BASF hat 2025 mehr Kosten gesenkt als geplant – doch das operative Ergebnis enttäuschte trotzdem. Der Chemiekonzern erhöht nun erneut die Sparvorgaben und stellt sich auf ein schwieriges 2026 ein. Die Aktie reagierte mit deutlichen Verlusten.
Operatives Ergebnis verfehlt Erwartungen
Das EBITDA vor Sondereinflüssen erreichte 2025 mit 6,6 Milliarden Euro weder die eigene Prognosespanne von 6,7 bis 7,1 Milliarden Euro noch den Analystenkonsens. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang um 9,5 Prozent. Der Umsatz schrumpfte auf knapp 59,7 Milliarden Euro, belastet durch niedrigere Verkaufspreise und negative Währungseffekte.
Unter dem Strich stieg der Nettogewinn allerdings von 1,3 Milliarden auf 1,6 Milliarden Euro. Verantwortlich dafür waren vor allem ein Sonderertrag aus dem Verkauf des Baufarbengeschäfts an Sherwin-Williams sowie eine Zahlung des Bundes aus Staatsgarantien für frühere Russlandaktivitäten der Tochter Wintershall DEA.
Kostensenkung läuft auf Hochtouren
Bis Ende 2025 hat BASF bereits eine jährliche Kostensenkung von rund 1,7 Milliarden Euro erreicht – 100 Millionen Euro mehr als ursprünglich geplant. Nun hebt der Konzern die Messlatte erneut an: Bis Ende 2026 sollen jährliche Einsparungen von 2,3 Milliarden Euro statt der zuvor anvisierten 2,1 Milliarden Euro realisiert werden.
Zwischen Dezember 2023 und Dezember 2025 reduzierte das Unternehmen die Zahl der Führungskräfte um 11 Prozent. Die Gesamtbelegschaft ging um rund 4.800 Mitarbeitende zurück – ohne Berücksichtigung der rund 1.000 Neueinstellungen am neuen Verbundstandort in China.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BASF?
Breite Prognosespanne für 2026
Für das laufende Jahr erwartet BASF ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 6,2 Milliarden und 7,0 Milliarden Euro. Die Spanne von 800 Millionen Euro spiegelt die hohe Unsicherheit wider. Allein der schwache US-Dollar könnte das operative Ergebnis im ersten Quartal um bis zu 200 Millionen Euro belasten.
„Aus heutiger Sicht rechnen wir kurzfristig weder mit einer nennenswerten Markterholung noch mit einer deutlichen Entspannung der geopolitischen Lage“, sagte Vorstandschef Markus Kamieth. Während die Segmente Nutrition & Care und Chemicals ihre Ergebnisse voraussichtlich deutlich steigern, wird Surface Technologies währungs- und basiseffektbedingt deutlich schwächer abschneiden.
Die Dividende bleibt mit 2,25 Euro je Aktie stabil. Das im Oktober 2025 gestartete Aktienrückkaufprogramm läuft planmäßig – bis Juni 2026 sollen eigene Aktien im Volumen von bis zu 1,5 Milliarden Euro zurückgekauft werden. CFO Dirk Elvermann kündigte zudem an, einen wesentlichen Teil der Erlöse aus Portfoliomaßnahmen zur Bilanzstärkung zu nutzen. Die Nettoverschuldung lag Ende 2025 bei 18,3 Milliarden Euro; zusätzliche Mittel von rund 800 Millionen Euro aus Staatsgarantien werden im ersten Halbjahr 2026 erwartet.
BASF-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BASF-Analyse vom 28. Februar liefert die Antwort:
Die neusten BASF-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BASF-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BASF: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
