reaktionen aufgrund aktueller Marktreaktionen seien nicht notwendig. (24.02.2016/fc/a/m)


 

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