Nel ASA präsentiert heute Zahlen, die auf den ersten Blick erschrecken, bei genauerem Hinsehen aber eine klare Strategie offenbaren. Ein massiver Buchungsverlust drückt das Ergebnis tief in den roten Bereich, während die Auftragsbücher sich so schnell füllen wie selten zuvor. Anleger müssen nun bewerten: Ist dies die finale Bereinigung vor dem technologischen Neustart?
Radikaler Schnitt in der Bilanz
Das norwegische Wasserstoff-Unternehmen meldet für das vierte Quartal 2025 einen Nettoverlust von 870 Millionen NOK – eine drastische Ausweitung gegenüber dem Minus von 64 Millionen NOK im Vorjahr. Dieser Einbruch ist jedoch primär buchhalterischer Natur. Verantwortlich ist eine Wertberichtigung (Impairment) in Höhe von 799 Millionen NOK.
Der Hintergrund dieser Abschreibung ist strategisch relevant: Nel hat im Dezember die finale Investitionsentscheidung für seine neue Druck-Alkali-Technologie getroffen. Diese nächste Generation entwertet faktisch die bisherigen Anlagen und Technologien in der Bilanz. Das Management räumt hier also die Altlasten ab, um den Weg für die effizientere Produktion im Werk Herøya frei zu machen.
Umsatz schwächelt, Nachfrage explodiert
Während der Umsatz im Jahresvergleich um 20 Prozent auf 330 Millionen NOK zurückging, liefert die Vertriebsseite ein starkes Signal der Erholung. Der Auftragseingang schoss um beachtliche 364 Prozent auf 686 Millionen NOK nach oben. Dies markiert den zweithöchsten Quartalswert in der Unternehmensgeschichte.
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Besonders die PEM-Sparte stach hervor und sicherte sich den bisher größten Einzelauftrag über 50 Millionen USD. Auch der Auftragsbestand konnte sich erholen und kletterte im Vergleich zum Vorquartal um 34 Prozent auf über 1,3 Milliarden NOK. Die Nachfrage scheint also trotz der Übergangsphase intakt zu sein.
Fokus auf den Mai-Launch
Trotz des hohen ausgewiesenen Verlusts bleibt die finanzielle Basis stabil. Die Cash-Position liegt bei soliden 1,6 Milliarden NOK, was dem Unternehmen ausreichend Spielraum für die anstehende Markteinführung gibt. Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) verharrte bei minus 36 Millionen NOK.
CEO Håkon Volldal richtet den Blick nun strikt nach vorne. Am 6. Mai 2026 soll die neue Generation der Druck-Alkali-Elektrolyseure offiziell kommerziell starten. Die Prototypen haben die Tests bereits erfolgreich absolviert und die Erwartungen laut Unternehmensangaben übertroffen. Ob die neue Technologie die hohen Vorschusslorbeeren rechtfertigt, wird sich im laufenden Geschäftsjahr zeigen müssen, wenn aus den neuen Aufträgen auch profitable Umsätze entstehen sollen.
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