Rocket Lab USA Aktie: Rekorde – und Rückschlag

Rocket Lab meldet Rekordumsätze und einen großen Satellitenauftrag, doch der Start der Neutron-Rakete verschiebt sich um mehrere Quartale und führt zu höheren Kosten.

Kurz zusammengefasst:
  • Umsatzwachstum von 38 Prozent im Jahr 2025
  • Neutron-Erstflug auf Ende 2026 verschoben
  • Milliardenauftrag für 18 Frühwarnsatelliten
  • Finanzielle Stärke mit hoher Liquidität

Die Zahlen zum vierten Quartal 2025 können sich sehen lassen: Rocket Lab meldete am 26. Februar einen Umsatz von 180 Millionen Dollar – ein Plus von 36 Prozent im Jahresvergleich. Für das Gesamtjahr 2025 stand ein Erlös von 602 Millionen Dollar zu Buche, was einem Wachstum von 38 Prozent entspricht. Die Bruttomarge kletterte auf 38 Prozent, ein Plus von 780 Basispunkten gegenüber dem Vorjahr. Doch während die operative Entwicklung überzeugt, sorgt eine Verzögerung beim Neutron-Projekt für Ernüchterung.

Neutron kommt später – und teurer

Der neue Neutron-Träger, der mittelfristig zur Cash-Maschine werden soll, hebt erst im vierten Quartal 2026 ab. Ursprünglich war der Erstflug für Anfang 2026 geplant gewesen. Der Grund für die Verzögerung: Im Januar platzte ein Tank der ersten Stufe während eines Drucktests. Die Untersuchung ergab einen Fertigungsfehler, der die strukturelle Festigkeit beeinträchtigt hatte. Das Management betont zwar, dass der nächste Tank bereits in Produktion ist und alle Lehren gezogen wurden. Doch Craig-Hallum reagierte verhalten: Die Analysten hoben ihr Kursziel zwar von 55 auf 68 Dollar an, bleiben aber bei ihrer Hold-Einschätzung. Die erwarteten Verluste dürften sich deutlich nach oben korrigieren, heißt es – eine direkte Folge der verschobenen Zeitpläne und der damit verbundenen Mehrkosten.

Rocket Lab USA

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Electron dominiert, Space Systems boomen

Während Neutron noch auf sich warten lässt, läuft das operative Geschäft rund. Die Electron-Rakete absolvierte 2025 insgesamt 21 erfolgreiche Starts – Rekord. Kein anderer kleiner Orbitalträger konnte im vergangenen Jahr überhaupt abheben, was Rocket Lab zum Quasi-Monopolisten im Segment macht. Mehr als 30 neue Startverträge kamen herein, darunter vier weitere Missionen für BlackSky, das damit auf insgesamt 17 gebuchte Electron-Flüge kommt.

Der eigentliche Paukenschlag kam allerdings aus dem Space-Systems-Bereich: Ein Auftrag über 816 Millionen Dollar von der Space Development Agency für den Bau von 18 Frühwarnsatelliten. Damit ist Rocket Lab vom reinen Zulieferer zum Hauptauftragnehmer für komplexe Satellitenkonstellationen aufgestiegen. Der Auftragsbestand schwoll auf 1,85 Milliarden Dollar an – ein Zuwachs von 73 Prozent. Rund 37 Prozent davon sollen in den kommenden zwölf Monaten in Umsatz umgewandelt werden.

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Silicon-Solarzellen für Rechenzentren im All

Parallel zur operativen Ausrichtung arbeitet Rocket Lab an neuen Geschäftsfeldern. Am Donnerstag stellte das Unternehmen Silizium-Solararrays vor, die speziell für Rechenzentren im Orbit konzipiert sind. Die Arrays sollen Gigawatt-Leistung für kilometergroße Datenzentren im All liefern – und das zu niedrigeren Kosten pro Watt als herkömmliche Weltraum-Solartechnik. Der Clou: Silizium reduziert die Abhängigkeit von Gallium-Arsenid und Germanium, deren Lieferketten geopolitisch unter Druck stehen. Rocket Lab betreibt bereits die weltweit größte Produktionskapazität für Gallium-Arsenid-basierte Arrays und baut nun das Portfolio aus.

Liquidität stark, Bewertung ambitioniert

Mit liquiden Mitteln von rund 1,1 Milliarden Dollar steht Rocket Lab finanziell solide da. Die Cash-Position übersteigt die Schulden deutlich, die Current Ratio liegt bei 4,08. Das gibt Spielraum für weitere Zukäufe – zuletzt hatte das Unternehmen Geost, Optical Support und Precision Components übernommen. Auch die anstehende Akquisition der Laser-Optik-Sparte von Mynaric passt ins Bild. Allerdings: Bei einer Marktkapitalisierung von 38,6 Milliarden Dollar und einem KGV, das mangels Gewinn nicht existiert, bleibt die Bewertung sportlich. InvestingPro stuft die Aktie als überbewertet ein. Die Aktie verlor im nachbörslichen Handel am 26. Februar 0,44 Prozent auf 69,89 Dollar – trotz der starken Quartalszahlen.

Für das erste Quartal 2026 stellt das Management Erlöse zwischen 185 und 200 Millionen Dollar in Aussicht, bei einer GAAP-Bruttomarge von 34 bis 36 Prozent. Der bereinigte EBITDA-Verlust soll sich auf 21 bis 27 Millionen Dollar belaufen. Sobald Neutron fliegt und die Entwicklungskosten sinken, dürfte die Profitabilität deutlich zulegen. Bis dahin bleibt die Frage: Rechtfertigt das Wachstum die Bewertung – oder wird die Zeit bis zum ersten Neutron-Start zur Geduldsprobe?

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