ZEW-Umfrage im Rahmen der Erwartungen


16.03.10 13:22
Meldung
 
Hannover (aktiencheck.de AG) - Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hat soeben seine Umfrageergebnisse für den Berichtsmonat März veröffentlicht, berichten die Analysten der Nord LB.


Demnach würden die Konjunkturerwartungen minimal nachgeben. Sie würden nun bei 44,5 Punkten liegen. Gleichzeitig verbessere sich die Lagekomponente auf einen Wert von -51,9 Punkten. Damit stufe die Mehrzahl der Umfrageteilnehmer die Situation am aktuellen Rand noch immer als "schwach" ein. Insgesamt würden die vorgestellten Ergebnisse aber im Rahmen der Erwartungen liegen.

Auffällig sei in diesem Monat der Rückgang bei den Konjunkturerwartungen für die Eurozone. Dieser falle stärker aus als bei seinem Pendant für die deutsche Volkswirtschaft. Die Diskussionen rund um die prekäre Haushaltslage einiger Eurolandstaaten und damit um die Stabilität der Eurozone insgesamt hätten offenbar dazu geführt, dass die Umfrageteilnehmer mittlerweile zwischen der potenziellen Wachstumslokomotive Deutschland und dem Währungsraum in Gänze unterscheiden würden. Hätten beide Zeitreihen noch vor einigen Monaten in etwa auf einem Niveau gelegen, würden sich die Konjunkturerwartungen mit Blick auf die hiesige Wirtschaft nun doch deutlich freundlicher präsentieren.

Die Umfrageergebnisse würden einmal mehr unterstreichen, dass die Erholungsdynamik in den vergangenen Wochen und Monaten um einiges nachgelassen habe. Das erste Quartal des laufenden Jahres nähere sich allmählich dem Ende und es sei - nicht zuletzt aufgrund des harten Winters - mittlerweile so angeschlagen, dass die Wachstumszahlen wahrscheinlich den einen oder anderen enttäuschen würden. Und das drücke auf die Stimmung.

Neben der allgemeinen Erkenntnis, dass der Weg aus der Krise länger dauern werde, als der Weg hinein, müsse man aktuell sicher auch den Sonderfaktor "Winterwetter" berücksichtigen. Die für mitteleuropäische Verhältnisse extreme Witterung der vergangenen Wochen habe dazu geführt, dass viele Projekte noch immer stillstünden - das wirke dämpfend. Sobald der Frühling nun aber endgültig Einzug halte, sei auch mit deutlichen Nachholeffekten zu rechnen. Und damit sollte auch die Stimmung wieder anziehen.

Die Umfrageergebnisse des ZEW würden im Rahmen der Prognosen liegen und sich nahtlos in das Bild der vergangenen Monate einfügen. Die Erwartungen würden auch in diesem Monat stagnieren. Gleichzeitig lege die Lageeinschätzung weiter zu. So hätten immerhin ein paar Skeptiker die Seite gewechselt, indem sie die Situation am aktuellen Rand stärker einstufen würden als im Vormonat. Und mit Einzug des Frühlings und dem damit verbundenen Weckruf für die hiesige Wirtschaft sollte auch die Stimmung unter Deutschlands Finanzmarktexperten weiter aufklaren. (16.03.2010/ac/a/m)


 

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