Lynas Aktie: Starke Preise

Lynas verzeichnet im zweiten Quartal 2026 einen Umsatzanstieg von 43 %, angetrieben durch deutlich höhere Verkaufspreise. Produktionsprobleme in Kalgoorlie führen jedoch zu einem Rückgang der Ausbringungsmengen.

Kurz zusammengefasst:
  • Umsatz steigt kräftig dank Preisanstieg um 74 %
  • Produktion von Seltenerdoxiden deutlich gesunken
  • CEO Amanda Lacaze kündigt Rückzug für 2026 an
  • Solide Cash-Position von über einer Milliarde AUD

Die Lynas-Aktie legt heute deutlich zu, nachdem der Konzern seine operativen Kennzahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 vorgelegt hat. Ein kräftiger Umsatzanstieg dank deutlich höherer Verkaufspreise trifft auf spürbare Produktionsprobleme. Anleger gewichten derzeit die Preisstärke klar höher als die Rückschläge im operativen Betrieb.

Preise treiben Umsatzsprung

Der zentrale Treiber der aktuellen Kursreaktion ist der starke Anstieg der realisierten Verkaufspreise. Für das Quartal bis zum 31. Dezember 2025 meldet Lynas einen Bruttoumsatz von 201,9 Mio. A$, ein Plus von 43 % gegenüber 141,2 Mio. A$ im Vorjahreszeitraum.

Lynas

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Die Zahlen im Überblick:

  • Bruttoumsatz: 201,9 Mio. A$ (+43 % gegenüber Vorjahr)
  • Durchschnittlicher Verkaufspreis: 85,60 A$/kg (+74 % gegenüber Vorjahr)
  • Cash-Position: 1,03 Mrd. A$
  • Gesamtproduktion: 2.382 Tonnen REO (nach 3.993 Tonnen im Vorquartal)
  • NdPr-Produktion: 1.404 Tonnen

Die durchschnittlichen Verkaufspreise für das Rare-Earth-Portfolio stiegen auf 85,60 A$/kg. Das entspricht einem Anstieg um 74 % im Jahresvergleich nach 49,20 A$/kg und einem deutlichen Sprung gegenüber 54,30 A$/kg im unmittelbar vorherigen Quartal. Diese starke Preisentwicklung signalisiert wiedergewonnene Preismacht im Markt und sorgt dafür, dass die geringeren Volumina finanziell abgefedert werden.

Produktionsrückgang durch Probleme in Kalgoorlie

Auf der operativen Seite zeigt der Bericht deutliche Belastungen. Die Produktion von Rare Earth Oxides (REO) ging auf 2.382 Tonnen zurück, nach 3.993 Tonnen im ersten Quartal. Besonders betroffen ist die Herstellung von Neodym und Praseodym (NdPr), dem Kernprodukt des Unternehmens: Hier sank die Produktion im Quartalsvergleich um 30 % auf 1.404 Tonnen.

Das Management führt den Rückgang unmittelbar auf wiederkehrende Stromausfälle in der Anlage Kalgoorlie in Western Australia zurück. Die Unterbrechungen im Energieversorgungsnetz zwangen zu Produktionsstopps und verhinderten, dass das Unternehmen die verfügbare Feedstock-Menge aus der Lagerstätte Mt Weld voll durch die Anlage schleusen konnte.

Trotz dieser Einschränkungen deutet die Marktreaktion darauf hin, dass der aktuell hohe Cashflow je produzierter Tonne die Sorgen um die vorübergehend niedrigeren Volumina deutlich relativiert.

CEO-Wechsel und Expansionsstand

Begleitend zu den Zahlen hat CEO Amanda Lacaze angekündigt, sich zum Ende des laufenden Geschäftsjahres zurückzuziehen. Unter ihrer Führung gelang Lynas eine deutliche Wertsteigerung: Die Marktkapitalisierung wuchs seit 2014 von rund 400 Mio. A$ auf etwa 15 Mrd. A$. Der geplante Rückzug erhöht zwar den Übergangs- und Nachfolgericht, die frühzeitige Ankündigung mit einem Zeithorizont bis Juni 2026 erlaubt jedoch einen geordneten Übergang.

Finanziell zeigt sich das Unternehmen solide aufgestellt. Lynas berichtet eine Cash-Position von 1,03 Mrd. A$. Diese Liquiditätsbasis ist wichtig für die Fortführung des Projekts zur Separation schwerer Seltenerdmetalle in Malaysia. Zudem bestätigt der Konzern den Abschluss des Erweiterungsprojekts in Mt Weld, das perspektivisch höhere Durchsatzraten ermöglichen soll, sobald die Stromversorgungsprobleme in Kalgoorlie behoben sind.

Damit stützt die Kombination aus hoher Liquidität und gestiegenen Rohstoffpreisen derzeit die Bewertung, auch wenn die Produktionsmengen im Quartal temporär unter Druck standen.

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