Healwell AI will es zum Jahresendspurt wissen. Mit dem ersten vertraglich gesicherten Einsatz seiner KI-Lösungen im Nahen Osten setzt das Unternehmen ein Ausrufezeichen bei der Internationalisierung. Doch wie belastbar ist das Signal – und lässt es sich in wiederkehrende Umsätze übersetzen?
Nahost-Vertrag als Türöffner
Am 26. Februar meldete Healwell die erste vertraglich vereinbarte KI-Implementierung außerhalb Nordamerikas. Partner ist ein großer staatlicher Gesundheitsdienst im Nahen Osten, der bereits auf der Orion-Health-Infrastruktur arbeitet. Genau dort dockt Healwell nun mit seiner klinischen Entscheidungsunterstützung „SMART Search“ an, die auf der eigenen DARWEN™-Technologie basiert.
Der Schritt ist strategisch wichtig, weil er nicht bei einer Pilotidee stehen bleibt, sondern an ein bestehendes System angebunden wird. Damit zielt Healwell auf Skalierung: Wenn die Integration in eine vorhandene Orion-Umgebung funktioniert, sinken Hürden für weitere Rollouts bei ähnlichen Kunden.
Drei Märkte, drei Module – und ein Integrationskern
Parallel verweist das Unternehmen auf aktive Deployments in Kanada und den USA. In den Vereinigten Staaten läuft „SMART Identify“ zur Patientenzuordnung, in Kanada sind „SMART Search“ (vertraglich vereinbart) und „SMART Summary“ (bereits ausgeliefert) in klinischen Umgebungen im Einsatz. Die Botschaft dahinter: Mindestens eine Instanz jeder Kernlösung ist bei Kunden implementiert – ein Hinweis auf Reifegrad und Praxistauglichkeit der Plattform.
Technisch stützt sich das auf die Konsolidierung unter DARWEN™. Laut Update vom 12. Februar hat Healwell die KI-Fähigkeiten aus Khure und Pentavere zu einer einheitlichen Engine zusammengeführt. Zusammen mit koordinierten Initiativen rund um Orion und Verosource soll das neue Cross- und Upselling-Potenzial schaffen. Zusätzlich ist der Nordamerika-Start von „Amadeus AI“ für die erste Jahreshälfte 2026 geplant, die internationale Ausweitung soll Ende 2026 folgen.
WELLTRUST und der Weg zur Profitabilität
Kurz vor der Nahost-Meldung kam mit WELLTRUST™ (Start: 19. Februar) noch eine zweite Ebene hinzu: Daten-Governance und Patient Identification auf „Consent-first“-Basis, ausgerollt in WELL-betriebenen Kliniken in Kanada. Ziel ist es, über patientenkontrollierte Einwilligungen passende Kandidaten für klinische Studien zu identifizieren – mit Fokus auf Datenschutz und regulatorische Anforderungen.
Finanziell verweist Healwell auf starkes Wachstum und eine Trendwende beim Ergebnis: Im Q3-2025 stieg der Umsatz aus fortgeführten Aktivitäten auf 30,4 Mio. US-Dollar (Vorjahr: 6,7 Mio.), getrieben vor allem durch die Orion-Health-Übernahme. Beim Adjusted EBITDA meldete das Unternehmen 0,7 Mio. US-Dollar – der zweite positive Quartalswert in Folge. Der jährliche Umsatz-Run-Rate liegt laut Unternehmen bei rund 120 Mio. US-Dollar.
Am Markt war zuletzt Bewegung drin: Der Schlusskurs am Freitag lag bei 0,46 Euro, binnen 7 Tagen legte der Titel um 19,30% zu.
Nächste Prüfsteine: Konferenzen und Zahlen
In den kommenden Wochen erhöht Healwell die Schlagzahl in der Investor-Kommunikation: Anfang März stehen Auftritte bei TD Cowen (2.–4. März) und der Scotiabank TMT (3.–4. März) an, später folgt ROTH (22.–24. März). Der nächste harte Faktencheck kommt dann am 24. März 2026 mit dem anstehenden Ergebnisbericht – und damit der Frage, ob sich die neuen Deployments bereits spürbar in vertraglich gesicherten Erlösen und Margen widerspiegeln.
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