Alphabet setzt neue Maßstäbe am Anleihenmarkt: Mit einer 32-Milliarden-Dollar-Emission zieht der Google-Konzern über 100 Milliarden Dollar Nachfrage auf sich. Die Mega-Finanzierung soll den AI-Infrastrukturausbau befeuern – zeitgleich gerät der Tech-Riese jedoch erneut ins Visier der EU-Regulierer.
Die wichtigsten Fakten:
- Anleiheemission von 32 Milliarden Dollar in unter 24 Stunden platziert
- Investorennachfrage überstieg 100 Milliarden Dollar
- 100-jährige Sterling-Anleihe mit Fälligkeit 2126 dabei
- Kupons zwischen 4,1% und 6,1%
- EU untersucht Googles Werbeauktionen wegen Preismanipulations-Verdacht
Rekord-Finanzierung für AI-Ausbau
Bloomberg berichtete am 15. Februar, dass die Emission „sofort neue Konturen im Markt für Unternehmensanleihen“ geschaffen habe. Das Multi-Währungs-Paket umfasst neben US-Dollar auch Britische Pfund und Schweizer Franken – eine seltene 100-Jahres-Anleihe inklusive.
Die Mittel fließen direkt in Alphabets aggressive AI-Infrastruktur-Expansion. Für 2026 kalkuliert das Management mit Investitionen zwischen 175 und 185 Milliarden Dollar.
Die fünf großen AI-Hyperscaler – Amazon, Alphabet, Meta, Microsoft und Oracle – begaben 2025 Unternehmensanleihen im Wert von 121 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Zwischen 2020 und 2024 waren es durchschnittlich 28 Milliarden Dollar pro Jahr, wie BofA Securities-Daten zeigen.
Neue EU-Ermittlungen belasten
Parallel zur erfolgreichen Finanzierung erhöht die EU-Kommission den Druck. Reuters berichtete am 12. Februar von einem neuen Verdacht: Google soll den Clearingpreis bei Werbeauktionen „künstlich erhöhen“ – zum Nachteil der Werbetreibenden. Ein entsprechendes Schreiben der Kommission liegt vor.
Google wies die Vorwürfe zurück: „Die Preise werden durch eine Echtzeit-Auktion bestimmt, die darauf ausgelegt ist, die relevantesten Anzeigen zu zeigen. Dabei spielen Faktoren wie Wettbewerb und Anzeigenqualität eine Rolle.“
Bereits am 10. Februar hatte der European Publishers Council Beschwerde gegen Googles AI-Overviews-Funktion eingereicht. Die neuen Ermittlungen kommen zu bestehenden EU-Strafen von insgesamt 9,5 Milliarden Euro hinzu. Weitere Sanktionen drohen im Rahmen des Digital Markets Act wegen angeblicher Bevorzugung hauseigener Dienste.
Bilanz unter Druck
Die Schuldenquote steigt deutlich: Laut CNBC vervierfachten sich Alphabets langfristige Verbindlichkeiten 2025 auf 46,5 Milliarden Dollar – nach einer 25-Milliarden-Emission im November. Die aktuelle Emission verdoppelt diese Last nahezu.
Die Anleihen verfügen über Kündigungsoptionen und geben dem Management Refinanzierungsflexibilität. Nachrangige Tranchen erweitern zusätzlich die Kapitalstruktur-Optionen. Am 15. März folgen die Quartalszahlen für Q1 2026 – Investoren werden genau auf die AI-Infrastruktur-Rentabilität und regulatorische Rückstellungen achten.
Alphabet-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Alphabet-Analyse vom 16. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Alphabet-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Alphabet-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Alphabet: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
