ServiceNow Aktie: Auferstanden

ServiceNow präsentiert neue KI-Lösungen für den öffentlichen Sektor und legt nach massiven Kursverlusten deutlich zu. Analysten sehen trotz solider Quartalszahlen weiteres Aufholpotenzial.

Kurz zusammengefasst:
  • Neue KI-Produkte für Regierungsbehörden vorgestellt
  • Aktie gewinnt über 5 Prozent nach starkem Abverkauf
  • Solide Quartalszahlen mit Gewinn- und Umsatzwachstum
  • Analysten sehen deutliches Aufwärtspotenzial für Aktie

ServiceNow lieferte am Donnerstag eine beeindruckende Performance ab. Der Auslöser: eine Produktoffensive für den öffentlichen Sektor, die zeigt, wohin die Reise des Software-Konzerns in Sachen KI gehen soll. Die Aktie legte 5,2 Prozent zu – und das nach Wochen massiver Kursverluste.

KI für Behörden als neuer Wachstumsmotor

Auf dem jährlichen Government Forum stellte ServiceNow zwei neue KI-Lösungen vor. „EmployeeWorks“ nutzt konversationelle KI zur Unterstützung von Behördenmitarbeitern. „Autonomous Workforce“ besteht aus KI-Spezialisten, die Jobs in sicheren Cloud-Umgebungen der Regierung ausführen sollen.

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Der Vorstoß zielt auf einen Markt, der langfristige Vertragsstabilität mit wachsender Nachfrage nach KI-getriebener Effizienz verbindet. Forrester adelte ServiceNow kürzlich als Leader für Lösungen im öffentlichen Sektor und hob die „aggressive KI-Strategie“ hervor. Die Produktoffensive folgt der kürzlichen Übernahme von Moveworks.

Parallel weitete ServiceNow sein Partnernetzwerk aus. Mit Autonomize AI entstehen KI-gestützte Gesundheitslösungen. Der globale IT-Dienstleister FPT wurde zum Premier Partner hochgestuft. Außerdem kauft ServiceNow den OT-Cybersecurity-Anbieter Armis für 7,75 Milliarden Dollar in bar. Die Sicherheitstechnologie von Armis soll in ServiceNow-Workflows integriert werden – ein Schritt, der besonders für Branchen wie Fertigung und Gesundheitswesen relevant ist.

Erholung nach brutalem Abverkauf

Der Donnerstagszuwachs kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Aktie unter enormem Druck steht. Seit Jahresbeginn hat ServiceNow 18,1 Prozent verloren und notiert 42,2 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 208,94 Dollar aus dem Juli 2025.

Zwischen Dezember 2025 und März 2026 brach die Aktie um 34 Prozent ein – trotz steigender Umsätze und starker Quartalszahlen. Schrumpfende Margen und ein Ausverkauf im gesamten Tech-Sektor belasteten. Selbst ein selbstbewusstes Aktienrückkaufprogramm über fünf Milliarden Dollar konnte die Stimmung nicht drehen.

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Die jüngste Erholung ist der zweite Versuch binnen einer Woche. Bereits zwei Tage zuvor hatte die Aktie 4,2 Prozent zugelegt, als Investoren angesichts von Inflationsängsten und geopolitischen Spannungen versuchten, günstig einzusteigen.

Starke Zahlen, verhaltene Reaktion

Die fundamentalen Daten für Q4 2025 waren solide. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 92 Cent – 5,75 Prozent über der Zacks-Konsensschätzung und 26 Prozent über dem Vorjahr. Die Umsätze erreichten 3,57 Milliarden Dollar, ein Plus von 20,7 Prozent.

Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen (cRPO) stiegen auf 12,85 Milliarden Dollar, ein Zuwachs von 25 Prozent. ServiceNow verzeichnete 244 Transaktionen mit einem Netto-Jahresvertragswert von über einer Million Dollar im vierten Quartal – ein Anstieg von fast 40 Prozent. Die Zahl der Kunden mit einem jährlichen Vertragswert von über fünf Millionen Dollar wuchs um etwa 20 Prozent auf 603.

Für 2026 peilt ServiceNow Abo-Umsätze zwischen 15,53 und 15,57 Milliarden Dollar an. Das entspricht einem Wachstum zwischen 19,5 und 20 Prozent auf konstanter Währungsbasis. Die Abo-Bruttomarge soll bei 82 Prozent liegen, die operative Marge bei 32 Prozent und die Free-Cash-Flow-Marge bei 36 Prozent.

Analystenkonsens signalisiert Aufholpotenzial

Das durchschnittliche Kursziel für die nächsten zwölf Monate liegt bei 190,55 Dollar – rund 40 Prozent über dem aktuellen Niveau. Von 41 Analysten empfehlen 40 den Kauf, einer rät zum Verkauf. Das Rating lautet insgesamt „Strong Buy“. Auch Simply Wall St sieht die Aktie als unterbewertet – etwa 31,4 Prozent unter dem geschätzten fairen Wert.

Die nächsten Quartalszahlen sind für den 29. April 2026 angesetzt. Bis dahin wird der Markt genau beobachten, ob die neue Produktwelle sich in beschleunigtem Vertragsgeschäft niederschlägt. Die zentrale Frage bleibt, ob ServiceNows KI-Upsell-Zyklus mit „Now Assist“ schneller wächst als Microsofts gebündelte KI-Angebote den Markt unter Druck setzen.

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