Adidas greift weiter zur Selbsthilfe: Der Konzern kauft seit Anfang Februar eigene Aktien zurück – und will die Papiere anschließend einziehen. Das reduziert die Zahl der ausstehenden Anteile und kann den Gewinn je Aktie rechnerisch stützen. Doch wie viel Schub steckt kurzfristig wirklich in diesem Programm?
Die Fakten im Überblick
- Rückkaufprogramm: bis zu 1 Mrd. Euro bis Ende 2026
- Erste Tranche: bis zu 500 Mio. Euro, befristet bis Mitte März 2026
- Stand 13.02.2026: 1.316.082 Aktien zurückgekauft
- Handelsplatz-Schwerpunkt: Xetra
- Nächster wichtiger Termin: 04. März 2026 (geprüfte 2025er-Zahlen + Ausblick)
In der zuletzt berichteten Woche lagen die volumengewichteten Durchschnittskurse der Rückkäufe laut Mitteilung in einer Spanne von rund 153 bis 156 Euro. Genau in diesem Bereich bewegt sich die Aktie auch aktuell: Mit 154,95 Euro notiert sie nahe der Rückkaufzone und nur knapp über dem gestrigen Schluss (154,05 Euro).
Warum Adidas sich das leisten kann
Der Rückkauf ist nicht aus der Luft gegriffen, sondern wird durch die operative Entwicklung untermauert. Nach vorläufigen Zahlen erzielte Adidas 2025 einen Rekordumsatz von 24,8 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis stieg deutlich auf 2,06 Mrd. Euro. Diese Basis liefert dem Konzern die nötige Liquidität, um das Programm umzusetzen.
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Kursbild: Erholung, aber noch kein Befreiungssignal
Trotz der Rückkäufe bleibt das Kursbild gemischt. Auf 12-Monats-Sicht liegt die Aktie 40,50% im Minus und damit deutlich unter dem 52‑Wochen‑Hoch von 260,40 Euro. Gleichzeitig hat sich der Kurs vom 52‑Wochen‑Tief bei 143,50 Euro wieder etwas gelöst (Abstand: +7,98%). Auch der Blick auf den Trend dämpft die Euphorie: Der Kurs liegt unter dem 200‑Tage‑Durchschnitt (176,07 Euro) und auch leicht unter der 50‑Tage‑Linie.
Der Rückkauf kann in so einer Lage zwar Nachfrage in den Markt bringen – eine Richtungsentscheidung dürfte aber eher von den nächsten harten Fakten abhängen.
Zum konkreten Taktgeber wird deshalb der 04. März 2026: Dann legt Adidas die vollständigen, geprüften Zahlen für 2025 vor und präsentiert den Ausblick. Bis dahin bleiben die wöchentlichen Rückkauf-Updates das wichtigste Signal dafür, wie konsequent der Konzern das Programm in der ersten Tranche tatsächlich abarbeitet.
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