Leonardo Aktie: Expansion Asien

Der italienische Rüstungskonzern Leonardo schließt Absichtserklärungen für Trainingsflugzeuge in Indonesien und eine Hubschrauberproduktion in Indien ab. Der Fokus liegt auf der Modernisierung von Streitkräften in der Region.

Kurz zusammengefasst:
  • Absichtserklärung für M-346 F Flugzeuge in Indonesien
  • Partnerschaft für Helikopterfertigung in Indien geplant
  • Markt profitiert von steigenden Verteidigungsbudgets
  • Aktie notierte zuletzt mit Wochenverlust

Leonardo drückt in Asien aufs Tempo. Zwei neue Vorvereinbarungen – für Trainings-/Leichtkampfflugzeuge in Indonesien und eine Helikopter-Produktion in Indien – sollen die Position in einer Region stärken, in der viele Streitkräfte modernisieren. Entscheidend wird nun, wie schnell daraus verbindliche Aufträge werden.

Zwei Deals, ein Ziel: Präsenz ausbauen

Diese Woche kamen gleich zwei Meldungen aus Asien:

Leonardo

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  • Indonesien: Am Mittwoch wurde auf der Singapore Airshow 2026 eine Absichtserklärung (Letter of Intent) mit dem indonesischen Verteidigungsministerium und PT ESystem Solutions bekanntgegeben. Es geht um Lieferung und Unterstützung der M-346 F „Block 20“. Der Typ soll die Flotte modernisieren und verbindet laut Mitteilung Leichtkampffähigkeiten mit fortgeschrittenen Trainingssystemen.
  • Indien: Bereits am Dienstag meldete Leonardo eine strategische Partnerschaft mit Adani Defence & Aerospace. Per Memorandum of Understanding wollen beide Unternehmen ein Helikopter-Fertigungs-Ökosystem in Indien aufbauen. Zum Start stehen die Modelle AW169M und AW109 TrekkerM im Fokus, ausgerichtet auf militärische Anforderungen. Eine spätere Ausweitung in den zivilen Bereich wird als Möglichkeit genannt.

Warum das Timing passt

Der Hintergrund ist ein Sektor, der 2026 weiter Rückenwind haben dürfte. Im Luft- und Verteidigungsbereich treiben steigende Verteidigungsbudgets und geopolitische Spannungen die Nachfrage, insbesondere nach Modernisierung und technologisch fortschrittlichen Systemen. Genau deshalb setzen viele Anbieter verstärkt auf Partnerschaften und lokale Industriekonzepte, um an neue Programme heranzukommen.

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An der Börse reagierte der Titel am Mittwoch dennoch schwächer: Der Schlusskurs lag bei 53,70 Euro, in den letzten sieben Tagen steht damit ein Minus von 4,48% zu Buche.

Worauf der Markt als Nächstes schaut

Noch sind beide Schritte vor allem vorbereitend. Anleger dürften daher vor allem auf zwei Punkte achten: Werden LOI und MoU in feste Verträge überführt – und welche konkreten Details folgen zur industriellen Zusammenarbeit, insbesondere in Indien?

Der nächste feste Termin im Kalender ist bereits gesetzt: Am 24. Februar 2026 will das Unternehmen die vorläufigen Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025 vorlegen.

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