Deutsche Bank Aktie: Rekordgewinn voraus

Die Deutsche Bank meldet voraussichtlich den höchsten Jahresüberschuss seit Jahren. Gleichzeitig stehen Lohnforderungen und diplomatische Spannungen im Fokus.

Kurz zusammengefasst:
  • Erwartung von knapp sechs Milliarden Euro Nettogewinn
  • Gewerkschaft fordert sieben Prozent mehr Lohn
  • CEO Sewing distanziert sich von Analystenreport
  • Weitere Aktienrückkäufe und höhere Dividende geplant

Die Deutsche Bank steht vor einem historischen Moment. Am Donnerstag präsentiert das Institut Zahlen, die den höchsten Jahresüberschuss seit über einem Jahrzehnt zeigen könnten. Analysten erwarten knapp 6 Milliarden Euro Nettogewinn für 2025. Doch während die Bilanz glänzt, braut sich an anderer Stelle Unruhe zusammen.

Die wichtigsten Fakten:
– Erwartet wird der höchste Jahresgewinn seit mindestens 2015
– Analysten rechnen mit 0,72 USD Gewinn pro Aktie im Q4
– Gewerkschaft DBV fordert 7% Lohnerhöhung für bis zu 8.000 Mitarbeiter
– CEO Sewing musste sich bei US-Finanzminister Bessent persönlich erklären

Deutsche Bank

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Was hinter den Zahlen steckt

Die Prognose von knapp 6 Milliarden Euro Nettogewinn markiert einen Wendepunkt. Bereits im dritten Quartal 2025 überraschte die Bank mit 0,89 Euro Gewinn pro Aktie – deutlich über den erwarteten 0,71 Euro. Das Investment Banking läuft auf Hochtouren, die Kostenkontrollen greifen, die CET1-Kapitalquote liegt solide bei rund 14,5 Prozent.

Zacks Investment Research reagierte Mitte Januar mit einer Heraufstufung auf „Buy“. Die Begründung: Die Gewinnschätzungen für 2025 wurden in den vergangenen drei Monaten um 3,7 Prozent nach oben korrigiert. Auch Barclays und Morgan Stanley bleiben optimistisch – mit „Strong Buy“ respektive „Overweight“.

Gewerkschaft fordert ihren Anteil

Parallel zu den Rekorderwartungen fordert die Gewerkschaft DBV eine Lohnerhöhung von 7 Prozent. Betroffen wären bis zu 8.000 Beschäftigte der Deutsche Bank Gruppe, darunter Mitarbeiter von Postbank und weiteren Töchtern. Die Verhandlungen sollen im Frühjahr beginnen. Ein Kommentar der Bank steht bislang aus.

Die Forderung kommt zu einem heiklen Zeitpunkt: Einerseits rechtfertigen Rekordgewinne höhere Gehälter, andererseits bilden strikte Kostenkontrollen das Rückgrat der aktuellen Strategie unter CEO Christian Sewing.

Diplomatischer Zwischenfall in Davos

Für Schlagzeilen sorgte ein anderer Vorfall. Ein Analyst der Deutschen Bank hatte in einem Report angedeutet, europäische Investoren könnten US-Staatsanleihen abstoßen – als Reaktion auf die Greenland-Kontroverse. US-Finanzminister Scott Bessent enthüllte beim Weltwirtschaftsforum in Davos, dass Sewing ihn persönlich angerufen habe, um sich von der Analyse zu distanzieren.

Bessent bezeichnete die mediale Aufbereitung als „Fake News“. Der Vorfall zeigt, wie empfindlich das Verhältnis zwischen europäischen Großbanken und der neuen US-Administration geworden ist.

Aktionäre profitieren weiter

Die Kapitalrückführung bleibt zentrales Element der Strategie. Im Oktober 2025 schloss die Bank ihr zweites Aktienrückkaufprogramm über 250 Millionen Euro ab. Für 2026 rechnen Analysten mit weiteren Rückkäufen im Volumen von durchschnittlich 1,5 Milliarden Euro. Die Dividende soll von 1,00 Euro auf 1,20 Euro steigen.

Mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,82 bleibt die Bewertung moderat. Der Konsens sieht für 2026 einen Gewinn pro Aktie von 3,35 Euro vor, für 2027 werden 3,89 Euro erwartet. Am Donnerstag zeigt sich, ob die Deutsche Bank diese Erwartungen untermauern kann.

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