Bayer Aktie: Wachablösung im Aufsichtsrat
Bayer steht vor einem personellen Umbruch im Aufsichtsrat und einer entscheidenden Anhörung vor dem US Supreme Court zum Glyphosat-Risiko, während die Aktie sich erholt.

Kurz zusammengefasst
- Personelle Neuaufstellung im Kontrollgremium beschlossen
- Entscheidende Glyphosat-Anhörung vor US Supreme Court
- Aktie notiert mit deutlichem Jahresplus
- Finanzieller Spielraum durch Milliardenbelastung eng
Für Bayer stehen richtungsweisende Tage an. Während die virtuelle Hauptversammlung am Freitag einen personellen Umbruch im Aufsichtsrat besiegelt, richtet sich der Blick der Investoren bereits über den Atlantik. Dort steht kurz darauf eine Anhörung vor dem US Supreme Court an, die das milliardenschwere Glyphosat-Risiko neu bewerten könnte.
Neuanfang im Kontrollgremium
Auf der Aktionärsversammlung am 24. April steht eine Neuaufstellung der Kontrollinstanz zur Abstimmung. Die langjährigen Aufsichtsratsmitglieder Paul Achleitner und Colleen Goggins treten nicht mehr an. Als Nachfolger schlägt die Kapitalseite zwei erfahrene Manager vor.
Alfred Stern, noch bis August amtierender Vorstandsvorsitzender der OMV, soll seine Expertise in der Transformation von Energieunternehmen einbringen. Parallel dazu rückt Marcel Smits in den Fokus. Der ehemalige Cargill-Manager bringt wertvolle Erfahrung aus der Steuerung komplexer Agrarlieferketten mit.
Schuldenabbau trifft auf Milliardenbelastung
Finanziell bleibt der Spielraum eng. Das Management schlägt eine unveränderte Minimaldividende von 0,11 Euro je Aktie vor. Im abgelaufenen Geschäftsjahr drückte der Konzern seine Nettofinanzverschuldung immerhin um 8,5 Prozent auf knapp 29,8 Milliarden Euro.
Für das laufende Jahr rechnet der Vorstand allerdings mit einem negativen freien Cashflow von rund fünf Milliarden Euro. Diese massive Belastung resultiert primär aus den anstehenden Zahlungen für den Glyphosat-Vergleich. Das Pharmageschäft entwickelt sich derweil besser als vom Markt erwartet, woraufhin die DZ Bank kürzlich ihre Verkaufsempfehlung strich.
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Gerichtstermin als Kurstreiber
An der Börse honorieren Investoren die jüngsten operativen Fortschritte. Die Bayer-Aktie notiert aktuell bei 41,36 Euro und verbucht damit seit Jahresbeginn ein Plus von knapp neun Prozent. Vom tiefsten Stand des vergangenen Jahres hat sich das Papier mittlerweile um 91 Prozent erholt.
Auch im Bereich Nachhaltigkeit punktet der Konzern. MSCI vergab erstmals ein AA-Rating, während Sustainalytics seine rote Flagge für das Glyphosat-Risiko entfernte.
Genau dieses Rechtsrisiko steht in wenigen Tagen erneut im Zentrum. Am 27. April muss sich Bayer vor dem US Supreme Court verantworten. Ein positives Signal aus Washington könnte der laufenden Kurserholung den nötigen Schub verleihen, um die Marke am 50-Tage-Durchschnitt bei 41,01 Euro dauerhaft als Unterstützung zu etablieren.
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