Netflix steht vor der wohl größten Bewährungsprobe seiner Unternehmensgeschichte. Der Streaming-Riese will Warner Bros. Discovery schlucken – doch der Deal droht zu scheitern. Sowohl US-Behörden als auch europäische Regulierer nehmen die geplante Mega-Fusion ins Visier. Gleichzeitig macht Paramount Skydance mit einem noch höheren Gebot Druck.
Die wichtigsten Fakten:
– Netflix bietet 82,7 Milliarden Dollar für WBD (Enterprise Value)
– Paramount kontert mit über 108 Milliarden Dollar
– Trump hält sich aus dem Deal heraus – Justizministerium entscheidet
– EU prüft beide Angebote parallel
– Netflix-Aktie unter Druck: Nur knapp über 52-Wochen-Tief
Trump zieht sich zurück
Präsident Donald Trump hat am 4. Februar 2026 klargestellt, dass er sich nicht in den Übernahmekampf einmischen wird. Gegenüber NBC Nightly News erklärte er: „Das Justizministerium wird sich darum kümmern.“
Ein bemerkenswerter Kurswechsel. Noch im Dezember 2025 hatte Trump den Netflix-Deal als potenziell problematisch bezeichnet und vor zu großer Marktkonzentration gewarnt. Jetzt überlässt er die Entscheidung den Kartellbehörden.
Anhörung im Senat verschärft Lage
Netflix-Co-CEO Ted Sarandos musste sich am 3. Februar 2026 vor dem Kartellausschuss des Senats rechtfertigen. Seine Botschaft: Netflix verfolge „keinerlei politische Agenda“ und die Übernahme sei gut für Verbraucher und die Branche.
Die Senatoren sehen das skeptisch. Mike Lee, Vorsitzender des Ausschusses, warnte, die Fusion könne „Netflix‘ Dominanz weiter zementieren“. Cory Booker hakte nach, wie oft Sarandos sich mit Trump getroffen habe. Antwort: „Ein paar Mal“ – allerdings nur über allgemeine Branchenthemen.
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Das Duell der Milliarden
Netflix hat sein Angebot mittlerweile umstrukturiert: 27,75 Dollar pro Aktie, komplett in bar. Die Gesamtsumme beläuft sich auf 82,7 Milliarden Dollar (Enterprise Value), das Eigenkapital wird mit 72 Milliarden bewertet. Im Deal enthalten: WBDs Filmstudio, HBO und der Streaming-Dienst HBO Max. Nicht dabei: die Kabelkanäle, einschließlich CNN.
Paramount Skydance bietet mehr – deutlich mehr. Das feindliche Übernahmeangebot liegt bei über 108 Milliarden Dollar und umfasst das gesamte Unternehmen.
Aktie kämpft um Stabilität
Die Unsicherheit um den Deal belastet den Kurs. Netflix schloss am 5. Februar 2026 bei 80,87 Dollar – knapp über dem 52-Wochen-Tief von 79,22 Dollar. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 340 bis 350 Milliarden Dollar.
Operativ läuft es bei Netflix dagegen rund. Für 2026 peilt das Unternehmen Umsätze zwischen 50,7 und 51,7 Milliarden Dollar an, bei einer operativen Marge von 31,5 Prozent. 2025 wuchs der Umsatz um 16 Prozent auf 45,2 Milliarden Dollar, der operative Gewinn legte um etwa 30 Prozent zu.
Regulierer auf beiden Seiten des Atlantiks
Die EU prüft beide Übernahmeangebote – das von Netflix und das von Paramount – parallel. Das Verfahren könnte Monate dauern und dem Deal zusätzlich im Weg stehen. Netflix muss also nicht nur in den USA überzeugen, sondern auch in Brüssel grünes Licht bekommen.
Die nächsten Wochen werden zeigen, ob Netflix die größte Übernahme seiner Geschichte durchziehen kann – oder ob Paramount den Zuschlag erhält.
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