Geopolitische Spannungen sorgten zum Wochenstart noch für Euphorie, doch jetzt folgt die kalte Dusche. Das Analysehaus mwb research warnt eindringlich vor einer Überhitzung und bezeichnet die jüngsten Kursgewinne als fundamental nicht gerechtfertigt. Anleger müssen sich nun fragen: War der Anstieg nur eine emotionale Überreaktion?
Die Fakten im Überblick
- Downgrade: mwb research senkt das Votum von „Halten“ auf „Verkaufen“.
- Kursziel: Die Experten sehen den fairen Wert bei 65,00 Euro.
- Warnsignal: Zum gestrigen Schlusskurs von 82,00 Euro ergibt sich ein erhebliches Abwärtspotenzial.
- Begründung: Hensoldt profitiert operativ nicht vom Konflikt zwischen den USA und Venezuela.
Realitätscheck durch Experten
Die Herabstufung durch mwb research trifft den Rüstungselektronik-Spezialisten in einer Phase hoher Volatilität. Während die Aktie am Montag (05.01.) noch im Sog der US-Intervention in Venezuela und der Festnahme von Nicolás Maduro nach oben kletterte, ziehen die Analysten nun die Reißleine. Ihre Argumentation ist deutlich: Der „Venezuela-Effekt“ sei eine bloße Sympathie-Rallye des gesamten Sektors gewesen.
Im Gegensatz zu global agierenden Plattformherstellern verfügt Hensoldt über kein nennenswertes direktes Exposure im südamerikanischen Markt. Die Kernkompetenz des Unternehmens liegt in spezialisierter Sensorik für europäische Systeme wie den Eurofighter. Der jüngste Kurssprung entbehrt laut Analyse somit jeder fundamentalen Basis. Das Risiko-Ertrags-Verhältnis für Neueinsteiger wird als unattraktiv eingestuft.
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Bewertung läuft heiß
Ein Blick auf die Kursentwicklung unterstreicht die Warnung der Analysten. Mit einem Plus von über 135 % in den letzten 12 Monaten hat das Papier bereits viel Zukunftsmusik eingepreist. Auch kurzfristig zeigt der Trend eine Überhitzung: Der RSI (Relative Strength Index) notierte zuletzt bei 68,2 und kratzte damit an der überkauften Zone.
Die Diskrepanz zwischen dem optimistischen Marktverhalten und der Bewertung durch mwb research ist massiv. Während der Kurs gestern noch bei 82,00 Euro notierte, liegt das Kursziel der Analysten fast 21 Prozent tiefer. Sollten Marktteilnehmer dieser Einschätzung folgen und Gewinne aus dem „Geopolitik-Spike“ realisieren, könnte der Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt bei 76,02 Euro schnell schmelzen.
Fokus auf Kerngeschäft nötig
Die aktuelle Korrektur fungiert als notwendige Bereinigung einer von Schlagzeilen getriebenen Übertreibung. Entscheidend für den weiteren Kursverlauf ist nun, ob die Aktie das Niveau der jüngsten Konsolidierung halten kann oder ob sie in Richtung des Analysten-Ziels von 65 Euro abrutscht. Investoren sollten den Blick von Südamerika abwenden und sich auf reale Auftragseingänge der Bundeswehr und NATO-Partner konzentrieren, die das hohe Bewertungsniveau langfristig rechtfertigen müssen.
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