Mercedes-Benz Aktie: Betriebsrat schlägt Alarm

Der Betriebsratschef des Autobauers warnt öffentlich vor den Konsequenzen der anhaltenden Gewinnrückgänge und fordert mehr Transparenz vom Management.

Kurz zusammengefasst:
  • Betriebsratschef warnt vor wirtschaftlichen Angriffen
  • Gewinn des Konzerns halbierte sich 2025
  • Aktienrückkauf läuft trotz Krise weiter
  • Börsenkurs fällt auf unter 58 Euro

Die Stimmung beim Stuttgarter Autobauer wird rauer. Betriebsratschef Ergun Lümali warnt öffentlich vor den Folgen der anhaltenden Gewinneinbrüche – und legt sich dabei mit dem Management an. Die Belegschaft am traditionsreichen Standort Sindelfingen sei zunehmend verunsichert, so Lümali gegenüber regionalen Zeitungen. Der Grund: Rückgänge bei Absatz, Umsatz und Gewinn würden meist unweigerlich mit Kostensenkungen einhergehen.

Besonders brisant: Lümali spricht von „wirtschaftlichen Angriffen“, insbesondere aus China und den USA. Als stark exportabhängiger Standort spüre man Handelsbarrieren unmittelbar. Im Werk Sindelfingen, wo über 30.000 Menschen unter anderem die S-Klasse produzieren, stehe man unter massivem Druck bei Effizienz, Tempo und Kosteneinsparungen.

Mercedes-Benz

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Warnung vor Entscheidungen mit der Brechstange

Der Betriebsratschef macht deutlich, wo seine rote Linie verläuft: „Was wir aber nicht akzeptieren, sind Entscheidungen mit der Brechstange über die Köpfe der Beschäftigten hinweg, die Neuanläufe und die Zukunftsfähigkeit des Standorts gefährden könnten.“ Lümali fordert schnelle Transparenz, klare Zielbilder und verbindliche Abstimmungen mit dem Betriebsrat.

Die Zahlen geben dem Betriebsrat Grund zur Sorge: Der DAX-Konzern hatte 2025 einen Gewinneinbruch um knapp die Hälfte hinnehmen müssen. Bereits 2024 war der Gewinn deutlich zurückgegangen. Mercedes reagierte darauf mit einem Sparprogramm, um die Profitabilität wiederherzustellen.

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Aktienrückkauf läuft trotz Krise weiter

Parallel zum Kostendruck setzt Mercedes den laufenden Aktienrückkauf fort. In der letzten Februarwoche 2026 erwarb der Konzern weitere 716.014 eigene Aktien zu einem durchschnittlichen Kurs von rund 58,85 Euro. Seit Programmstart am 3. November 2025 wurden damit insgesamt 11,46 Millionen Aktien zurückgekauft.

Die Börse reagiert nervös: Am Montag fiel die Mercedes-Benz-Aktie im XETRA-Handel um 2,93 Prozent auf 57,27 Euro. Im vorbörslichen Handel auf Tradegate waren es sogar rund 2,8 Prozent Minus. Die Bank of America meldete zeitgleich eine leicht erhöhte Position über Finanzinstrumente – der Gesamtanteil an Stimmrechten liegt nun bei 5,22 Prozent, davon 5,01 Prozent über Instrumente wie Call-Optionen und Swaps.

Die Gemengelage aus Gewinneinbruch, Handelsbarrieren und internem Konflikt zwischen Management und Belegschaft dürfte die Aktie kurzfristig weiter belasten. Ob das laufende Sparprogramm ausreicht, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen, bleibt offen.

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