Mutares Aktie: Widerstand formiert sich

Massive Arbeitsniederlegungen bei Mutares in Cartagena drohen den Zeitplan für die Übernahme des SABIC-Geschäfts zu verzögern und die kalkulierten Kosten zu erhöhen.

Kurz zusammengefasst:
  • Geplante Streiks in Spanien ab Ende Januar
  • Übernahme von SABIC-Geschäft mit 450 Mio. USD Wert
  • Aktienkurs zeigt bislang stabile Reaktion
  • Gewerkschaften kritisieren geplanten Sozialplan

Der kürzlich verkündete Megadeal mit SABIC droht zum Geduldspiel zu werden. In Spanien organisiert sich massiver Widerstand der Belegschaft gegen die Übernahme, der weit über übliche Protestnoten hinausgeht. Investoren müssen sich fragen: Gefährdet die Eskalation den Zeitplan der Integration?

Der Fahrplan der Proteste:
* Produktionsstopp: Totale Arbeitsniederlegungen sind für den 30. und 31. Januar sowie den 6. und 7. Februar 2026 angekündigt.
* Demonstration: Ein Protestmarsch zur Regionalversammlung ist für den 3. Februar geplant.
* Ultimatum: Ab dem 9. Februar drohen dauerhafte Protestcamps, sollte keine Einigung erzielt werden.

Mutares

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Die Gewerkschaften werfen dem Verkäufer SABIC vor, die Verantwortung für einen Sozialplan im Zuge der geplanten Schließung der Linie „Lexan 1“ auf den neuen Eigentümer abwälzen zu wollen. In lokalen Medien kursiert bereits der Begriff „Geierfonds“ für Mutares – ein Narrativ, das die Verhandlungen erheblich erschwert.

Schatten auf dem Megadeal

Für die Münchner Beteiligungsgesellschaft steht viel auf dem Spiel. Erst am 8. Januar wurde die Übernahmevereinbarung für das „Engineering Thermoplastics“-Geschäft (ETP) unterzeichnet. Mit einem Unternehmenswert von 450 Millionen US-Dollar und einem geplanten zusätzlichen Jahresumsatz von rund 2,5 Milliarden US-Dollar ist dies der Grundstein für das neue Segment „Chemicals & Materials“.

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Der Deal umfasst insgesamt acht Produktionsstätten in den USA und Europa. Dass nun ausgerechnet der Standort Cartagena den Übergang blockiert, ist ein Warnsignal. Das Closing der Transaktion wird eigentlich für das zweite Halbjahr 2026 erwartet. Langanhaltende Arbeitskämpfe könnten diesen Zeitplan ins Wanken bringen und vor allem die kalkulierten Restrukturierungskosten in die Höhe treiben.

Kurs hält sich stabil

An der Börse reagieren Anleger bislang besonnen auf die Nachrichten von der iberischen Halbinsel. Die Aktie notiert aktuell bei 33,05 Euro und verzeichnet damit ein leichtes Plus von 0,61 Prozent zum Vortag. Technisch betrachtet hält sich das Papier damit stabil über dem 200-Tage-Durchschnitt von 30,54 Euro, was den langfristigen Aufwärtstrend vorerst bestätigt.

Dennoch weicht die anfängliche Euphorie über den Umsatzsprung zunehmend einer nüchternen Risikobetrachtung. Das Management muss beweisen, dass es die Situation in Spanien befrieden kann, ohne die Wirtschaftlichkeit des Deals zu gefährden. Der 30. Januar markiert als erster Streiktag den nächsten konkreten Belastungstest für die Aktie und die Nerven der Investoren.

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