Die norwegische Nel ASA legte am 26. Februar 2026 ihre Bilanz für das vierte Quartal und Gesamtjahr 2025 vor. Das Ergebnis fällt zwiespältig aus: Während die Umsätze schrumpften, explodierte der Auftragseingang geradezu. Gleichzeitig bereitet der Wasserstoff-Spezialist die Markteinführung seiner nächsten Elektrolyseur-Generation vor.
Umsatzrückgang bei stabilem operativem Verlust
Im Schlussquartal 2025 erwirtschaftete Nel einen Umsatz von 330 Millionen NOK – ein Minus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Für das Gesamtjahr summierte sich der Erlös auf 963 Millionen NOK. Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) blieb mit minus 36 Millionen NOK auf Vorjahresniveau.
Die beiden Geschäftsbereiche entwickelten sich unterschiedlich. Die Sparte für alkalische Elektrolyseure verzeichnete einen Umsatzrückgang von 33 Prozent, erreichte jedoch ein positives EBITDA von 36 Millionen NOK. Die PEM-Sparte (Protonenaustauschmembran) setzte vor allem auf containerisierte Systeme und wies ein negatives EBITDA von 35 Millionen NOK aus.
Deutlich ins Gewicht fielen Abschreibungen in Höhe von 799 Millionen NOK. Diese betrafen Produktionsanlagen für atmosphärische alkalische Elektrolyseure am Standort Herøya sowie Goodwill und Technologie-Assets im PEM-Bereich. Der Nettoverlust des vierten Quartals weitete sich dadurch auf 870 Millionen NOK aus.
Auftragseingang vervierfacht sich
Die Auftragsentwicklung verlief deutlich positiver. Im vierten Quartal 2025 verzeichnete Nel einen Auftragseingang von 686 Millionen NOK – eine Steigerung um 364 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der gesamte Auftragsbestand erreichte zum Jahresende 1,319 Milliarden NOK und lag damit 34 Prozent über dem dritten Quartal 2025.
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Die PEM-Sparte sicherte sich dabei einen Auftragsbestand von 878 Millionen NOK. Dazu zählten ein 40-MW-Vertrag mit HYDS im Wert von über 50 Millionen US-Dollar sowie eine dritte MC500-Einheit für H2 Energy aus der Schweiz. Auf die alkalische Sparte entfielen 440 Millionen NOK.
Kostensenkung und Liquiditätspolster
Nel reagierte auf die verzögerten Investitionsentscheidungen in der Branche mit Anpassungen. Die Belegschaft wurde von 430 auf 346 Vollzeitkräfte reduziert, was die jährlichen Personalkosten um 12 Prozent senkte. Die Liquidität blieb mit 1,617 Milliarden NOK komfortabel.
Am 6. Mai 2026 will das Unternehmen seine neue druckbasierte alkalische Elektrolyseur-Plattform kommerziell einführen. Das vom EU-Innovationsfonds geförderte System soll den Platzbedarf um 80 Prozent reduzieren und die Systemkosten um 40 bis 60 Prozent senken. Ob dies die Wende bringt, hängt davon ab, wie schnell sich die Investitionsstaus in der Wasserstoffwirtschaft lösen.
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