Redcare Pharmacy Aktie: Breakeven rückt näher

Redcare Pharmacy verringert seine Verluste und strebt 2026 die operative Profitabilität an. Die hohe Verschuldung und das erforderliche Wachstumstempo bleiben jedoch kritische Faktoren.

Kurz zusammengefasst:
  • Verluste schrumpfen auf 35 Millionen Euro
  • Analysten erwarten Gewinne ab dem Jahr 2026
  • Hohe Verschuldung als zentrale Herausforderung
  • Ambitioniertes Umsatzwachstum von 62 Prozent nötig

Redcare Pharmacy nähert sich operativ der Nulllinie. Die jüngsten Zahlen zeigen: Die Verluste schrumpfen, und Analysten rechnen damit, dass der Sprung in die Profitabilität schon 2026 gelingt. Entscheidend wird nun, ob das Unternehmen den Wachstumskurs halten kann, ohne die Bilanz zu überdehnen.

Worauf kommt es in den nächsten Quartalen konkret an, damit der erwartete Umschwung wirklich gelingt?

Redcare Pharmacy

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  • Verlust laut Trailing-12-Months: -35 Mio. Euro
  • Verlust im letzten vollen Geschäftsjahr: -45 Mio. Euro
  • Erwartung laut Analystenkonsens: 2025 letztes Verlustjahr, Profitabilität ab 2026
  • Erwartetes Wachstum (Ø, YoY): rund 62%
  • Verschuldung: Debt-to-Equity 75% (über der oft genannten 40%-Marke)
  • Marktkapitalisierung: rund 1,3 Mrd. Euro

Analysten setzen auf 2026

Im Mittelpunkt steht der erwartete Wechsel von Verlusten zu Gewinnen. Laut Konsens der Analysten soll 2025 das letzte Jahr mit roten Zahlen werden. Für 2026 wird ein positives Ergebnis erwartet – damit läge der Breakeven aus heutiger Sicht in etwa innerhalb der nächsten zwölf Monate oder sogar früher.

Die Prognosen setzen allerdings ein kräftiges Tempo voraus. Im Schnitt rechnen die Analysten mit einem Wachstum von rund 62% gegenüber dem Vorjahr. Das ist ambitioniert und erklärt, warum die kommenden Berichte so wichtig werden: Sie müssen zeigen, dass der Wachstumspfad nicht nur geplant, sondern auch geliefert wird.

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Bilanz: Schulden als Stolperstein

Neben dem operativen Fortschritt fällt vor allem die Verschuldung auf. Das Verhältnis von Schulden zu Eigenkapital liegt bei 75% und damit über der häufig als Orientierungsgröße genannten 40%-Schwelle. Für ein Unternehmen, das noch auf dem Weg zur nachhaltigen Profitabilität ist, erhöht das den Druck auf das Kapitalmanagement – insbesondere, wenn das Wachstum weiter investitionsgetrieben bleibt.

Termine und Kennzahlen im Blick

Der nächste wichtige Datenpunkt kommt mit dem Jahresbericht 2025 inklusive Q4-Zahlen, der laut Finanzkalender für morgen angesetzt ist. Danach folgt die Q1-2026-Zwischenmitteilung am 6. Mai.

Mit den Q4-Zahlen dürfte sich zeigen, ob der Kurs Richtung Profitabilität intakt bleibt – vor allem über Umsatzdynamik in den Kernmärkten, die Entwicklung der E-Rezept-Nutzung in Deutschland, Margen und operativen Hebel sowie Cashflow und Schuldenmanagement.

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