RWE Aktie: 10-Jahres-Hoch geknackt

Die RWE-Aktie notiert auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren, angetrieben durch ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm und positive Analystenbewertungen. Kritik an Umweltmaßnahmen bleibt bisher ohne Kurswirkung.

Kurz zusammengefasst:
  • Aktie durchbricht Marke von 47,93 Euro
  • Konzern kauft über 1,7 Millionen eigene Aktien zurück
  • Jefferies erhöht Kursziel auf 54 Euro
  • Umweltkritik an AKW-Abriss in Biblis

Der Essener Energieversorger liefert zum Jahresauftakt eine beeindruckende Vorstellung. Die RWE-Aktie durchbricht die 47,93-Euro-Marke und erreicht damit den höchsten Stand seit einem Jahrzehnt. Doch was treibt den Kurs so dynamisch nach oben – und welche Rolle spielt das milliardenschwere Aktienrückkaufprogramm?

Die Fakten auf einen Blick:

Rwe

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  • Neues 10-Jahres-Hoch bei 47,93 Euro
  • Über 1,7 Millionen Aktien seit Dezember vom Markt genommen
  • Jefferies hebt Kursziel auf 54 Euro an
  • Kritik an geplanter Kühlturm-Sprengung in Biblis

Aktienrückkauf stützt den Kurs massiv

Ein Schlüsselfaktor für die aktuelle Stärke ist die dritte Tranche des 1,5-Milliarden-Euro-Rückkaufprogramms. RWE nimmt konsequent eigene Aktien vom Markt. Allein zwischen dem 29. Dezember 2025 und dem 2. Januar 2026 kaufte der Konzern weitere 274.639 Papiere zurück. Seit Start der dritten Tranche am 3. Dezember summiert sich das Volumen auf über 1,7 Millionen Aktien.

Diese Verknappung stützt den Kurs nachhaltig. Gleichzeitig signalisiert das Management damit Vertrauen in die fundamentale Unterbewertung der Aktie.

Analysten sehen weiteres Potenzial

Die Investmenthäuser stehen geschlossen hinter dem Titel. Jefferies hat sein Kursziel deutlich auf 54 Euro angehoben und bekräftigt die Kaufempfehlung. Auch Barclays (52 Euro) und JP Morgan (51 Euro) sehen den fairen Wert deutlich über der psychologisch wichtigen 50-Euro-Schwelle. Die Experten verweisen auf die strategische Ausrichtung und solide Cashflow-Generierung des Konzerns.

Der technische Ausbruch über die Widerstandszone bei 45 Euro gilt als starkes Kaufsignal. Mit einem aktuellen Kurs von 48,22 Euro notiert die Aktie rund 26 Prozent über ihrem 200-Tage-Durchschnitt.

Kritik an Kühlturm-Sprengung

Einen Schatten wirft die geplante Sprengung des letzten Kühlturms am stillgelegten AKW Biblis. Naturschutzverbände kritisierten am 6. Januar scharf, dass RWE damit eine der bedeutendsten Mehlschwalben-Kolonien Deutschlands gefährde. Rund 400 Brutnester seien betroffen, Ersatzmaßnahmen bisher wirkungslos.

Während der Aktienkurs die Meldung bisher ignoriert, entsteht hier ein reputatives Risiko. Insbesondere nachhaltigkeitsorientierte Fonds dürften die Entwicklung genau verfolgen.

Finanzkraft dominiert

Die negative Schlagzeile aus Biblis verpufft derzeit ohne Kurswirkung. Die finanzielle Stärke des Konzerns, untermauert durch den konsequenten Aktienrückkauf, gibt den Ton an. Solange der Titel über der Ausbruchszone von 45 Euro notiert, bleibt der Aufwärtstrend intakt. Die Analystenziele im Bereich 51 bis 54 Euro lassen weiteren Spielraum nach oben.

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