Apple steuert auf einen wegweisenden Zahlenabend zu. Am 29. Januar legt der Konzern seine Ergebnisse für das erste Geschäftsquartal 2026 vor – mit hohen Erwartungen an iPhone-Verkäufe, Services und die neue KI-Strategie. Entscheidend ist dabei nicht nur, ob die Prognosen erreicht werden, sondern auch, wie Apple die Kombination aus starkem Geschäft, hoher Bewertung und neuen Risiken austariert.
Starkes Weihnachtsquartal im Fokus
Für das Oktober-Dezember-Quartal rechnen Analysten mit einem sehr robusten Abschluss. Treiber ist vor allem die iPhone-17-Generation, die seit September 2025 im Handel ist und insbesondere in den Pro-Modellen gut ankommt. Verbesserte Kameras und mehr Speicher sprechen laut Marktdaten vor allem Kunden in China und in Schwellenländern an.
Konkret erwarten Analystenschätzungen (LSEG):
- Gesamtumsatz: 138,43 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 11,4 % gegenüber dem Vorjahr und ein neuer Rekord
- iPhone-Umsatz: +13,8 % gegenüber Vorjahr, stärkstes Wachstum seit über vier Jahren
- Services-Umsatz: +14,1 % gegenüber Vorjahr
- Umsatz in China: rund +15 %
- Gewinn je Aktie (EPS): 2,65 US-Dollar, +10,4 % gegenüber Vorjahr
Diese Kombination aus starkem Hardware-Geschäft und wachstumsstarken Services soll zeigen, dass Apple im wichtigen Weihnachtsquartal seine Marktposition nicht nur hält, sondern ausbaut.
Marktanteile und KI-Strategie
Apple hat 2025 laut Counterpoint Research rund 20 % des globalen Smartphone-Marktes erreicht, nach 18 % im Vorjahr. Besonders im Weihnachtsgeschäft konnte der Konzern damit seinen Vorsprung vor der Konkurrenz weiter vergrößern.
Einen strategischen Kurswechsel markiert die mehrjährige KI-Partnerschaft mit Alphabet-Tochter Google. Künftig sollen Googles Gemini-Modelle eine überarbeitete Siri sowie weitere „Apple Intelligence“-Funktionen antreiben. Analysten von Goldman Sachs betonen, diese Zusammenarbeit dürfte unterstreichen, dass das iPhone das zentrale Gerät für den Zugang zu neuen KI-Tools bleibt.
Der Ansatz hat einen klaren Vorteil: Apple kann auf einen installierten Gerätebestand von über zwei Milliarden aktiven Geräten zurückgreifen, ohne selbst Milliarden in eigene, große KI-Modelle und Infrastruktur stecken zu müssen. Stattdessen nutzt das Unternehmen externe Technologie und koppelt sie an die eigene Plattform.
Hohe Bewertung trotz Rücksetzer
An der Börse ist die Messlatte entsprechend hoch. Die Apple-Aktie wird deutlich teurer gehandelt als der breite US-Markt:
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- Kurs-Gewinn-Verhältnis: 38,9 (S&P 500: 24,5)
- Kurs-Umsatz-Verhältnis: 9,4 (S&P 500: 3,4)
- Kurs-Free-Cashflow-Verhältnis: 40,1 (S&P 500: 21,6)
Nach einem Rückgang vom Hoch im Dezember 2025 liegt der Kurs aktuell bei 259,90 US-Dollar und damit rund 5 % unter dem 52-Wochen-Hoch. Auf Sicht von zwölf Monaten steht dennoch ein zweistelliges Plus.
Diese Zahlen zeigen: Operativ liefert Apple stark, doch die Bewertung spiegelt bereits viel Optimismus wider. Enttäuschungen bei den morgen anstehenden Zahlen oder beim Ausblick könnten daher schneller durchschlagen als bei durchschnittlich bewerteten Werten.
Engpass bei Speicherchips als Risiko
Ein möglicher Belastungsfaktor für die kommenden Quartale ist die globale Knappheit bei Speicherchips. Investoren achten daher genau darauf, wie sich Apple zu Produktionskosten und Lieferfähigkeit äußert.
Rosenblatt Securities warnt, dass enge Kapazitäten die Herstellungskosten für iPhones erhöhen und damit die Margen unter Druck setzen könnten. Gleichzeitig verweisen die Analysten auf die Erfahrung des Konzerns im Umgang mit Lieferkettenproblemen. Apple nutze traditionell seine Größe, um bessere Konditionen auszuhandeln, sich frühzeitig Kontingente zu sichern und damit Nachteile gegenüber Wettbewerbern zu begrenzen.
Starke Bilanz, wachstumsstarke Services
Finanziell bleibt Apple äußerst solide aufgestellt. Dem Barmittelbestand von 55 Milliarden US-Dollar steht eine Verschuldung von 102 Milliarden US-Dollar gegenüber. Die Verschuldungsquote liegt mit 2,6 % deutlich unter dem S&P-500-Durchschnitt von 19,3 %. Operative Marge (31,9 %) und Nettomarge (24,3 %) liegen klar über Marktniveau.
Besonders der Services-Bereich hat sich zu einer zentralen Säule entwickelt und steht inzwischen für rund 26 % der Nettoerlöse. Apple Pay ist in 89 Märkten verfügbar, und Apple Arcade hat sein Angebot zuletzt um mehr als 50 neue Titel erweitert – beides Beispiele für wiederkehrende Erlöse, die weniger konjunkturabhängig sind als Hardware.
Mit den Zahlen am 29. Januar entscheidet sich, ob Apple die hohen Erwartungen an Wachstum, KI-Strategie und Profitabilität bestätigen kann – und ob die aktuelle Bewertung durch operative Fakten untermauert wird.
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