UBS zieht an der Spitze die Schrauben nach. Nach der Credit-Suisse-Integration will die Grossbank ihren Verwaltungsrat gezielt mit internationaler Schwergewichts-Expertise verstärken – und verabschiedet gleichzeitig mehrere langjährige Mitglieder. Was bedeutet dieser Umbau für die Führung der grösseren und komplexeren Bank?
Zwei prominente Neuzugänge
UBS hat am 27. Februar 2026 angekündigt, der Generalversammlung am 15. April 2026 zwei neue Verwaltungsräte vorzuschlagen: Agustín Carstens und Luca Maestri.
Carstens war General Manager der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) sowie Gouverneur der mexikanischen Zentralbank. Damit bringt er vor allem Know-how in Geldpolitik und Finanzregulierung mit. Maestri war langjähriger Finanzchef von Apple und steht für Erfahrung im Finanzmanagement eines globalen Grosskonzerns.
Laut Verwaltungsratspräsident Colm Kelleher zielt die Nominierung darauf ab, die regulatorische und finanzielle Kompetenz des Gremiums zu stärken – ein Punkt, der nach der Übernahme der Credit Suisse an Gewicht gewonnen hat.
Abgänge: Drei Sitze werden frei
Parallel zum geplanten Neuzugang kommt Bewegung auf der Abgangsseite: William C. Dudley und Jeanette Wong treten nach sieben Jahren im Verwaltungsrat nicht zur Wiederwahl an. Zudem zieht sich Vizepräsident Lukas Gähwiler nach 45 Jahren im Bankwesen in den Ruhestand zurück. UBS betont, dass Gähwiler eine wichtige Rolle bei der Überwachung der Credit-Suisse-Integration spielte.
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Unterm Strich steht damit eine klare Neuausrichtung: mehr spezifische Expertise im Gremium, während mehrere prägende Figuren die Bühne verlassen.
Aktie: Unter dem 50-Tage-Schnitt
An der Börse zeigt sich zuletzt eher Gegenwind: Die UBS-Aktie schloss am Freitag bei 35,07 Euro und liegt in den vergangenen 30 Tagen mit -12,89% im Minus. Auffällig aus technischer Sicht: Der Kurs notiert rund 9,29% unter dem 50-Tage-Durchschnitt (38,66 Euro), hält sich aber mit gut 3,09% über dem 200-Tage-Durchschnitt (34,02 Euro).
Am 15. April 2026 entscheidet die Generalversammlung über die vorgeschlagenen Neuwahlen – und damit auch darüber, ob UBS den angekündigten Kompetenz-Schwerpunkt im Verwaltungsrat wie geplant umsetzen kann.
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