Starbucks-Anleger blicken nach einer ereignisreichen Woche auf ein gemischtes Bild. Während der Kaffeeriese beim Gewinn im ersten Quartal 2026 hinter den Erwartungen zurückblieb, weckt ein großangelegter Strategiewechsel unter CEO Brian Niccol neues Vertrauen. Kann die Rückbesinnung auf alte Stärken den Kurs nachhaltig beflügeln?
- Umsatz Q1: 9,92 Mrd. USD (+5,5 % im Jahresvergleich)
- Gewinn je Aktie (EPS): 0,56 USD (Erwartet: 0,59 USD)
- US-Transaktionen: +3 % (Erstes Wachstum seit zwei Jahren)
- Kursziel BMO Capital: 120 USD
US-Geschäft zeigt Lebenszeichen
Die operativen Zahlen zum ersten Quartal, das am 28. Dezember 2025 endete, fielen zweigeteilt aus. Der Umsatz kletterte um 5,5 % auf 9,92 Milliarden USD und übertraf damit die Prognosen von rund 9,62 Milliarden USD deutlich. Dennoch belasteten höhere Kosten das Ergebnis, sodass der Gewinn je Aktie mit 0,56 USD knapp unter der Analystenschätzung lag.
Ein entscheidender Lichtblick war die Performance im US-Heimatmarkt. Die vergleichbaren Umsätze stiegen dort um 4 %, was primär auf ein Plus von 3 % bei den Transaktionen zurückzuführen ist. Dies ist das erste Mal seit zwei Jahren, dass Starbucks wieder mehr Kundenbesuche in den USA verzeichnet. Marktbeobachter werten dies als Zeichen, dass die „Back to Starbucks“-Strategie erste Früchte trägt.
Umbau in China und digitale Offensive
Im Rahmen eines Investorentages skizzierte das Management weitreichende Pläne bis zum Geschäftsjahr 2028. Ein zentraler Pfeiler ist die Neuausrichtung in China: Starbucks überführt das dortige Geschäft in ein Lizenzmodell durch ein Joint Venture mit Boyu Capital. Starbucks behält einen Anteil von 40 %, verspricht sich durch diesen Schritt jedoch eine deutliche Steigerung der internationalen Margen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Starbucks?
Zusätzlich setzt das Unternehmen auf eine technologische Aufrüstung. Mit Anand Varadarajan, einem ehemaligen Amazon-Manager, wurde ein neuer Chief Technology Officer berufen. Er soll die Abläufe in den Cafés beschleunigen und die Effizienz steigern. Flankiert wird dies durch ein neues dreistufiges Bonusprogramm für die über 35 Millionen aktiven Mitglieder, das am 10. März startet.
Ziele bis 2028 und Ausblick
Für das Geschäftsjahr 2028 peilt Starbucks einen Gewinn je Aktie zwischen 3,35 USD und 4,00 USD an. Die operative Marge soll bis dahin auf 13,5 % bis 15 % steigen. Das Expansionstempo bleibt hoch: Im laufenden Jahr sollen 600 bis 650 neue Filialen eröffnen, langfristig plant der Konzern jährlich rund 400 neue Standorte in den USA.
BMO Capital hat das Kursziel nach den jüngsten Ankündigungen auf 120 USD angehoben, Wells Fargo sieht den Wert bei 110 USD. Kurzfristig rückt die Dividende in den Fokus: Die Ausschüttung von 0,62 USD je Aktie erfolgt am 27. Februar. Um anspruchsberechtigt zu sein, müssen Anleger die Aktie vor dem Ex-Tag am 13. Februar in ihrem Depot führen.
Starbucks-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Starbucks-Analyse vom 1. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Starbucks-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Starbucks-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 1. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Starbucks: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
