Lynas Rare Earths geriet heute kräftig unter Verkaufsdruck und gehörte zu den schwächsten Werten am australischen Markt. Auslöser war ein breiter Rücksetzer im Minensektor – verschärft durch neue US-Politik zur Absicherung kritischer Rohstoffe. Dazu kamen Signale aus Malaysia, die für den Betreiber einer großen Verarbeitungsanlage im Land nicht unwichtig sind.
Wichtige Eckdaten:
– Lynas: 14,74 AUD (-7,93%)
– S&P/ASX 200: -0,43% auf 8.889,20 Punkte
– MP Materials (USA): -6,28% zum Mittwochsschluss
US-Projekt „Vault“ sorgt für Nervosität
Im Mittelpunkt steht „Project Vault“, das die US-Regierung Anfang der Woche vorgestellt hat. Das Programm umfasst 12 Milliarden US-Dollar, darunter 10 Milliarden US-Dollar Finanzierung über die Export-Import Bank. Ziel: ein strategischer Vorrat kritischer Mineralien, um aus US-Sicht ausländische Dominanz in Lieferketten zu begrenzen.
Am Markt kam das nicht nur als Unterstützung für Produzenten außerhalb Chinas an. Anleger reagierten auch auf die Sorge, dass staatlich organisierte Vorratskäufe und mögliche Preisuntergrenzen den Markt stärker lenken könnten – und damit kurzfristig das Aufwärtspotenzial kommerzieller Minenwerte begrenzen.
Malaysia will mehr Wertschöpfung im Land
Zusätzliche Aufmerksamkeit bekam Lynas durch Aussagen aus Malaysia. Wirtschaftsminister Akmal Nasrullah betonte heute, Malaysia wolle künftig mehr nachgelagerte Wertschöpfung aus kritischen Mineralien im Land halten, statt vor allem als Exporteur von Rohstoffen zu fungieren. Gleichzeitig nannte er das Ziel, bis 2030 eine wichtigere Rolle in der globalen Lieferkette einzunehmen.
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Für Lynas ist das relevant, weil das Unternehmen in Malaysia eine zentrale Verarbeitungsanlage betreibt. Entsprechend genau schauen Investoren darauf, ob sich daraus Änderungen bei Rahmenbedingungen oder Anforderungen an die Verarbeitung ergeben könnten.
Schwacher Rohstoffsektor belastet zusätzlich
Der Rückgang passte in ein insgesamt negatives Bild für Rohstoffwerte im ASX-200-Umfeld. Auch andere Teilbereiche gerieten unter Druck: Uranwerte fielen ebenfalls deutlich, Paladin Energy verlor dabei fast 9%.
Auffällig ist, dass der Kursrutsch bei Lynas und der bereits gestern schwache Handel bei MP Materials zeitlich eng zusammenfallen. Das deutet darauf hin, dass Investoren die Bewertungen im Bereich strategischer Mineralien gerade neu sortieren, während sie die Folgen des neuen US-Eingreifens in den Markt einpreisen.
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