Am 26. Februar legt die Allianz vorläufige Zahlen für 2025 vor – und dieser Termin ist mehr als ein Pflichtstopp im Kalender. Denn daran hängt auch der Dividendenvorschlag des Vorstands. Gleichzeitig schwebt noch eine offene Kostenfrage über dem Konzern: die Folgen des BGH-Urteils zu Riester-Verträgen.
Zuletzt trat die Aktie kaum von der Stelle: Mit 384,30 Euro liegt sie nahe am 50-Tage-Durchschnitt (385,70 Euro). Der Markt wartet sichtbar auf neue Fakten.
Jahreszahlen als Dividenden-Vorlauf
Die vorläufigen Ergebnisse am 26. Februar 2026 bilden die Grundlage für den Dividendenvorschlag. Der vollständige Geschäftsbericht folgt am 13. März 2026. Spätestens auf der Hauptversammlung am 7. Mai 2026 stimmen Aktionäre dann über Gewinnverwendung und Dividende ab.
Wichtige Punkte, auf die sich der Blick richtet:
- 26. Februar 2026: Vorläufige Jahreszahlen 2025 (inkl. Dividendenvorschlag erwartet)
- 13. März 2026: Geschäftsbericht 2025
- 7. Mai 2026: Hauptversammlung in München
- 13. Mai 2026: Q1-Zahlen 2026
Operative Treiber: Schaden/Unfall im Fokus
Berenberg verweist auf das Schaden- und Unfallgeschäft als zentralen Treiber. Im Konsens steht eine Combined Ratio von 92,1% im Raum – besser als ursprünglich erwartet. Als Gründe nennt Berenberg geringere Wetterschäden sowie eine verbesserte Schadenhäufigkeit im Kfz-Geschäft.
Dazu kommt laut Berenberg Rückenwind aus dem kommerziellen Geschäft: Dort sieht die Bank weiterhin Preismomentum, also Prämienaufschläge, die über der Schadeninflation liegen. Weil Prämienänderungen oft zeitverzögert wirken, profitiere die Allianz zunächst zusätzlich von einer geringeren Schadenfrequenz.
Am Rande spielt auch der Wechselkurs hinein: Ein schwächerer US-Dollar gegenüber dem Euro könnte das operative Ergebnis 2025 belastet haben.
Riester-Urteil: Kommt die Zahl mit den Zahlen?
Ein zweiter, heikler Punkt ist juristisch getrieben: Der BGH erklärte am 10. Dezember 2025 eine Klausel zur Kürzung des Rentenfaktors in fondsgebundenen Riester-Verträgen für unwirksam (Az. IV ZR 34/25). Kernaussage: Rentenfaktoren dürfen nicht einseitig gesenkt werden, ohne sich zugleich zu einer möglichen Wiederanhebung bei besseren Rahmenbedingungen zu verpflichten.
Ende Januar reagierte die Allianz und kündigte an, Kürzungen rückgängig zu machen und die Rentenfaktoren auf das ursprünglich vereinbarte Niveau anzuheben. Wird der Konzern die finanziellen Auswirkungen bereits am 26. Februar beziffern? Genau hier dürfte ein Schwerpunkt der Kommunikation liegen.
Zum nächsten Fixpunkt ist der Fahrplan klar: Am 26. Februar kommen die vorläufigen 2025er-Zahlen – und damit voraussichtlich mehr Klarheit zur Dividende sowie zur finanziellen Einordnung der Riester-Korrekturen.
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