Während der Batterieentwickler operativ mit seiner neuen „Eagle Line“ wichtige Fortschritte macht, sorgt die finanzielle Perspektive für Katerstimmung bei den Anlegern. Die Zahlen zum vierten Quartal und besonders die Prognose für 2026 drückten den Kurs gestern ins Minus. Steht der technologische Durchbruch im Schatten der hohen Kosten?
Rote Zahlen und vorsichtige Prognose
QuantumScape meldete am Mittwochabend einen Verlust von 0,17 US-Dollar je Aktie für das vierte Quartal 2025. Das Ergebnis lag weitgehend im Rahmen der Erwartungen, da das Unternehmen als Entwickler noch keine nennenswerten Umsätze erzielt. Dennoch reagierte der Markt im gestrigen Handel mit Verkäufen.
Verantwortlich für den Kursdruck war vor allem der Ausblick auf das Jahr 2026. Das Management rechnet mit einem bereinigten EBITDA-Verlust zwischen 250 und 275 Millionen US-Dollar. Diese Summe verdeutlicht, wie kapitalintensiv die Phase der Kommerzialisierung bleibt. Trotz der Verluste ist die Bilanz stabil: Ende 2025 verfügte das Unternehmen über eine Liquidität von rund 970,8 Millionen US-Dollar, was ausreichend Spielraum für die kommenden technischen Skalierungsschritte bietet.
Hier die wichtigsten Eckdaten im Überblick:
* Verlust pro Aktie (Q4): 0,17 US-Dollar
* Liquidität: ~970,8 Mio. US-Dollar
* Prognose EBITDA-Verlust 2026: 250 – 275 Mio. US-Dollar
* Geplante Investitionen 2026: 40 – 60 Mio. US-Dollar
Operativer Lichtblick „Eagle Line“
Abseits der Finanzdaten gab es positive Nachrichten von der operativen Front. Das Unternehmen bestätigte die Inbetriebnahme der „Eagle Line“ in San Jose. Diese Pilotanlage ist entscheidend für die Herstellung der QSE-5-Zellen, dem ersten geplanten kommerziellen Produkt von QuantumScape.
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Das Management betonte, dass diese Anlage speziell dafür ausgelegt ist, die Produktion der proprietären Keramik-Separatoren zu automatisieren. Dies war in früheren Entwicklungsstadien oft ein Engpass. Branchenbeobachter werten den erfolgreichen Hochlauf dieser Linie als notwendige Voraussetzung, um die Technologie im automobilen Maßstab zu validieren.
Partnerbasis verbreitert
Auch strategisch konnte QuantumScape punkten. Die Zusammenarbeit mit PowerCo, der Batteriesparte des Volkswagen-Konzerns, wurde bekräftigt. Zudem gab das Management bekannt, zwei weitere globale Automobilhersteller (OEMs) in das Kundenportfolio aufgenommen zu haben. Damit verringert das Unternehmen die Abhängigkeit von seinem ursprünglichen Ankerpartner und erschließt einen breiteren Markt für seine Feststofftechnologie.
Für das laufende Jahr plant QuantumScape Investitionsausgaben zwischen 40 und 60 Millionen US-Dollar. Dieser vergleichsweise moderate Betrag signalisiert einen Fokuswechsel: Weg vom massiven Infrastrukturaufbau hin zur Optimierung der nun installierten Anlagen auf der Eagle Line. Der prognostizierte operative Verlust spiegelt dabei die Kosten wider, die nun für die Skalierung der Pilotproduktion und die Lieferung von Musterzellen an die Automobilpartner anfallen.
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