Nvidia gerät in den USA erneut unter stärkeren regulatorischen Druck. Im Zentrum steht der geplante Verkauf der H200-KI-Chips nach China – und die Frage, unter welchen Auflagen Washington grünes Licht gibt. Für Anleger ist das heikel, weil China ein wichtiger Absatzmarkt bleibt, gleichzeitig aber die globale KI-Nachfrage weiter hoch wirkt.
Strenge Auflagen für China
US-Handelsminister Howard Lutnick stellte heute klar, dass für den Verkauf der H200 nach China „nicht verhandelbare“ Lizenzbedingungen gelten. Hintergrund sind nationale Sicherheitsbedenken.
Lutnick zufolge muss Nvidia detaillierte „Leitplanken“ akzeptieren, die gemeinsam mit dem US-Außenministerium erarbeitet wurden. Dazu zählen strenge „Know Your Customer“-Prüfungen (KYC). Diese sollen verhindern, dass leistungsfähige Hardware am Ende bei militärischen Endnutzern in China landet.
Noch ist der Verkauf der H200-Prozessoren nicht final genehmigt. Laut den Berichten hat Nvidia den vorgeschlagenen Bedingungen bisher zudem nicht formal vollständig zugestimmt. Wie die Gespräche ausgehen, ist für die Position im China-Geschäft entscheidend – dort sollen KI-Firmen wegen offizieller Lieferbeschränkungen teils hohe Aufschläge über den Graumarkt zahlen.
Markt hält dagegen – Signale aus der Lieferkette
Trotz der geopolitischen Reibung zeigte sich die Aktie zuletzt vergleichsweise stabil. Anleger scheinen das regulatorische Risiko gegen die Nachfrageindikatoren aus der Lieferkette abzuwägen.
Ein wichtiger Datenpunkt kam von TSMC: Der Fertigungspartner meldete für Januar 2026 einen Rekord beim Nettoumsatz von rund 401,26 Mrd. NT$ (etwa 12,7 Mrd. US-Dollar) – ein Plus von 36,8% gegenüber dem Vorjahr. Da Nvidia einen großen Anteil am Rechenzentrums-GPU-Markt hält, deutet die starke Entwicklung des Auftragsfertigers darauf hin, dass die weltweite Nachfrage nach KI-Infrastruktur anzieht beziehungsweise nicht nachlässt – auch wenn China durch Exportregeln begrenzt bleibt.
Wichtige Fakten im Überblick:
– US-Handelsministerium verlangt „nicht verhandelbare“ Lizenzauflagen für H200-Verkäufe nach China
– KYC-„Guardrails“ sollen Umleitungen an militärische Endnutzer verhindern
– TSMC-Umsatz im Januar 2026: +36,8% auf ca. 12,7 Mrd. US-Dollar
Standortausbau und großer Investor
Abseits der Exportkontrollen baut Nvidia seine Präsenz weiter aus. Das Unternehmen hat einen Deal für seinen ersten Auslandssitz in Taipeh abgeschlossen; ein Spatenstich könnte bereits im Juni erfolgen.
Auch bei institutionellen Investoren gab es Bewegung: Fisher Asset Management stockte die Position jüngsten Einreichungen zufolge um 1,49 Millionen Aktien auf.
Als nächster konkreter Punkt bleibt damit vor allem die ausstehende behördliche Freigabe für die H200-Verkäufe nach China – inklusive der Frage, ob Nvidia die geforderten Leitplanken vollständig akzeptiert.
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