Adobe Aktie: KI-Zweifel

Adobe sieht sich mit Analystenabstufung und KI-bedingten Geschäftsmodellrisiken konfrontiert, während die Übernahme von Semrush voranschreitet und die Quartalszahlen im März anstehen.

Kurz zusammengefasst:
  • Analystenstufe Adobe auf Neutral herab
  • Neues Kursziel deutlich unter vorherigem Wert
  • Aktionäre stimmen Übernahme von Semrush zu
  • Adobe Animate wird nicht mehr aktiv entwickelt

Adobe bekommt den Gegenwind der KI-Welle gerade von zwei Seiten zu spüren: von der Wall Street und aus dem Wettbewerbsumfeld. Eine Analystenabstufung stellt ausgerechnet das klassische Abo-Modell infrage – während das Unternehmen parallel mit Zukäufen und Produktklarheit an seiner Strategie feilt. Was wiegt für Anleger am Ende schwerer: strukturelle Risiken oder greifbare Fortschritte?

Analysten drehen vorsichtiger

Am 3. Februar stufte Piper Sandler die Aktie von „Overweight“ auf „Neutral“ ab. Entscheidend war weniger ein einzelnes Quartal, sondern ein größerer Gedanke: KI kann Arbeitsabläufe so stark automatisieren, dass seat-basierte Software (also Lizenzen pro Nutzer) langfristig unter Druck geraten könnte.

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Piper Sandler kappte zudem das Kursziel deutlich auf 330 US-Dollar – zuvor lag es über 470 US-Dollar. Als Auslöser nannten die Analysten neue Automations-Tools des KI-Konkurrenten Anthropic. Im Kern geht es um „agentic“ KI, die komplexe Workflows eigenständig abarbeiten kann. Genau das könnte die Wachstumslogik vieler Software-Anbieter verändern – und passt zu einer breiteren Neubewertung von vermeintlich stabilen Software-Burggräben im Zeitalter generativer KI.

Kursseitig zeigt sich: Der Titel hat in den letzten 30 Tagen rund 16% verloren und notiert aktuell bei 281,20 US-Dollar damit nahe dem 52‑Wochentief. (Quelle: bereitgestellte Kursdaten)

Semrush-Deal: Ein Schritt Richtung Abschluss

Während der Markt über KI-Risiken diskutiert, kommt bei Adobe ein konkretes Vorhaben voran: Am 3. Februar 2026 stimmten die Aktionäre von Semrush Holdings der Übernahme durch Adobe mit großer Mehrheit zu.

Der Deal ist als 1,9 Milliarden US-Dollar schwere Bar-Transaktion strukturiert, bewertet mit 12,00 US-Dollar je Semrush-Aktie. Strategisch soll Semrush mehr Marketing-Intelligence- und SEO-Funktionen in Adobes Digital-Experience-Bereich bringen. Nach dem Aktionärsvotum hängt der Abschluss nun noch an den finalen regulatorischen Bedingungen.

Wichtige Punkte im Überblick:
– Piper Sandler: Abstufung auf „Neutral“ (3. Februar)
– Neues Kursziel: 330 US-Dollar (von zuvor >470 US-Dollar)
– Semrush-Aktionäre stimmen Merger zu (3. Februar 2026)
– Übernahmevolumen: 1,9 Mrd. US-Dollar, komplett in bar

Produktlinie sortiert – und Blick auf Zahlen

Auch operativ hat Adobe diese Woche nachgeschärft. Nach Kritik und Verunsicherung rund um die kreative Produktpalette stellte das Unternehmen am 4. Februar klar: Adobe Animate wird in den „Maintenance Mode“ versetzt. Die Software bleibt verfügbar und erhält Sicherheitsupdates, aber es gibt keine aktive Weiterentwicklung von Funktionen mehr.

Parallel baut Adobe seine Bildungsinitiativen aus. In Großbritannien kündigte das Unternehmen eine Partnerschaft mit der Regierung an, um im Rahmen der „Tech Towns“ in Barnsley KI-Kompetenz und digitale Fähigkeiten in lokalen Communities zu stärken.

Der nächste harte Prüfstein kommt mit den Quartalszahlen: Adobe dürfte seine Q1-2026-Ergebnisse Mitte März vorlegen (geschätzt um den 11.–12. März). Für das erste Quartal hatte Adobe zuvor eine EPS-Guidance von 5,85 bis 5,90 US-Dollar genannt; für das Gesamtjahr 2026 liegt die Prognose bei 23,30 bis 23,50 US-Dollar EPS. Genau daran wird sich messen lassen, ob das Unternehmen sein Wachstum auch in einem Markt halten kann, in dem KI Effizienzgewinne schneller verteilt als früher.

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