Amazon Aktie: Kinoerfolg, Cashflow-Problem
Trotz des erfolgreichsten Kinofilms in der Unternehmensgeschichte steht die Amazon-Aktie unter Druck, da massive Investitionen den freien Cashflow stark belasten.

Kurz zusammengefasst
- Erfolgreichster Amazon MGM-Film mit 300 Millionen Dollar
- Freier Cashflow um 71 Prozent eingebrochen
- Massive Investitionsausgaben von 200 Milliarden Dollar geplant
- Aktie notiert unter 200-Tage-Durchschnitt
„Project Hail Mary“ hat gerade Amazons Kinogeschichte geschrieben – und trotzdem steht die Aktie unter Druck. Der Raumfahrt-Film mit Ryan Gosling ist mit 300,8 Millionen Dollar weltweit der erfolgreichste Kinofilm, den Amazon MGM je produziert hat. An der Börse kommt das kaum an.
Rekord im Kino, Sorgen beim Cashflow
Der Erfolg von „Project Hail Mary“ ist für Amazon mehr als eine Schlagzeile. Es ist das erste Jahr, in dem das Studio nach der 8,5-Milliarden-Dollar-Übernahme von MGM im Jahr 2022 ein vollständiges Kinoprogramm vorlegt – 13 Filme sind für 2026 geplant. Bisherige Versuche im Kinogeschäft liefen schleppend, mehrere Produktionen floppten. Nun liefert der Film mit einem US-Startwochenende von 80,6 Millionen Dollar und einem vergleichsweise geringen Rückgang von 32 Prozent im zweiten Wochenende ein starkes Zeichen.
Amazon MGM argumentiert, dass Kinoerfolge einen Multiplikatoreffekt auf Prime-Video-Abonnements erzeugen. Bis zum Break-even muss der Film laut Branchenschätzungen jedoch mindestens 500 Millionen Dollar einspielen – die Marke ist noch nicht erreicht.
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Investitionskosten belasten
Das eigentliche Problem liegt anderswo. Der freie Cashflow sank in den vergangenen zwölf Monaten auf 11,2 Milliarden Dollar – ein Rückgang von 71 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Treiber ist der massive Anstieg der Investitionsausgaben: Allein der Kauf von Sachanlagen stieg um 50,7 Milliarden Dollar. Für das Gesamtjahr 2026 hat Amazon Investitionsausgaben von 200 Milliarden Dollar angekündigt – ein Niveau, das den freien Cashflow voraussichtlich ins Negative drücken wird.
Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 9 Prozent verloren und notiert deutlich unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts von 193 Euro.
Quartalszahlen als nächster Prüfstein
Ende April legt Amazon die Zahlen für das erste Quartal 2026 vor. Analysten werden vor allem auf das Wachstumstempo bei AWS schauen – im vierten Quartal 2025 lag es bei 24 Prozent – sowie auf Signale, ob der freie Cashflow 2026 seinen Tiefpunkt erreicht und sich 2027 erholen kann. Bis dahin bleibt der Kurs weniger von Kinokassen als von Cloud-Umsätzen abhängig.
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