Adobe steht unter Druck. Während die gesamte Software-Branche unter Sorgen leidet, dass KI-Tools klassische Geschäftsmodelle bedrohen könnten, arbeitet der Photoshop-Konzern fieberhaft daran, genau diese Technologie zu seinem Vorteil zu nutzen. Die Aktie hat seit ihrem Hoch deutlich nachgegeben – doch das Management setzt auf strategische Partnerschaften und Zukäufe.
Branchenflaute trifft Adobe hart
Die Aktie bewegt sich derzeit in einer Range um 260 US-Dollar und kämpft mit den Nachwirkungen eines breiten Software-Sell-offs. Analyst Stefan Slowinski von BNP Paribas macht deutlich: Adobe spürt die Unsicherheit der Anleger bezüglich KI-bedingter Disruption. Gleichzeitig wächst die Nutzerbasis – rund 70 Millionen aktive Gratisnutzer pro Monat –, doch die Monetarisierung dieser Reichweite braucht Zeit.
Ein Balanceakt: Einerseits erweitert Adobe seine Präsenz, andererseits dauert es, aus kostenlosen Nutzern zahlende Kunden zu machen. Das belastet die kurzfristige Ertragsphantasie.
Cognizant-Partnerschaft soll Großkunden überzeugen
Um die KI-Erzählung in eine positive Richtung zu lenken, hat Adobe eine erweiterte Kooperation mit dem IT-Dienstleister Cognizant bekannt gegeben. Gemeinsam wollen beide Unternehmen generative KI-Lösungen in großen Konzernen ausrollen. Der Fokus liegt auf regulierten Branchen, in denen Compliance und Markenkontrolle bei der Content-Erstellung entscheidend sind.
Die Partnerschaft im Überblick:
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Adobe?
- Kombination von Adobes KI-gestützten Content-Plattformen mit Cognizants Branchenexpertise
- Ziel: Skalierung von Content-Produktion bei gleichzeitiger Einhaltung von Governance-Vorgaben
- Schwerpunkt auf regulierten Industrien mit hohen Compliance-Anforderungen
Semrush-Übernahme nimmt Form an
Parallel läuft die geplante Akquisition von Semrush Holdings weiter. Die Aktionäre des SEO-Spezialisten haben der Übernahme Anfang Februar zugestimmt. Adobe zahlt 12 US-Dollar je Aktie in bar – insgesamt rund 1,9 Milliarden US-Dollar. Der Deal soll in der ersten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen werden, vorbehaltlich regulatorischer Freigaben.
Mit Semrush holt sich Adobe Know-how in Suchmaschinenoptimierung und generativer Engine-Optimierung ins Haus – wichtige Bausteine für die Marketing-Tools des Konzerns.
Zahlenvorlage im März
Am 12. März 2026 legt Adobe seine Quartalszahlen vor. Das Management hat für das laufende Geschäftsjahr ein mindestens stabiles Wachstum bei den wiederkehrenden Jahresumsätzen in Aussicht gestellt. BNP Paribas sieht im Adobe Summit im April eine Gelegenheit, die Narrative neu zu justieren – weg von der Disruption, hin zur KI als Verstärker der eigenen Produkte.
Adobe-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Adobe-Analyse vom 17. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Adobe-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Adobe-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Adobe: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
