Der Telemedizin-Anbieter Hims & Hers Health steht vor der vielleicht größten Bewährungsprobe seiner Unternehmensgeschichte. Ein massiver Doppelschlag durch die US-Arzneimittelbehörde FDA und den Pharma-Giganten Novo Nordisk hat die Aktie auf Talfahrt geschickt. Das lukrative Geschäft mit individuell zubereiteten Abnehmspritzen droht durch regulatorischen und juristischen Druck wegzubrechen.
Behörden schalten Justizministerium ein
Auslöser für den massiven Verkaufsdruck war eine Ankündigung der FDA, „entschlossene Schritte“ gegen sogenannte Compounding-Produkte (individuell in Apotheken hergestellte Arzneimittel) einzuleiten, die Wirkstoffe der Klasse GLP-1 enthalten. Besonders alarmierend für Anleger: Die Behörde nannte Hims & Hers in ihrer Erklärung namentlich und verwies den Fall an das US-Justizministerium (DOJ), um potenzielle Verstöße gegen Bundesgesetze zu prüfen.
Die FDA stellte klar, dass Unternehmen nicht behaupten dürfen, diese nicht zugelassenen Mischprodukte seien generische Versionen oder verwendeten exakt dieselben Wirkstoffe wie die zugelassenen Originale. Die Reaktion des Unternehmens folgte prompt: Nur einen Tag nach der Einführung einer neuen Semaglutid-Tablette für 49 Dollar nahm Hims & Hers das Produkt wieder vom Markt.
Novo Nordisk klagt auf Patentrecht
Parallel zum regulatorischen Druck eröffnet Novo Nordisk eine zweite Front. Der dänische Hersteller von Wegovy reichte am Montag eine Klage wegen Patentverletzung ein. Dies markiert eine Eskalation in der Strategie des Pharmakonzerns, der bislang vor allem gegen Markenrechtsverletzungen und falsche Werbeversprechen kleinerer Apotheken vorging.
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Rechtsexperten bewerten diesen Schritt als riskant für Hims & Hers, da Patentklagen oft langwierig sind und zu hohen Schadenersatzforderungen führen können. Novo Nordisk spricht bereits von einer „sehr signifikanten Summe“. Hims & Hers bezeichnete das Vorgehen in einer Stellungnahme als „gezielten Angriff auf Millionen von Amerikanern“, die auf den Zugang zu personalisierter Medizin angewiesen seien.
Das Ende der Engpass-Ausnahme
Der Hintergrund dieser Zuspitzung ist das offizielle Ende des Semaglutid-Engpasses im Februar 2025. Solange das Medikament als Mangelware gelistet war, durften Compounding-Apotheken legale Kopien herstellen. Mit der offiziellen Verfügbarkeit des Originals entfällt dieser Schutzschirm, was Novo Nordisk nun den Weg für härtere juristische Bandagen ebnet.
Die Marktreaktion fiel verheerend aus: Die Aktie stürzte in der Spitze um rund 27 Prozent ab und markierte mit 16,35 Dollar ein neues 52-Wochen-Tief – ein weiter Weg vom Hoch bei knapp 73 Dollar. Das Handelsvolumen explodierte auf über 144 Millionen Aktien, ein Vielfaches des üblichen Tagesdurchschnitts. Investoren blicken nun nervös auf den 23. Februar 2026, wenn das Unternehmen seine Quartalszahlen vorlegt und sich zur Zukunft seines Geschäftsmodells erklären muss.
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