Ubisoft zieht die Reißleine und konzentriert sich künftig konsequent auf seine zugkräftigsten Marken. Nach einer Phase der Überexpansion setzt CEO Yves Guillemot nun alles auf Assassin’s Creed und Far Cry, während Randprojekte massiv gestrichen werden. Kann Ubisoft mit dieser Rückbesinnung auf alte Stärken die operative Wende erzwingen?
Fokus auf Blockbuster-Marken
Das Management bestätigte die aktive Entwicklung mehrerer Großprojekte innerhalb der Kern-Franchises. Für die Far Cry-Reihe befinden sich derzeit zwei Titel in Arbeit: Ein klassischer Hauptteil unter dem Projektnamen „Blackbird“ sowie der Multiplayer-Extraktions-Shooter „Maverick“.
Besonders das Assassin’s Creed-Universum steht im Zentrum der Strategie, nachdem die Franchise 2025 eine Basis von über 30 Millionen Spielern erreichte. Geplant sind unter anderem das Multiplayer-Projekt „Invictus“, das für 2027 angesetzte „Hexe“ sowie ein Remake von „Black Flag“.
Radikaler Sparkurs und Projektstopps
Die Konzentration auf Flaggschiff-Marken geht mit dem Abbruch zahlreicher Nebenprojekte einher. Gestoppt wurden unter anderem das Web3-Blockchain-Spiel „Singularity“ sowie das Kooperationsprojekt „League“. Guillemot räumte ein, dass das Unternehmen während der Pandemie zu viele Projekte startete und dabei eine Nachfrage unterstellte, die sich nachhaltig nicht einstellte.
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Insgesamt strebt Ubisoft Kostensenkungen in Höhe von 200 Millionen Euro an. Dies soll durch eine agile Reorganisation in fünf kreative Einheiten, Projektanpassungen und gezielte Entlassungen erreicht werden.
Stellenabbau und interne Spannungen
Die Umstrukturierung führt bereits zu personellen Einschnitten. Bei Ubisoft Toronto wurden zuletzt 40 Stellen gestrichen, wobei die Entwicklung am „Splinter Cell“-Remake auf Basis der Snowdrop-Engine fortgesetzt wird.
Dieser Kurs sorgt für erhebliche Spannungen innerhalb der Belegschaft. Mitte Februar kam es in Frankreich und Italien zu Streiks, mit denen Mitarbeiter gegen den Stellenabbau und die neuen Homeoffice-Regelungen protestierten. Der Erfolg der neuen Strategie hängt nun maßgeblich davon ab, ob die ambitionierte Release-Pipeline – insbesondere mit dem für 2027 geplanten Großprojekt „Hexe“ – termingerecht und in hoher Qualität realisiert werden kann.
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