TUI Aktie: Machtbündelung im Vorstand
Der Touristikkonzern TUI stellt seine Führungsspitze um und fasst alle operativen Bereiche unter einem neuen Vorstand zusammen. Die Neuordnung erfolgt in einem schwierigen Marktumfeld mit geopolitischen Risiken und veränderten Buchungsströmen.

Kurz zusammengefasst
- Marco Ciomperlik übernimmt neues Super-Ressort
- Umbau bei anhaltenden geopolitischen Risiken
- Sommerbuchungen liegen unter Vorjahresniveau
- Vorstand hält an Jahresprognose fest
Der Touristikkonzern TUI zieht mitten in einer operativ angespannten Phase die Zügel straffer. Ab Mai bündelt das Unternehmen sein gesamtes operatives Geschäft unter einem neuen Chief Operating Officer. Marco Ciomperlik rückt in den Konzernvorstand auf und übernimmt ein massiv erweitertes Ressort.
Neues Super-Ressort für Ciomperlik
Der 50-jährige Airline-Chef vereint künftig die Bereiche „Holidays Experience“ und „Markets + Airline“ unter einem Dach. Die bisherigen Vorstände David Schelp und Peter Krueger verlassen den Konzern Ende April. Konzernchef Sebastian Ebel zieht parallel dazu die Strategie sowie die Joint-Ventures für Kreuzfahrten und Hotels direkt an sich.
Das Ziel der Neuaufstellung ist klar definiert. TUI will globale Plattformen besser nutzen, künstliche Intelligenz integrieren und Kosten senken. Ciomperlik bringt dafür die nötige Erfahrung mit. Er trieb bereits die Effizienzsteigerung der regionalen TUI-Airlines maßgeblich voran. Unterstützt wird er künftig von Mircea Tudose. Der Manager rückt in das Group Executive Committee auf und verantwortet die regionalen Märkte.
Gegenwind auf dem Meer und bei Buchungen
Der interne Umbau fällt in ein schwieriges Marktumfeld. Die UBS-Analysten verweisen auf zwei blockierte Luxusliner im Persischen Golf. Diese Ausfälle könnten den Konzerngewinn um fünf Prozent schmälern. Die Schweizer Großbank belässt ihr Kursziel daher bei 9,60 Euro und rät zur neutralen Positionierung.
Auf der Nachfrageseite knirscht es ebenfalls. Im Februar lagen die gebuchten Umsätze für den Sommer leicht unter dem Vorjahresniveau. Die Börse quittierte diese Entwicklung bereits: Seit Jahresbeginn verlor das Papier knapp ein Viertel seines Wertes. Daran änderte auch das starke erste Quartal wenig. TUI erwirtschaftete hier bei einem Umsatz von rund fünf Milliarden Euro einen operativen Rekordgewinn von 77 Millionen Euro.
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Touristen weichen zunehmend auf sichere europäische Ziele aus. Fast drei Viertel aller Sommerbuchungen entfallen mittlerweile auf Regionen wie die Kanaren, Balearen oder die Kapverden. Vor allem Griechenland verzeichnet starke Zuwächse.
Prognose bleibt bestehen
Ungeachtet der operativen Hürden hält der Vorstand an seinen Zielen für das laufende Jahr fest. Der Umsatz soll um bis zu vier Prozent steigen. Das bereinigte operative Ergebnis soll um sieben bis zehn Prozent wachsen.
Im Mai präsentiert TUI den Halbjahresbericht. Dieser Termin markiert den ersten echten Härtetest für die neue Führungsstruktur. Die Zahlen werden belegen, inwieweit die geopolitischen Störfeuer und die veränderten Buchungsströme die Margen tatsächlich belasten.
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