Elon Musk treibt den Umbau von Tesla zum KI- und Hardware-Konzern rasant voran. Mit dem Start des „Terafab“-Projekts wagt sich der Autobauer nun an die eigene Halbleiterproduktion, um Engpässe bei Zulieferern zu umgehen. Gleichzeitig rückt die Serienfertigung des humanoiden Roboters Optimus näher. Diese ehrgeizige Transformation hat allerdings einen enormen Preis.
Einstieg in die Halbleiterfertigung
Innerhalb der nächsten sieben Tage soll das Terafab-Projekt offiziell anlaufen. Tesla plant den Aufbau einer gigantischen internen Chipfertigung, um künftig Prozessoren für das autonome Fahren und die Robotik selbst herzustellen. Zwar arbeitet das Unternehmen weiterhin mit Partnern wie TSMC zusammen, die Kapazitäten externer Auftragsfertiger reichen für Musks Visionen jedoch nicht mehr aus.
Der aktuell in der Entwicklung befindliche AI5-Chip soll 2027 in die Massenproduktion gehen. Er verspricht eine Verdopplung bis Verdreifachung der Leistung pro Watt im Vergleich zu aktuellen Modellen. Langfristig peilt Tesla eine Produktion von bis zu 200 Milliarden Chips pro Jahr an, wobei die neue Anlage Logik, Speicherchips und das Packaging unter einem Dach vereinen soll.
Gigantische Kosten belasten die Bilanz
Bei einem Treffen mit Goldman Sachs am Montag unterstrichen Unternehmensvertreter zudem die Fortschritte beim humanoiden Roboter Optimus. Die volle Serienproduktion ist nun für 2027 angesetzt. Dieser aggressive Vorstoß in neue Technologiefelder erfordert gewaltige Investitionen, die das finanzielle Profil des Unternehmens verändern:
- Investitionsausgaben (Capex) 2026: über 20 Milliarden US-Dollar (ohne Terafab)
- Terafab-Startinvestition laut UBS-Schätzung: rund 30 Milliarden US-Dollar
- Erwarteter Free Cashflow 2026: -4,1 Milliarden US-Dollar
Ein negativer Cashflow wäre ein Novum für Tesla seit dem Jahr 2018. An der Börse spiegelt sich diese teure Übergangsphase wider. Die Aktie schloss gestern bei 343,30 Euro und verzeichnet damit seit Jahresbeginn ein Minus von gut acht Prozent.
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Hohes technisches Risiko
Der Wandel vom reinen Fahrzeughersteller zum KI-Hardware-Giganten birgt beispiellose technische Risiken. Branchenexperten weisen darauf hin, dass Tesla keinerlei Erfahrung in der hochkomplexen Halbleiterfertigung besitzt. Etablierte Konkurrenten benötigen oft Jahrzehnte, um strenge Reinraumstandards und modernste Produktionsprozesse zu perfektionieren.
Parallel dazu baut der Konzern seine bestehende Infrastruktur um. Die Produktion der V3-Supercharger in New York wurde beendet, um das Netzwerk vollständig auf die leistungsstärkere V4-Plattform umzurüsten.
Die kommenden Monate erfordern von Tesla eine fehlerfreie Ausführung beim Aufbau der neuen Produktionsstätten. Spätestens mit der für Ende 2026 geplanten Präsentation des dritten Optimus-Prototypen und dem Start der AI5-Chip-Fertigung im Folgejahr muss das Management beweisen, dass die internen Hardware-Ambitionen den enormen Kapitalbedarf rechtfertigen.
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