ASML Aktie: Paradoxer Ausverkauf!
ASML übertrifft Erwartungen und hebt Jahresprognose an, doch die Aktie verliert aufgrund von Befürchtungen über strengere Exportkontrollen deutlich an Wert.

Kurz zusammengefasst
- Erstmals mehr Umsatz mit Speicher- als mit Logikchips
- Umsatz- und Gewinnprognose für 2026 nach oben korrigiert
- China-Anteil an Systemverkäufen halbiert sich
- Analysten reagieren mit höheren Kurszielen
Starke Zahlen, eine angehobene Prognose und ein historischer Meilenstein. Eigentlich lieferte ASML im ersten Quartal 2026 alles, was Anleger sehen wollen. Dennoch schickte der Markt die Papiere am Tag der Veröffentlichung um sechs Prozent in den Keller. Die Angst vor strengeren Exportkontrollen überschattete die operativen Erfolge.
Speicherchips überholen Logik
Im Hintergrund vollzieht sich ein bemerkenswerter Wandel. Erstmals in der Unternehmensgeschichte machten Anlagen für Speicherchips mit 51 Prozent den Löwenanteil der Systemverkäufe aus. Im Vorquartal lag dieser Wert noch bei 30 Prozent.
Treiber dieser Entwicklung sind Hersteller wie SK Hynix, Samsung und Micron. Sie benötigen die teuren EUV-Maschinen dringend für neue Speicherstandards. Diese Chips sind unverzichtbar für die stark nachgefragten KI-Beschleuniger von Nvidia und AMD.
Auch die nackten Zahlen überzeugten. Der Nettoumsatz kletterte auf 8,8 Milliarden Euro, der Gewinn erreichte 2,8 Milliarden Euro. Beide Werte übertrafen die Markterwartungen deutlich.
Prognose steigt, China-Geschäft schrumpft
Das Management blickt nun noch optimistischer auf das Gesamtjahr. ASML erwartet für 2026 einen Umsatz von bis zu 40 Milliarden Euro. Zuvor lag die Obergrenze eine Milliarde darunter. Finanzchef Roger Dassen begründete das Plus vor allem mit einer starken Nachfrage außerhalb Chinas.
Das Reich der Mitte verliert indes an Gewicht. Der Anteil Chinas an den Systemverkäufen fiel von 36 Prozent im Vorquartal auf nun 19 Prozent. CEO Christophe Fouquet betonte, die neue Jahresprognose decke auch mögliche Verschärfungen der Exportkontrollen ab.
Analysten wischen Sorgen beiseite
Während nervöse Anleger Gewinne mitnahmen, reagierten Analysten prompt mit Kaufempfehlungen. Berenberg hob das Kursziel auf 1.570 Euro an, die Deutsche Bank sieht die Aktie nun bei 1.600 Euro.
Trotz des jüngsten Rücksetzers steht die ASML-Aktie glänzend da. Zum Wochenschluss notierte das Papier bei 1.228,40 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Kursplus auf beachtliche 24 Prozent. Der Kurs hält sich damit stabil über der 50-Tage-Linie von rund 1.196 Euro.
Das fundamentale Bild bleibt intakt. Die Halbleiterindustrie baut ihre Kapazitäten für den KI-Boom massiv aus. ASML plant deshalb, die Auslieferung seiner Low-NA-Systeme bis 2027 auf mindestens 80 Maschinen pro Jahr hochzufahren.
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