Strategy kauft Bitcoin in einem Tempo, das selbst hartgesottene Krypto-Enthusiasten staunen lässt. Am Donnerstag soll das Unternehmen in einem einzigen Tag mehr als 4.000 Bitcoin erworben haben — finanziert über sein börsengehandeltes Vorzugsaktieninstrument STRC. Offiziell bestätigt ist der Kauf noch nicht, aber die Handelsdaten sprechen eine deutliche Sprache.
Wie die Käufe finanziert werden
Das STRC-Instrument ist das Herzstück der jüngsten Akkumulationsstrategie. Die Vorzugsaktie ist so konstruiert, dass sie nahe ihrem Nennwert von 100 Dollar notiert und gleichzeitig eine monatliche Dividende zahlt, die auf Jahresbasis rund 11,5 Prozent ergibt. Damit spricht Strategy gezielt Anleger an, die regelmäßige Ausschüttungen bevorzugen — und schafft sich gleichzeitig eine schnell anzapfbare Kapitalquelle für Bitcoin-Käufe.
Allein am 10. März erreichte das tägliche Handelsvolumen von STRC einen Rekordwert von 409 Millionen Dollar. Die daraus geschätzten Bitcoin-Käufe an diesem Tag lagen bereits bei über 2.000 BTC — ein Wert, den der Donnerstag nochmals deutlich übertroffen haben soll.
In der Vorwoche hatte Strategy den Kauf von 17.994 Bitcoin für insgesamt 1,28 Milliarden Dollar per SEC-Meldung bestätigt. Rund 900 Millionen Dollar stammten aus dem Verkauf von Stammaktien, der Rest aus Vorzugsaktien. Die anhaltende Ausgabe neuer Stammaktien verwässert dabei den Anteil bestehender Aktionäre — ein Punkt, den Marktbeobachter zunehmend kritisch beäugen.
Insgesamt hat Strategy in den vergangenen sieben Wochen rund 1,7 Milliarden Dollar durch Stammaktienverkäufe und rund 470 Millionen Dollar durch Vorzugsaktien eingesammelt. Der aktuelle Bitcoin-Bestand liegt bei bestätigten 738.731 BTC — rund 3,5 Prozent des gesamten Bitcoin-Angebots, erworben zu einem durchschnittlichen Einstandspreis von etwa 75.862 Dollar pro Coin.
Was Analysten sagen
B. Riley Securities hat die Aktie neu mit „Buy“ und einem Kursziel von 175 Dollar aufgenommen. Die Analysten heben die differenzierte Kapitalstruktur und die Barreserven von rund 2,25 Milliarden Dollar als Stärken hervor. Gleichzeitig räumen sie ein, dass der Bitcoin-Sektor unter erheblichem Druck steht: BTC hat seit seinem Höchststand rund 45 Prozent verloren, die Strategy-Aktie sogar mehr als 60 Prozent seit Anfang Oktober.
Als potenziell attraktiv werten die B.-Riley-Analysten das aktuelle Bewertungsniveau: Die Aktie handelt beim 1,2-fachen des mNAV — dem Verhältnis von Marktkapitalisierung zum Wert der Bitcoin-Bestände. Auf dem Höhepunkt 2024 lag dieser Multiplikator noch bei 3,4.
BTIG-Analyst Andrew Harte bekräftigt sein „Buy“-Rating mit einem Kursziel von 250 Dollar. Mizuho bleibt bei „Outperform“, hat das Ziel aber von 403 auf 320 Dollar gesenkt — mit Verweis auf den gesunkenen Bitcoin-Preis.
Die Strategy-Aktie hat sich nach ihrem 52-Wochen-Tief von rund 90 Euro Anfang Februar spürbar erholt und notiert aktuell bei etwa 124 Euro — weit entfernt vom Jahreshoch, aber mit einem Plus von fast 37 Prozent gegenüber dem Tiefpunkt.
Das Geschäftsmodell funktioniert solange Bitcoin schneller steigt als die Verbindlichkeiten aus den Kapitalinstrumenten wachsen. Ob das Tempo der Akkumulation bei weiter schwächelnden Bitcoin-Kursen tragfähig bleibt, werden die nächsten SEC-Meldungen zeigen — und vor allem der Bitcoin-Kurs selbst.
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