BMW meldet heute Jahreszahlen für 2025 – und die sind zweischneidig. Einerseits gibt es eine überraschend höhere Dividende, andererseits einen vorsichtigen Ausblick, der Anleger nachdenklich stimmt. Wie schlägt sich die Münchner Premiummarke im Vergleich zur schwer angeschlagenen deutschen Autobranche?
Der Betriebsgewinn (EBIT) sank 2025 um 11,5 Prozent auf 10,19 Milliarden Euro. Der Nettomulti folgte: Der Konzerngewinn fiel um 3 Prozent auf 7,45 Milliarden Euro, der Umsatz gab um 6,3 Prozent auf rund 133,5 Milliarden Euro nach. Die operative Marge im Kerngeschäft Auto lag bei 5,3 Prozent – ein Rückgang um einen Prozentpunkt. Im vierten Quartal fiel diese Kennziffer sogar auf 3,7 Prozent und verfehlte damit die Analystenerwartungen von 4,0 Prozent.
Trotz allem überraschte BMW mit einer um 10 Cent angehobenen Dividende auf 4,40 Euro je Stammaktie. Eine unerwartete Geste in einem schwierigen Marktumfeld – davon profitieren vor allem die Großaktionäre Stefan Quandt und Susanne Klatten aus der Gründerfamilie.
Robuster als die Wettbewerber
Was BMW von seinen deutschen Konkurrenten unterscheidet, ist das Ausmaß der Belastung. Während Mercedes-Benz und Volkswagen ihre Gewinne 2025 jeweils annähernd halbierten, hält sich BMW vergleichsweise wacker. Dazu beigetragen hat unter anderem das eigene US-Werk: Knapp 413.000 Fahrzeuge wurden dort im vergangenen Jahr produziert, mehr als die Hälfte davon blieb im Land. Das schützt vor den vollen Auswirkungen der amerikanischen Importzölle.
Hinzu kommt die flexible Produktionsarchitektur: BMW fertigt Verbrenner, Hybride und Elektrofahrzeuge auf denselben Linien – ein echter Puffer gegen die Unwägbarkeiten der Elektromobilität-Nachfrage. Auch Stellenstreichungen, wie sie Volkswagen und Mercedes derzeit vornehmen, blieben in München bisher aus.
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Neuer Chef, neue Ära
Die heute präsentierten Zahlen sind die letzten unter der Verantwortung von CEO Oliver Zipse. Am 14. Mai übernimmt Milan Nedeljkovic, bislang Produktionsvorstand – denselben Posten, den Zipse vor seinem Aufstieg innehatte.
Nedeljkovic erbt ein Unternehmen unter Druck, aber auch eines mit einem vielversprechenden Produkt: Die „Neue Klasse“, deren erstes Modell iX3 seit Kurzem bei den Händlern steht, ist stark gestartet. Wegen hoher Nachfrage wurde bereits im Januar eine zusätzliche Produktionsschicht eingeführt. Der nächste Vertreter der Plattform, der elektrische i3, steht kurz vor der Präsentation.
Für 2026 rechnet BMW dennoch mit einem weiteren moderaten Rückgang beim Vorsteuergewinn. Zölle belasten die Auto-Ebit-Marge laut Unternehmen um rund 1,25 Prozentpunkte, womit die Spanne von 4 bis 6 Prozent angepeilt wird – Analysten hatten zuvor eine Erholung auf 5,7 Prozent erwartet. Dazu kommen Gegenwind durch Währungseffekte und höhere Rohstoffkosten. Die Aktie reagierte mit einem leichten Minus von rund 0,9 Prozent im vorbörslichen Handel und notiert nach einem Jahresminus von 13 Prozent weiter unter Druck.
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