Bayer Aktie: Rekordpipeline enthüllt!
Bayer präsentiert starke Umsatzsteigerungen bei Nubeqa und Kerendia und sieht 2026 als letztes Jahr mit Patentschutzverlusten. Ab 2027 peilt der Konzern mittlere einstellige Wachstumsraten an.

Kurz zusammengefasst
- Starke Umsatzsprünge bei Krebs- und Nierenmedikamenten
- 2026 als letztes Jahr mit Patentschutzverlusten
- Ziel: Mittlere einstellige Wachstumsraten ab 2027
- Fünf Zulassungen und sechs positive Phase-III-Studien
2026 soll das letzte schwierige Jahr sein. Danach, so verspricht Bayer-Pharma-Chef Stefan Oelrich, beginnt der Wachstumspfad. Auf dem Pharma Media Day in Berlin legte der Leverkusener Konzern dar, wie er den Umsatzausfall durch auslaufende Patente auffangen will — und die Zahlen hinter der Strategie sind bemerkenswert.
Nubeqa und Kerendia liefern
Die beiden Wachstumstreiber sind klar benannt. Das Prostatakrebsmittel Nubeqa steigerte seinen Umsatz 2025 um 57 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Das Nierenmedikament Kerendia legte sogar um 79 Prozent auf 829 Millionen Euro zu — im vierten Quartal allein um 93 Prozent.
Das Management peilt für Kerendia langfristig drei Milliarden Euro Jahresumsatz an. Nubeqa behandelt weltweit bereits über 200.000 Patienten und erhielt zuletzt eine dritte Indikation in der EU und den USA.
Hinzu kommt Asundexian, ein Faktor-XIa-Inhibitor mit positiven Phase-III-Daten zur Schlaganfallprävention — laut Bayer die erste erfolgreiche Studie dieser Medikamentenklasse überhaupt.
Das Ende des Gegenwinds
Xarelto und Eylea haben Bayers Pharmawachstum jahrelang belastet. 2026 ist das letzte Jahr, in dem beide Mittel als Kontraktionsfaktoren wirken. Ab 2027 erwartet Bayer mittlere einstellige Wachstumsraten in der Pharma-Sparte. Bis 2030 strebt das Unternehmen operative Margen von annähernd 30 Prozent an.
Fünf Zulassungen im Jahr 2025 — drei neue Produkte, zwei neue Indikationen — und sechs positive Phase-III-Ergebnisse untermauern diesen Anspruch.
Zölle, Prognose, Hauptversammlung
Pharma-COO Sebastian Guth machte gegenüber Reuters klar: Die neuen US-Importzölle auf Arzneimittel gefährden die Jahresprognose nicht. Das bestehende Handelsabkommen zwischen den USA und der EU begrenzt Zölle auf die meisten Waren auf 15 Prozent. Bayer hält an seinem Ziel fest: ein EBITDA vor Sonderposten von 9,6 bis 10,1 Milliarden Euro und Umsätze von 45 bis 47 Milliarden Euro auf währungsbereinigter Basis.
Die Netto-Finanzschulden sanken zum Jahresende 2025 um 8,5 Prozent auf 29,8 Milliarden Euro. Der freie Cashflow fiel allerdings um rund 33 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro — ein Punkt, den Investoren im Blick behalten dürften.
Die Aktie notiert aktuell bei 40,74 Euro und liegt damit rund 17 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 49,17 Euro. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von gut sieben Prozent. Am 24. April trifft sich Bayer zur virtuellen Hauptversammlung — auf der Agenda steht eine Dividende von 0,11 Euro je Aktie, identisch mit dem Vorjahr. Die Veranstaltung wird der erste große öffentliche Auftritt des Managements seit dem Pharma Media Day sein und dürfte zeigen, ob Aktionäre dem Wachstumsversprechen ab 2027 bereits Glauben schenken.
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