Infineon Aktie: JPMorgan dreht auf Kauf
JPMorgan stuft Infineon auf 'Kaufen' hoch und sieht das Unternehmen als großen Gewinner des steigenden Energiebedarfs für KI. Eine neue Partnerschaft für Solid-State-Transformatoren konkretisiert das Milliardenpotenzial.

Kurz zusammengefasst
- JPMorgan erhöht Kursziel von 40 auf 48 Euro
- Neue Partnerschaft für KI-Stromversorgungschips
- Adressierbarer Milliardenmarkt bis Ende des Jahrzehnts
- Solide Umsatzentwicklung im ersten Quartal 2026
JPMorgan hat seine Einschätzung zu Infineon grundlegend revidiert: Analyst Sandeep Deshpande stufte die Aktie von „Neutral“ auf „Overweight“ hoch und hob das Kursziel von 40 auf 48 Euro an. Die Begründung ist klar — Infineon gehöre zu den größten Profiteuren des enormen Energiebedarfs im KI-Zeitalter.
Timing und Substanz dieser Einschätzung fallen zusammen. Denn gleichzeitig gab Infineon eine Partnerschaft mit DG Matrix bekannt, einem Anbieter von Solid-State-Transformatoren. In dessen Multi-Port-Plattform Interport™ kommen künftig Infineons neueste Siliziumkarbid-Chips zum Einsatz — für die Netzanbindung von KI-Rechenzentren, EV-Ladeinfrastruktur und erneuerbaren Energiesystemen.
Milliardenpotenzial konkretisiert sich
Infineon beziffert das globale Halbleitermarktvolumen für Solid-State-Transformatoren in den nächsten fünf Jahren auf bis zu eine Milliarde US-Dollar. Das eigene KI-Stromversorgungs-Umsatzziel für das Geschäftsjahr 2026 hat das Unternehmen bereits auf rund 1,5 Milliarden Euro angehoben. Bis Ende des Jahrzehnts sieht Infineon einen adressierbaren Markt von 8 bis 12 Milliarden Euro.
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Deshpande setzt zudem auf eine Stabilisierung im schwächelnden Automobilgeschäft — einem weiteren Belastungsfaktor der vergangenen Quartale. Sollte der Tiefpunkt dort tatsächlich erreicht sein, würde das die operative Basis weiter festigen.
Operative Basis hält
Das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 lieferte solide Zahlen: Infineon steigerte den Umsatz auf 3,66 Milliarden Euro, ein Plus von 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das zweite Quartal erwartet das Management rund 3,8 Milliarden Euro. 30 Analysten schätzen den Jahresumsatz 2026 im Schnitt auf 15,9 Milliarden Euro.
Trotz des positiven Newsflows notiert die Aktie mit rund 39,62 Euro noch deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 47,03 Euro — und damit auch unterhalb des neuen JPMorgan-Kursziels. Wie nah Infineon diesem Niveau kommt, dürfte der Quartalsbericht am 6. Mai zeigen, wenn das Unternehmen erstmals unter dem Vorzeichen der neuen KI-Partnerschaften und der anlaufenden Smart Power Fab in Dresden berichtet.
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