Lufthansa baut die Partnerschaft mit Air India aus – und nimmt dabei überraschend schon ITA Airways mit an Bord. Operativ ist das ein klares Signal Richtung Wachstumsmarkt Indien. Auf der Übernahmeseite hakt es aber: Ein Streit um eine erfolgsabhängige Zahlung bremst den Zeitplan.
Kann die engere Verzahnung mit Air India die Verzögerung bei ITA kurzfristig überdecken? Zumindest inhaltlich liefert der Deal Argumente – finanziell wird Geduld wichtiger.
Air-India-Deal: ITA schon integriert
Am 17. Februar hat die Lufthansa Group ein erweitertes Abkommen mit Air India unterzeichnet. Ziel ist es, Flugpläne zwischen den Heimatmärkten der Gruppe und Indien besser zu synchronisieren. Für Passagiere soll das vor allem eines bringen: besser abgestimmte Umsteigeverbindungen.
Bemerkenswert ist die Rolle von ITA Airways. Obwohl Lufthansa dort aktuell erst 41% hält, wird die italienische Airline bereits operativ in das Joint-Venture-Konzept eingebunden. Rom-Fiumicino soll dabei als südliches Drehkreuz dienen – konkret für Verbindungen nach Delhi und Mumbai.
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ITA-Übernahme: Earn-Out bremst den Zeitplan
Parallel zur operativen Annäherung geraten die Verhandlungen zur Mehrheitsübernahme ins Stocken. Hintergrund ist laut Bericht ein Konflikt mit dem italienischen Staat (MEF) über eine „Earn-Out“-Zahlung von rund 100 Mio. Euro. Diese Prämie ist erfolgsabhängig – strittig ist demnach, weil die Zielerreichung von externen Faktoren beeinflusst worden sein soll.
Der Plan bleibt offenbar, die Option zur Aufstockung auf 90% bis Juni 2026 fristgerecht auszuüben. Der effektive Vollzug der Anteilsübertragung dürfte sich aber verschieben – voraussichtlich auf den 1. Januar 2027. Das wäre ein Dämpfer, weil die vollständige finanzielle Konsolidierung später käme als vom Markt zuvor erwartet.
Die wichtigsten Fakten
- Kooperation: Erweitertes Abkommen mit Air India seit 17.02.2026, inklusive operativer Einbindung von ITA
- ITA-Übernahme: Streit über rund 100 Mio. Euro Earn-Out; Vollzug der 90%-Übertragung voraussichtlich 01.01.2027
- Kursdaten: Heute 9,23 € (nahezu unverändert), in 12 Monaten +37,13%
Im Kursbild wirkt die Lage damit weiterhin „gemischt, aber stabil“: Der Titel hat sich über die vergangenen Monate deutlich erholt, während die ITA-Verzögerung kurzfristig etwas Tempo aus der Übernahme-Story nimmt. Der nächste konkrete Meilenstein bleibt die geplante Ausübung der 90%-Option bis Juni 2026 – die entscheidende Frage ist dann weniger das „Ob“, sondern wie reibungslos sich der Weg bis zum Vollzug Anfang 2027 weiterziehen lässt.
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