Evotec Aktie: Analyst ruft 10 Euro aus

Die Privatbank Berenberg empfiehlt den Kauf der Evotec-Aktie mit einem ambitionierten Kursziel. Der Markt reagierte zunächst euphorisch, doch der Kurs ringt um Richtung. Ein kürzlicher Verkauf stärkt die Bilanz.

Kurz zusammengefasst:
  • Berenberg nimmt Coverage mit Kaufempfehlung auf
  • Kursziel von 10 Euro impliziert hohes Potenzial
  • Verkauf von Toulouse-Standort stärkt Bilanz
  • Management erwartet hohe Meilensteinzahlungen

Lange Zeit kannten die Papiere des Hamburger Wirkstoffforschers nur den Weg nach unten, doch nun sorgt eine frische Analyse der Privatbank Berenberg für neue Fantasie. Mit einem ambitionierten Kursziel stellt Analyst Christian Ehmann ein massives Aufwärtspotenzial in den Raum. Doch die Reaktion der Anleger fällt zwiespältig aus: Nach einem ersten Kurssprung ringt die Aktie aktuell um eine klare Richtung.

Kaufempfehlung sorgt für Bewegung

Am Dienstag nahm Berenberg die Coverage der Evotec-Aktie mit einer klaren Kaufempfehlung („Buy“) auf. Das ausgegebene Kursziel von 10 Euro impliziert vom aktuellen Niveau aus ein erhebliches Aufwärtspotenzial. Analyst Christian Ehmann begründet seinen Optimismus mit der strategischen Positionierung des Unternehmens. Evotec befinde sich genau am Schnittpunkt zweier entscheidender Trends: dem wachsenden Bedarf der Pharmaindustrie an Outsourcing und dem Zwang zu kosteneffizienter Forschung. Selbst bei einer bloßen Normalisierung der Nachfrage biete die derzeitige Bewertung der Aktie Spielraum nach oben.

Evotec

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Der Markt reagierte zunächst euphorisch auf diese Einschätzung. Am Dienstag schoss der Kurs um rund 9,5 Prozent auf 6,46 Euro nach oben und setzte sich zeitweise an die Spitze des TecDAX. Doch die Bullen konnten das Momentum nicht halten. Bereits in den Folgetagen setzten Gewinnmitnahmen ein, die den Kurs wieder unter die charttechnisch relevante 200-Tage-Linie drückten.

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Liquiditätsspritze durch Sandoz-Deal

Fundamental wird die Investmentstory durch den kürzlich abgeschlossenen Verkauf des Standorts in Toulouse (J.POD) an Sandoz gestützt. Diese Transaktion, die Ende 2025 finalisiert wurde, stärkt die Bilanz erheblich. Evotec erhält einen Upfront-Kaufpreis von rund 350 Millionen US-Dollar. Zusätzlich wurden Umsatzverpflichtungen von über 300 Millionen US-Dollar für die kommenden Jahre sowie Royalty-Rechte auf zehn Biosimilars vereinbart.

Auch operativ gab es zuletzt positive Signale aus der Partnerschafts-Pipeline. So flossen im November 5 Millionen US-Dollar Meilensteinzahlung von Bristol Myers Squibb, während der Partner Bayer im Dezember eine Phase-2-Studie für einen gemeinsam entwickelten Antikörper startete. Das Management erwartet bis 2028 kumulative Meilenstein- und Royalty-Einnahmen von über 500 Millionen Euro aus der bestehenden Pipeline.

Blick auf die Zahlen

Für das laufende Jahr peilt Evotec einen Konzernumsatz zwischen 760 und 800 Millionen Euro an, bei einem bereinigten EBITDA von 30 bis 50 Millionen Euro. Ob die eingeleiteten Effizienzmaßnahmen und die strategische Neuausrichtung die Profitabilität nachhaltig verbessern, wird sich am 08. April 2026 zeigen. An diesem Datum veröffentlicht das Unternehmen seinen detaillierten Jahresfinanzbericht für 2025, der Anlegern Klarheit über die finanzielle Gesundheit des Konzerns geben dürfte.

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