Der Schweizer Rohstoffkonzern Glencore steht vor einer möglichen historischen Weichenstellung. Am 5. Februar endet die Frist, innerhalb derer Rio Tinto ein verbindliches Übernahmeangebot vorlegen muss – oder sich zurückziehen. Die Aktie reagiert mit einem Ausbruch auf neue 12-Monats-Hochs. Investoren preisen bereits ein, dass diese Fusion das globale Rohstoffgefüge fundamental verändern könnte.
Die entscheidende Woche steht bevor
Die wichtigsten Fakten zur Fusion:
- Stichtag: 5. Februar 2026 – Rio Tinto muss laut UK Takeover Panel ein verbindliches Angebot vorlegen oder sich offiziell zurückziehen
- Dimensionen: Eine Fusion würde den weltweit größten Bergbaukonzern mit über 200 Milliarden US-Dollar Marktwert schaffen
- Strategischer Kern: Rio Tinto zielt auf Glencores massive Kupfer-Produktionskapazitäten
- Kursreaktion: Die Aktie kletterte am Freitag auf 5,74 Euro – ein Plus von 23 Prozent innerhalb eines Monats
Die technische Verfassung der Aktie zeigt klare Stärke. Der Ausbruch über die Widerstandsmarken der vergangenen Monate hat algorithmische Kaufsignale ausgelöst. Mit einem Jahresplus von rund 28 Prozent outperformt der Titel den breiten Markt deutlich.
Kupfer-Hunger als fundamentaler Treiber
Unabhängig vom Übernahmepoker profitiert Glencore von strukturellen Marktveränderungen. Für 2026 prognostizieren Analysten ein wachsendes Defizit am Kupfermarkt – getrieben durch den massiven Ausbau von KI-Rechenzentren, Elektromobilität und Netzinfrastruktur.
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Glencore besitzt dabei eine Doppelrolle: Das Unternehmen ist nicht nur einer der größten Kupferproduzenten, sondern über seine Handelssparte auch der weltweit größte Rohstoffhändler. Steigende Preise treffen die Margen aus der Förderung, während die Volatilität das Handelsgeschäft zusätzlich ankurbelt.
Was jetzt passiert
Die kommenden zehn Tage zwingen Großinvestoren zur Positionierung. Wer bei einem möglichen Übernahmeangebot nicht außen vor bleiben will, muss sich jetzt eindecken. Dieser Mechanismus erklärt das aggressive Kaufinteresse der letzten Wochen.
Bleibt Rio Tinto bei seiner Offerte, dürfte ein deutlicher Aufschlag auf das aktuelle Kursniveau erfolgen. Zieht sich der Konkurrent zurück, könnte kurzfristig Druck entstehen – allerdings bliebe die fundamentale Kupfer-Story intakt. Der 5. Februar wird zeigen, ob aus der Spekulation Gewissheit wird.
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