Masayoshi Son startet das Jahr 2026 mit einer radikalen Unternehmenstransformation. Durch Investitionen von insgesamt 44 Milliarden US-Dollar in OpenAI und DigitalBridge setzt der japanische Konzern fast seine gesamten Ressourcen auf eine Karte. Während die Vision einer „künstlichen Superintelligenz“ Gestalt annimmt, müssen sich Anleger fragen: Ist diese aggressive Strategie ein genialer Schachzug oder ein riskantes Vabanquespiel mit der Unternehmenssubstanz?
Die 40-Milliarden-Dollar-Wette
SoftBank bestätigte den Abschluss seines Investments in den ChatGPT-Schöpfer OpenAI. Mit einem Gesamtvolumen von 40 Milliarden US-Dollar – bestehend aus Konsortialkrediten und direkten Kapitalinjektionen – sichert sich der Konzern einen Anteil von rund 11 Prozent. Damit positionieren sich die Japaner neben Microsoft als dominierender externer Aktionär im Bereich der generativen KI.
Bemerkenswert ist die Bewertungsgrundlage: Der Deal basiert auf einer Unternehmensbewertung von rund 300 Milliarden US-Dollar (Stand März 2025). Da Sekundärmarkt-Transaktionen den Wert von OpenAI im Oktober bereits auf bis zu 500 Milliarden US-Dollar bezifferten, könnte SoftBank hier bereits theoretische Buchgewinne verzeichnen.
Infrastruktur statt nur Finanzierung
Parallel dazu kündigte SoftBank die Übernahme der DigitalBridge Group für rund 4 Milliarden US-Dollar an. Dieser Schritt markiert einen strategischen Wandel vom reinen Geldgeber zum aktiven Infrastruktur-Betreiber. DigitalBridge verwaltet Vermögenswerte von über 100 Milliarden US-Dollar, darunter Rechenzentren und Glasfasernetzwerke.
Diese Assets sind essenziell für das geplante „Stargate“-Projekt, eine massive Supercomputer-Initiative in Zusammenarbeit mit OpenAI. SoftBank sichert sich damit den direkten Zugriff auf die Hardware-Basis, die für das Training der nächsten KI-Modellgenerationen zwingend erforderlich ist.
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Radikaler Umbau des Portfolios
Zur Finanzierung dieser Offensive trennte sich SoftBank rigoros von erfolgreichen Altbeständen. Der Konzern veräußerte seine verbliebenen Nvidia-Anteile im Wert von knapp 5,8 Milliarden US-Dollar sowie ein großes Aktienpaket an T-Mobile.
Diese Umschichtung offenbart eine konträre Marktwette: Masayoshi Son setzt darauf, dass die Schöpfer der KI-Modelle langfristig mehr Wert generieren als die Chiphersteller. Der Markt reagiert bislang skeptisch auf diesen Kurswechsel. Die Aktie hat seit ihren Höchstständen im Oktober 2025 rund 40 Prozent an Wert verloren, was die Sorgen der Investoren bezüglich der Verschuldung und der enormen Konzentration auf einen einzigen Sektor widerspiegelt.
Der entscheidende Katalysator für das Jahr 2026 dürfte ein möglicher Börsengang von OpenAI sein. Sollte sich die spekulierte Bewertung von einer Billion US-Dollar bei einem Listing bewahrheiten, wäre das 11-Prozent-Paket der Japaner ein massiver Hebel zur Entschuldung. Konkrete Einblicke in die Liquiditätslage nach diesen Transaktionen liefert der nächste Quartalsbericht am 6. Februar 2026.
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