Raumfahrt- und Rüstungstechnologie rücken an der Börse immer stärker in den Fokus. Davon profitiert derzeit besonders Rocket Lab, das sich zunehmend als Schlüsselspieler für KI-gestützte nationale Sicherheitsprogramme positioniert. Gestern honorierte der Markt diese Entwicklung mit spürbaren Kursgewinnen, gestützt durch historisch starke Geschäftszahlen und prall gefüllte Auftragsbücher.
Starkes Wachstum und steigende Margen
Gestern legte das Papier um 4,4 Prozent auf 71,96 US-Dollar zu. Anleger schichten derzeit vermehrt Kapital in Unternehmen um, die von steigenden Verteidigungsausgaben und weltraumgestützten Systemen profitieren. Diese Begeisterung fußt bei Rocket Lab auf einem soliden Fundament: Das Unternehmen meldete für das vierte Quartal einen Rekordumsatz von 180 Millionen US-Dollar. Auf das Gesamtjahr gerechnet stiegen die Erlöse um 38 Prozent auf 602 Millionen US-Dollar.
Gleichzeitig wuchs der Auftragsbestand um beachtliche 73 Prozent auf 1,85 Milliarden US-Dollar an. Auch die Profitabilität verbesserte sich deutlich, was sich in einer von 32 auf 39 Prozent gestiegenen Bruttomarge für das Gesamtjahr widerspiegelt. Für das laufende erste Quartal 2026 peilt das Management einen Umsatz zwischen 185 und 200 Millionen US-Dollar an.
Hohe Startfrequenz und strategische Zukäufe
Operativ liefert das Unternehmen verlässlich ab. Erst Anfang März absolvierte Rocket Lab erfolgreich seine 83. Electron-Mission. Es war bereits der vierte Start im Jahr 2026, was die hohe Taktung unterstreicht. Im Vorjahr verzeichnete man 21 Starts mit einer Erfolgsquote von 100 Prozent.
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Neben dem reinen Startgeschäft baut das Unternehmen sein Portfolio strategisch aus. Ein wichtiger Treiber ist der SDA-Großauftrag der US-Regierung mit einem potenziellen Volumen von 805 Millionen US-Dollar. Um die Lieferketten für derartige nationale Sicherheitsprogramme abzusichern, wurde Ende Februar die Übernahme von Optical Support, Inc. abgeschlossen, einem Spezialisten für Präzisionsoptik. Zudem treibt Rocket Lab die Entwicklung von Silizium-Solar-Arrays für weltraumgestützte Rechenzentren voran, unterstützt durch staatliche Fördermittel in Höhe von 23,9 Millionen US-Dollar.
Verzögerung beim Hoffnungsträger
Gibt es bei all den Erfolgsmeldungen auch Rückschläge? Ja, denn der Erstflug der neuen, größeren Neutron-Rakete verschiebt sich nach einem fehlgeschlagenen Tanktest auf das vierte Quartal 2026. Der Markt hat diese Verzögerung jedoch weitgehend eingepreist. Große institutionelle Investoren, die über 70 Prozent der Anteile halten, bauten ihre Positionen zuletzt sogar aus. Dies zeigt das Vertrauen in die langfristige Entwicklung, auch wenn die Aktie im Februar im Zuge einer allgemeinen Marktschwäche bei Wachstumswerten noch um knapp 14 Prozent nachgegeben hatte.
Mit einer Marktkapitalisierung von rund 40,5 Milliarden US-Dollar geht Rocket Lab gestärkt in die kommenden Monate. Die Kombination aus einem wachsenden Auftragsbestand, der Integration in US-Verteidigungsprogramme und einer zuverlässigen Startrakete bildet ein stabiles Fundament. Der nächste entscheidende Meilenstein für die zukünftige Umsatzentwicklung und die Marktpositionierung wird nun der für das vierte Quartal 2026 geplante Start der Neutron-Rakete sein.
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