Für SFC Energy wird es am Dienstag ernst. Der Brennstoffzellen-Spezialist veröffentlicht am 24. Februar seine vorläufigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr. Nach einer Gewinnwarnung im Sommer und operativen Hürden müssen die Münchner beweisen, dass die versprochene Stabilisierung im vierten Quartal gelungen ist. Anleger erwarten nun Klarheit darüber, ob der Konzern zumindest die reduzierten Ziele erreichen konnte.
Ein Jahr voller Hürden
Das Jahr 2025 verlief für das Unternehmen alles andere als reibungslos. Bereits im Juli musste der Vorstand die Prognose deutlich kappen. Verantwortlich dafür waren primär externe Faktoren: Geplante Verteidigungsaufträge in Indien verschoben sich in das Jahr 2026, während ungünstige Wechselkurse und Tarifunsicherheiten in den USA das Geschäft bremsten.
Zusätzlich drückten hausgemachte Faktoren auf die Margen. Die Implementierung neuer IT-Systeme und erhöhte Ausgaben für Cybersicherheit verursachten temporäre Kostenbelastungen. Diese Mischung aus Umsatzverschiebungen und Kostensteigerungen hat deutliche Spuren im Aktienkurs hinterlassen: Auf Sicht von zwölf Monaten verlor das Papier rund 29 Prozent an Wert und notiert aktuell bei gut 13 Euro.
Das Ziel: Schadensbegrenzung
Der Blick richtet sich nun auf die konkreten Ergebnisse. Im November konkretisierte das Management die Erwartungen und stellte Umsätze am unteren Ende der Spanne von 146,5 bis 161,0 Millionen Euro in Aussicht. Für das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) liegt die Messlatte zwischen 13 und 19 Millionen Euro, wobei auch hier eher die untere Hälfte angepeilt wird.
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Die entscheidende Frage lautet: Konnte das vierte Quartal die Bilanz retten? Die Neunmonatszahlen zeigten noch einen Umsatzrückgang und ein negatives Konzernergebnis. Allerdings gab es im dritten Quartal Lichtblicke: Der Auftragseingang zog spürbar an, und erste Sparmaßnahmen begannen zu greifen. Insbesondere das Geschäft mit Sicherheitstechnik und Videoüberwachung zeigte sich zuletzt robust.
Ausblick 2026 entscheidet
Neben dem Rückblick auf das Krisenjahr dürfte vor allem der Ausblick auf 2026 die Kursrichtung bestimmen. Marktbeobachter achten genau darauf, ob die verschobenen Indien-Aufträge nun fest eingeplant werden können. Ein weiterer Hoffnungsträger ist der geplante Start der Serienproduktion am US-Standort Salt Lake City. Dieser könnte helfen, mögliche Zoll-Nachteile in den USA abzufedern.
Die Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen am Dienstagvormittag wird zeigen, ob SFC Energy die Talsohle durchschritten hat. Erfüllt das Unternehmen die reduzierten Erwartungen und liefert einen glaubhaften Wachstumspfad für das laufende Jahr, könnte dies den nötigen Boden für eine Kurserholung bilden.
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