Warner Bros. Discovery Aktie: Gegenwind nimmt zu

Die geplante Übernahme von Paramount Skydance durch Warner Bros. Discovery stößt auf politische, regulatorische und rechtliche Widerstände, was die Aktie unter Druck setzt.

Dieter Jaworski ·
Warner Bros. Discovery (A) Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Politische Kritik an ausländischer Finanzierung des Deals
  • Kartellbehörden prüfen Zusammenschluss genau
  • Aktionärsklage wegen Übernahmeangebot eingeleitet
  • Aktienkurs zeigt deutliches Transaktionsrisiko

Die 111 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme durch Paramount Skydance galt für Warner Bros. Discovery lange als reibungsloser Prozess. Stattdessen formiert sich nun an mehreren Fronten massiver Widerstand gegen den Zusammenschluss. Von politischen Bedenken über ausländische Geldgeber bis hin zu Aktionärsklagen wächst die Unsicherheit, ob die Transaktion wie geplant über die Bühne geht.

Politische Bedenken wegen Auslandskapital

Im Zentrum der Kritik steht die Finanzierung des Mega-Deals. Sieben US-Senatoren fordern von der Kommunikationsbehörde FCC eine strenge Prüfung, da ein erheblicher Teil der Gelder aus dem Ausland stammt. Konkret geht es um rund 24 Milliarden US-Dollar von Staatsfonds aus Saudi-Arabien, Katar und Abu Dhabi. Zusätzlich ist das chinesische Unternehmen Tencent laut Medienberichten wieder mit einer Milliarde US-Dollar an Bord.

Die Politiker verweisen auf das US-Kommunikationsgesetz, das ausländische Beteiligungen an Lizenznehmern auf 25 Prozent begrenzt, sofern keine Sondergenehmigung vorliegt. Besondere Sorge bereitet den Senatoren die mögliche Einflussnahme ausländischer Regierungen auf das globale Nachrichtennetzwerk CNN. Sie kritisieren zudem FCC-Chef Brendan Carr, der zuvor eine schnelle und unkomplizierte Freigabe in Aussicht gestellt hatte.

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Kartellwächter und Aktionärsklagen

Neben der FCC hat auch das US-Justizministerium ein wachsames Auge auf die Transaktion geworfen. Der Leiter der dortigen Kartellabteilung stellte bereits klar, dass es aus politischen Gründen kein beschleunigtes Verfahren geben wird. Auch in Europa steht noch eine genaue Prüfung der Sportrechte und Lizenzen aus.

Auf rechtlicher Seite droht ebenfalls Ungemach. Die Anwaltskanzlei Monteverde & Associates hat eine Untersuchung im Namen der Aktionäre von Warner Bros. Discovery eingeleitet. Dabei geht es um die Angemessenheit des Übernahmeangebots, das eine Barzahlung von 31 US-Dollar pro Aktie sowie eine zeitabhängige Zusatzvergütung ab Ende September 2026 vorsieht.

Die Vielzahl an regulatorischen und juristischen Hürden hinterlässt deutliche Spuren in der Bewertung. Aktuell notiert das Papier bei 23,61 Euro und weist damit auf Wochensicht ein leichtes Minus von 1,42 Prozent auf. Dieser erhebliche Abschlag zum anvisierten Übernahmepreis zeigt, dass die Investoren die wachsenden Risiken eines möglichen Scheiterns der Transaktion bereits einpreisen. Bis zu einem finalen Abschluss müssen die beteiligten Unternehmen noch erhebliche Überzeugungsarbeit bei den Behörden dies- und jenseits des Atlantiks leisten.

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Warner Bros. Discovery (A) Aktie

23,65 EUR

KGV 94,48
Sektor Kommunikationsdienste
Div.-Rendite 0,00 %
Marktkapitalisierung 67,98 Mrd. EUR
ISIN: US9344231041 WKN: A3DJQZ

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