BayWa Aktie: Aufsichtsrat wackelt

Drei Aufsichtsratsmitglieder verlassen den BayWa-Konzern, während die Sanierung ins Stocken gerät. Die Ökostromtochter r.e. entwickelt sich zum Risikofaktor und zwingt zu neuen Gläubigergesprächen.

Kurz zusammengefasst:
  • Drei Mitglieder verlassen den Aufsichtsrat
  • Ökostromtochter r.e. wird zum Sanierungsrisiko
  • Konzern verzeichnete 1,6 Mrd. Euro Verlust 2024
  • Gespräche mit Finanzierungspartnern laufen

Der Münchner Agrarkonzern verliert drei Aufsichtsratsmitglieder, während die Sanierung stockt. Die Ökostrom-Tochter BayWa r.e. entwickelt sich zum Problemfall – und zwingt das Management zu neuen Gesprächen mit Gläubigern.

Drei Abgänge im Kontrollgremium

Prominenteste Abgängerin ist CSU-Politikerin Monika Hohlmeier, die ihr Mandat zum 31. März niederlegt. Zeitgleich verlässt Michael Höllerer das Gremium, Monique Surges folgt zum 30. Mai. Der Aufsichtsrat kündigte an, bei der Nachfolge schärfere Maßstäbe anzulegen – eine direkte Reaktion auf den Milliardenverlust von 1,6 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2024.

BayWa

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Die personellen Konsequenzen sind Ausdruck der anhaltenden Turbulenzen beim Traditionsunternehmen. Das ursprüngliche Sanierungskonzept sah vor, die Restrukturierung bis Ende 2028 abzuschließen. Dieses Ziel gerät nun ins Wanken.

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BayWa r.e. wird zum Risikofaktor

Kernproblem: Die Ökostrom-Tochter entwickelt sich deutlich schlechter als geplant. Schwierige Marktbedingungen in den USA und Europa belasten das Geschäft mit Erneuerbaren Energien massiv. Der Verkauf der Sparte war ein zentraler Baustein der Sanierung – nun drohen laut Ad-hoc-Meldung „wesentliche Abweichungen“ bei der Geschäftsplanung.

Die Verschärfung zwingt den Vorstand zu vorsorglich gestarteten Gesprächen mit Finanzierungspartnern und Großaktionären. Ob das bestehende Sanierungskonzept in der aktuellen Form noch tragfähig ist, erscheint fraglich.

Die Zahlen im Überblick

  • Konzernverlust 2024: rund 1,6 Milliarden Euro
  • Marktkapitalisierung (06.02.2026): 326,58 Millionen Euro
  • Aktienkurs: deutlicher Wertverlust auf Jahressicht
  • Sanierungsziel: ursprünglich bis Ende 2028

Die nächsten Wochen dürften zeigen, ob die Gläubiger dem Konzern weitere Zeit einräumen oder ob das Sanierungskonzept grundlegend überarbeitet werden muss. Die Gespräche mit Finanzierungspartnern laufen bereits – konkrete Ergebnisse stehen noch aus.

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