UPS steht vor einem tiefgreifenden strukturellen Wandel. Der Logistikriese reagiert auf sinkende Paketvolumina und den schwindenden Einfluss von Großkunden wie Amazon mit der Schließung zahlreicher Standorte und dem Abbau tausender Stellen. Doch der geplante Effizienzkurs stößt auf juristischen Widerstand der Gewerkschaften.
Effizienzsteigerung durch Standortschließungen
UPS passt sein Netzwerk massiv an eine veränderte Marktdynamik an. Nachdem der langjährige Großkunde Amazon seine Abhängigkeit vom Paketdienst kontinuierlich verringert hat, reagiert das Management nun mit der Schließung von 22 Standorten im Jahr 2026. Betroffen sind wichtige US-Knotenpunkte wie Atlanta, Dallas und Las Vegas. Ziel ist es, die Infrastruktur an das gesunkene Paketaufkommen anzupassen und die operativen Margen durch eine verstärkte Automatisierung der verbleibenden Hubs zu sichern.
Zusätzlich zu den Standortschließungen setzt UPS auf eine strategische Partnerschaft mit dem U.S. Postal Service. Für die Zustellung auf der sogenannten „letzten Meile“ werden Pakete des Ground-Saver-Dienstes zunehmend an die staatliche Post übergeben, um die eigenen Zustellkosten zu senken.
Konflikt mit der Gewerkschaft
Parallel zum Umbau der Infrastruktur treibt das Unternehmen den Abbau von rund 30.000 operativen Stellen voran. Während ein Großteil dieser Reduktion durch natürliche Fluktuation erfolgen soll, bietet UPS Vollzeitfahrern ein freiwilliges Ausscheidungsprogramm mit Abfindungen in Höhe von 150.000 US-Dollar an.
Dieser Schritt hat jedoch einen Rechtsstreit mit der Gewerkschaft International Brotherhood of Teamsters ausgelöst, die das Programm gerichtlich stoppen will. Die Auseinandersetzung mit der Arbeitnehmervertretung erhöht die Komplexität der Umstrukturierung, da die Gewerkschaft den Druck auf das Management erhöht, während dieses die Einführung neuer Automatisierungstechniken beschleunigen möchte.
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Finanzielle Ziele für 2026
Trotz eines Umsatzrückgangs im vierten Quartal 2025 auf 24,5 Milliarden US-Dollar konnte UPS beim bereinigten Gewinn pro Aktie mit 2,38 US-Dollar die Analystenschätzungen übertreffen. Für das Gesamtjahr 2026 visiert der Konzern einen Umsatz von rund 89,7 Milliarden US-Dollar an.
An der Börse wird der Kurs des Unternehmens aktuell bei 98,01 Euro gehandelt. Damit notiert die Aktie seit Jahresbeginn rund 14,2 Prozent im Plus, zeigt jedoch nach dem jüngsten Erreichen des 52-Wochen-Hochs bei 114,74 Euro eine leichte Konsolidierung.
Mit geplanten Investitionen von rund 3,0 Milliarden US-Dollar konzentriert sich UPS nun auf die Modernisierung der verbleibenden Standorte. Der Erfolg dieser Strategie hängt maßgeblich davon ab, ob der geplante Stellenabbau ohne langwierige Arbeitskämpfe umgesetzt werden kann und die Automatisierung die gewünschten Kostenvorteile bringt.
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