AMD Aktie: Rückenwind von mehreren Seiten

AMD profitiert von steigenden CPU-Preisen, einem wachsenden Gesamtmarkt durch Arm und geopolitischer Entspannung. Die Aktie legte deutlich zu, gestützt auf starke Fundamentaldaten.

Andreas Sommer ·
AMD Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Aktie gewinnt über 6 Prozent und knackt 200-Dollar-Marke
  • Arm-Chip-Start vergrößert den Gesamtmarkt für Prozessoren
  • CPU-Preise steigen durch Knappheit und KI-Nachfrage
  • Starke Umsatz- und Gewinnwachstumsprognosen für 2026/27

Geopolitische Entspannung, steigende CPU-Preise und ein neuer Wettbewerber, der den Markt gleichzeitig vergrößert — AMD hat am Mittwoch von einer ungewöhnlichen Kombination positiver Impulse profitiert. Die Aktie legte zeitweise mehr als 6 % zu und überwand dabei kurzzeitig die Marke von 200 Dollar.

Arm greift an — und hilft AMD dabei

Die vielleicht interessanteste Nachricht des Tages kam von einem Konkurrenten. Arm Holdings präsentierte nach 35 Jahren als reines Lizenzunternehmen erstmals einen eigenen Chip: den Arm AGI CPU. Meta Platforms ist der erste Großkunde, weitere frühe Abnehmer sind OpenAI, Cloudflare, SAP, SK Telecom und Cerebras. Der Chip soll mit bis zu 136 Kernen die doppelte Leistung klassischer x86-Prozessoren von Intel und AMD liefern.

Klingt nach schlechten Neuigkeiten für AMD — ist es aber nicht unbedingt. Arm zielt auf einen Marktanteil von 15 % in einem Segment, das sich nach eigener Einschätzung auf 100 Milliarden Dollar vervierfachen soll. Ein wachsender Gesamtmarkt nützt auch dem bisherigen Marktführer im Rechenzentrum-CPU-Segment.

Knappheit treibt Preise

Ein weiterer Kurstreiber: Berichte zufolge planen sowohl AMD als auch Intel, ihre CPU-Preise ab März beziehungsweise April erneut anzuheben. Hintergrund ist eine anhaltende Versorgungsknappheit, die durch die steigende Nachfrage aus dem KI-Bereich entsteht. Die Preise sollen in diesem Jahr bereits um 10 bis 15 % gestiegen sein — mit entsprechend positiven Auswirkungen auf die Margen.

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Hinzu kommt die geopolitische Lage: Berichte über mögliche diplomatische Fortschritte im Iran-Konflikt sorgten für eine spürbare Stimmungsaufhellung im gesamten Technologiesektor. Steigende Ölpreise und Rezessionssorgen hatten Chip-Aktien zuletzt belastet — dieser Druck ließ am Mittwoch nach.

Solide Basis, ambitionierte Prognosen

Das fundamentale Fundament ist dabei durchaus belastbar. AMD erzielte 2025 einen Umsatz von knapp 35 Milliarden Dollar — ein Plus von 34 % gegenüber dem Vorjahr. Der Nettogewinn verdreifachte sich nahezu auf 4,3 Milliarden Dollar. Analysten erwarten für 2026 erneut 34 % Umsatzwachstum, gefolgt von 43 % im Jahr 2027.

Die jüngst geschlossenen Partnerschaften mit OpenAI und Meta — ursprünglich auf GPUs ausgerichtet — enthalten zudem Warrants, die an den AMD-Aktienkurs gekoppelt sind. Beide Unternehmen haben damit ein direktes finanzielles Interesse daran, dass AMD weiter wächst.

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AMD Aktie

188,66 EUR

+ 13,70 EUR +7,83 %
KGV 84,72
Sektor Technologie
Div.-Rendite 0,00 %
Marktkapitalisierung 359,13 Mrd. EUR
ISIN: US0079031078 WKN: 863186

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