Neue Unsicherheit bei TeamViewer: Die Norges Bank hat ihre direkte Beteiligung unter eine wichtige Meldeschwelle gesenkt, während Analysten ihre Erwartungen nach unten korrigieren. Für die Software-Aktie, die ohnehin in der Nähe ihrer historischen Tiefststände notiert, wird die Luft dünner. Investoren müssen nun abwägen, ob die niedrige Bewertung eine Chance bietet oder weitere Abwärtsrisiken birgt.
- Norges Bank: Direkte Beteiligung sinkt unter 3 Prozent.
- Analysten-Votum: Barclays senkt Kursziel auf 8,50 Euro.
- Chart-Lage: Aktie kämpft mit wichtiger Unterstützung bei 5,70 Euro.
Institutioneller Rückzug und Analysten-Skepsis
Der norwegische Staatsfonds hat seine direkte Beteiligung an der TeamViewer SE zum Jahreswechsel reduziert. Wie aus einer Stimmrechtsmitteilung hervorgeht, liegen nun nur noch 2,98 Prozent der Anteile direkt bei der Norges Bank. Zwar bleibt das Gesamtengagement durch eine Erhöhung der verliehenen Aktien (Aktienleihe) bei rund 4,5 Prozent stabil, doch Marktbeobachter werten die Verschiebung vorsichtig. Ein höheres Volumen in der Leihe kann das Angebot für Leerverkäufer vergrößern und den Druck auf den Kurs erhöhen.
Parallel dazu passte Barclays seine Einschätzung an. Analyst Sven Merkt bestätigte zwar das „Overweight“-Rating, stutzte das Kursziel jedoch deutlich von 10,50 Euro auf 8,50 Euro. Er rechnet zwar mit einem soliden vierten Quartal, sieht den Sektor aber durch Umschichtungen und die KI-Debatte belastet. Dass selbst optimistische Analysten ihre Ziele kappen, drückt auf die Stimmung.
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Charttechnik: Bären dominieren
Die charttechnische Verfassung spiegelt diese Skepsis wider. Mit einem aktuellen Kurs von 5,75 Euro notiert das Papier nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 5,42 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten haben Anleger einen Wertverlust von über 45 Prozent hinnehmen müssen.
Der RSI (Relative Strength Index) von 27,6 signalisiert mittlerweile eine überverkaufte Situation. Doch für eine nachhaltige Gegenbewegung fehlte zuletzt die Kraft. Der Abstand zur langfristigen 200-Tage-Linie beträgt über 33 Prozent, was die massive technische Schwäche unterstreicht. Auch emotionale Faktoren spielen eine Rolle: Die Nachricht, dass der ehemalige IPO-Finanzchef Georg Beyschlag nun bei einem anderen Tech-Unternehmen anheuert, erinnert Investoren schmerzlich an vergangene Erfolgszeiten.
Der Fokus liegt kurzfristig auf der Unterstützung bei 5,70 Euro. Ein Bruch dieser Marke würde den Weg zum Jahrestief bei 5,42 Euro freimachen. Fundamental hängt nun alles an den kommenden vorläufigen Zahlen für 2025. Nur wenn das Management hier positiv überrascht, kann die Diskrepanz zwischen der günstigen Bewertung und dem negativen Momentum aufgelöst werden.
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