Nordex schreibt Geschichte: Nach über 30 Jahren an der Börse führt der Windkraftanlagenbauer erstmals eine Ausschüttungspolitik ein. Ab 2027 fließen mindestens 50 Millionen Euro jährlich an die Aktionäre – per Dividende oder Rückkauf. Der Schritt kommt nicht von ungefähr: Das Unternehmen hat seine operative Marge binnen Jahresfrist mehr als verdoppelt und meldet Rekordaufträge. Ein aktueller 56-MW-Deal mit 20-jährigem Servicevertrag zeigt, dass die Strategie aufgeht.
Vom Verlustreiter zum Dividendenzahler
Die Transformation ist bemerkenswert. Nordex steigerte die EBITDA-Marge 2025 von 4,1 auf 8,4 Prozent. Der Umsatz kletterte auf 7,6 Milliarden Euro, der Auftragseingang erreichte mit 10,2 Gigawatt einen neuen Höchststand – ein Plus von 22,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allein im vierten Quartal lagen die Bestellungen bei 3,6 Gigawatt.
Die neue Ausschüttungspolitik markiert einen Wendepunkt. Sie öffnet die Tür für dividendenorientierte Investoren, die Nordex bisher gemieden haben. Das Management setzt damit ein klares Signal: Die Jahre der Verluste sind vorbei, die Profitabilität ist gekommen, um zu bleiben.
Servicegeschäft als strategisches Fundament
Der jüngste Auftrag von Qualitas Energy Deutschland illustriert die Strategie. Für den Windpark „Wippershainer Höhe“ in Hessen liefert Nordex acht Turbinen des Typs N163/6.X auf 164 Meter hohen Hybridtürmen. Inbetriebnahme ist Ende 2027 geplant.
Entscheidender als das 56-Megawatt-Volumen ist der Premium-Wartungsvertrag über 20 Jahre. Dieses Servicegeschäft generiert planbare, wiederkehrende Einnahmen mit attraktiven Margen. Es dämpft die Abhängigkeit vom zyklischen Projektgeschäft und stabilisiert die Ergebnisse langfristig. In Deutschland erreichte Nordex 2025 einen Marktanteil von 31,5 Prozent bei Onshore-Installationen.
Ambitionierte Ziele für 2026
Für das laufende Jahr peilt das Management einen Umsatz zwischen 8,2 und 9,0 Milliarden Euro an – ein Wachstum von bis zu 19 Prozent. Die EBITDA-Marge soll auf 8 bis 11 Prozent steigen. Mittelfristig strebt Nordex sogar 10 bis 12 Prozent über den Zyklus an. Das Investitionsbudget liegt bei rund 200 Millionen Euro.
Die Delta4000-Plattform hat sich als zentraler Treiber erwiesen. Sie ermöglicht kosteneffiziente Lösungen in Europa und Nordamerika, ohne dass kurzfristig neue Plattformen nötig sind. Das Preisumfeld blieb im vierten Quartal stabil, während der Wert des Auftragseingangs um knapp zehn Prozent auf 3,2 Milliarden Euro kletterte.
Rückenwind durch Energiewende und KI-Boom
Nordex profitiert von einem günstigen Umfeld. Sinkende Zinsen erleichtern die Finanzierung von Windprojekten, während der explodierende Energiebedarf durch KI-Rechenzentren die Nachfrage nach erneuerbarer Energie antreibt. Seit 1985 hat das Unternehmen über 64 Gigawatt Windenergieleistung in mehr als 40 Märkten installiert.
Die Aktie hat die operative Wende bereits eingepreist. Nach einem Tief von 14,20 Euro im April 2025 markierte sie Anfang März ein Zehn-Jahres-Hoch bei 43,38 Euro. Am 27. April folgen die Quartalszahlen – sie werden zeigen, ob Nordex den ambitionierten Pfad halten kann.
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