Rio Tinto Aktie: Expertenmeinungen gesammelt

Der Minenkonzern Rio Tinto meldet solide Jahreszahlen 2025. Analysten erwarten eine deutliche Steigerung der Dividendenausschüttungen bis 2027, sehen aber auch Risiken durch die Marktvolatilität.

Kurz zusammengefasst:
  • Solide Cashflows und stabile Ausschüttungsquote
  • UBS prognostiziert deutlichen Dividendenanstieg bis 2027
  • Wachstum durch Kupferprojekte und Produktivitätsgewinne
  • Goldman Sachs stuft Aktie auf Neutral herab

Rio Tinto hat seine Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 vorgelegt und zeigt sich in einem volatilen Marktumfeld widerstandsfähig. Während eine aktuelle Analysten-Abstufung kurzfristig auf die Stimmung drückt, dürften Einkommensinvestoren hellhörig werden. Die neuen Prognosen deuten nämlich auf eine spürbare Steigerung der Ausschüttungen in den kommenden Jahren hin, gestützt durch operative Effizienzgewinne.

Solide Bilanz und steigende Ausschüttungen

Das abgelaufene Geschäftsjahr bestätigte die Fähigkeit des Minengiganten, solide Cashflows zu generieren. Mit einem bereinigten EBITDA von rund 25,4 Milliarden US-Dollar und einem Gewinn je Aktie von 669,2 US-Cent liegt das Unternehmen auf Kurs. Die beschlossene Schlussdividende hält die Ausschüttungsquote bei 60 Prozent.

Rio Tinto

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Besonders interessant für Anleger ist jedoch der Blick nach vorn. Laut einer aktuellen UBS-Prognose könnte die Dividende je Aktie von 4,02 US-Dollar im Geschäftsjahr 2025 auf 5,07 US-Dollar im Jahr 2026 klettern. Bis 2027 wird sogar ein Anstieg auf 5,85 US-Dollar erwartet. Diese positive Entwicklung soll durch geplante Produktivitätsgewinne in Höhe von 650 Millionen US-Dollar untermauert werden.

Wachstum im Kupfergeschäft

Operativ setzt der Konzern auf Expansion, insbesondere im Kupferbereich, der durch den Ausbau der Aktivitäten in der Mongolei getrieben wird. Auch das Eisenerz-Projekt Simandou lieferte im Dezember 2025 die erste Ladung aus und soll zum angepeilten jährlichen Volumenwachstum von 3 Prozent bis 2030 beitragen.

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Bemerkenswert ist dabei die gleichzeitige Reduktion der CO2-Emissionen um 0,2 Millionen Tonnen im vergangenen Jahr, trotz steigender Produktionsmengen. Dies wurde durch direkte Investitionen in erneuerbare Energien und den Einsatz KI-gestützter Effizienzmaßnahmen erreicht.

Analystenvotum und Marktlage

Trotz der robusten fundamentalen Entwicklung gibt es Gegenwind von der Analystenseite. Goldman Sachs stufte den Titel kürzlich auf „Neutral“ herab. Marktbeobachter verweisen auf die anhaltende Abhängigkeit des Kupferpreises von der chinesischen Nachfrage sowie mögliche Angebotsüberschüsse bei anderen Basismetallen. Dies spiegelt sich auch im aktuellen Kurs wider: Die Aktie notiert derzeit bei 81,20 Euro und verzeichnete heute ein Minus von 1,65 Prozent.

Rio Tinto präsentiert sich somit in einer ambivalenten Lage: Auf der einen Seite locken steigende Dividendenprognosen und klare Wachstumsziele. Auf der anderen Seite mahnen Analysten aufgrund makroökonomischer Unsicherheiten zur Vorsicht. Für die weitere Kursentwicklung dürfte entscheidend sein, ob die globalen Wirtschaftsdaten den Rohstoffpreisen in den nächsten Quartalen den nötigen Rückhalt geben.

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