Silber: Crash mit Fragezeichen

Der Silbermarkt erlebte einen massiven Preissturz durch Zwangsverkäufe, während die physische Nachfrage aus der Industrie stabil blieb und die Lagerbestände schrumpfen.

Kurz zusammengefasst:
  • Preis fiel um 40 Prozent vom Rekordhoch
  • Margin Calls lösten Verkaufskaskade aus
  • Physische Lagerbestände gehen weiter zurück
  • Industrielle Nachfrage bleibt intakt

Der Silbermarkt erlebt seinen brutalsten Ausverkauf seit Jahren. Innerhalb weniger Tage brach der Preis um rund 40 Prozent vom Rekordhoch Ende Januar ein – ein Crash-Szenario, das selbst erfahrene Rohstoffhändler überraschte. Doch während die Panik an den Terminbörsen eskalierte, blieb die physische Nachfrage robust. Ein Widerspruch, der Fragen aufwirft.

Die wichtigsten Fakten:
– Silberpreis fiel seit Rekordhoch Ende Januar um rund 40 Prozent
– Aktueller Kurs: 73,80 USD (nach zwischenzeitlich deutlich tieferen Notierungen)
– Wochenverlust: -13,33 Prozent
– Lagerbestände in Shanghai fallen trotz Preisrutsch von 450 auf 423 Tonnen

Silber Preis

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Margin Calls lösen Verkaufskaskade aus

Der dramatische Einbruch hat seinen Ursprung in einer toxischen Mischung aus spekulativer Überhitzung und erzwungenen Liquidationen. Nach der Rally 2025 und Anfang 2026 erhöhten Terminbörsen die Margin-Anforderungen für Silber-Futures. Gehebelte Positionen mussten geschlossen werden – oft zu jedem Preis. Die Folge: Eine Verkaufskaskade, die sich selbst verstärkte.

Zusätzlicher Druck kam von der makroökonomischen Seite. Spekulationen über einen restriktiveren Kurs der US-Notenbank stärkten den Dollar und machten zinslose Edelmetalle unattraktiver. Die Kombination aus technischen Zwangsverkäufen und fundamentalen Sorgen traf den engen Silbermarkt härter als Gold.

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Physischer Markt bleibt knapp

Während die Futures-Märkte zusammenbrachen, zeigt der physische Handel ein komplett anderes Bild. Die Lagerbestände an der Shanghai Futures Exchange schrumpfen weiter – von knapp 450 auf rund 423 Tonnen. Offenbar nutzen industrielle Abnehmer die günstigen Preise, um sich einzudecken.

Die fundamentale Nachfrage aus Photovoltaik, Elektronik und Elektromobilität bleibt intakt. China, einer der größten Verbraucher, kämpft mit einem strukturellen Defizit. Mehr als die Hälfte des weltweiten Silberverbrauchs entfällt auf industrielle Anwendungen – ein Puffer, der bei früheren Korrekturen stabilisierend wirkte.

Diskrepanz zwischen Papier und Metall

Die extreme Volatilität offenbart die Sollbruchstelle des modernen Rohstoffhandels: Die Kluft zwischen finanzmarktgetriebenen Futures und der realen Nachfrage. Während spekulative Händler in Panik ihre Positionen auflösen, zeigt sich die industrielle Basis widerstandsfähiger als erwartet. Ob die physische Nachfrage stark genug ist, um den spekulativen Verkaufsdruck dauerhaft zu absorbieren, entscheidet sich in den kommenden Handelstagen.

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