ServiceNow bekommt Unterstützung aus einer Ecke, die an der Börse oft schnell Wirkung zeigt: Ein Analyst sieht die jüngste Verkaufswelle bei großen Softwarewerten als überzogen. Der Kernpunkt: Die Sorge, KI könnte klassische Softwaremodelle „wegfegen“, sei übertrieben. Stattdessen wird ServiceNow als möglicher Profiteur der KI-Umstellung eingeordnet.
Die Einschätzung kam am Markt zügig an. Nach dem deutlichen Abstand zu früheren Höchstständen zog wieder Kaufinteresse an, der Kurs kletterte zurück über die Marke von 104 US-Dollar.
- Wedbush setzte ServiceNow gestern wieder auf die „AI 30 List“
- Ende Januar kamen Quartalszahlen über den Erwartungen
- Zusätzlich stützt ein neues Aktienrückkaufprogramm über 5 Mrd. US-Dollar
Warum der Analyst optimistischer wird
In seiner aktuellen Einschätzung betonte der Analyst, der Abverkauf bei etablierten Softwaregrößen wie ServiceNow sei zu weit gelaufen. Der Markt preise aus seiner Sicht ein Szenario ein, in dem KI traditionelle Softwaremodelle ersetzt. Genau diese Annahme hält er für falsch – und sieht ServiceNow vielmehr als „strukturellen Gewinner“ der KI-Revolution.
Die Botschaft dahinter: Nicht jede KI-Story bedeutet Verdrängung. Bei ServiceNow könnte KI im Gegenteil neue Produkt- und Erlösmöglichkeiten unterstützen, statt das Kerngeschäft zu beschädigen.
Zahlen und Rückkäufe als Stütze
Das Upgrade trifft auf ein Umfeld, in dem das Unternehmen bereits operative Argumente geliefert hatte. Ende Januar meldete ServiceNow für das vierte Quartal einen Umsatz von 3,57 Mrd. US-Dollar. Das entsprach einem Plus von 21% gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn je Aktie lag bei 0,92 US-Dollar und damit ebenfalls über den Erwartungen.
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Noch wichtiger für viele Anleger: Parallel zu den Zahlen kündigte der Konzern ein umfangreiches Kapitalrückgabeprogramm an. Der Verwaltungsrat genehmigte ein neues Aktienrückkaufprogramm über 5 Mrd. US-Dollar. Darin enthalten ist eine beschleunigte Rückkauftransaktion (ASR) über 2 Mrd. US-Dollar, die bereits läuft und die ausstehenden Aktien reduzieren soll. In unruhigen Marktphasen kann so ein Programm als zusätzliche Stütze wirken, weil ein großer Käufer im Markt aktiv ist.
Blick nach vorn: Wachstum halten, KI monetarisieren
Zusammen mit dem laufenden Rückkaufprogramm und dem erneuten Analysten-Rückenwind deutet sich eine Stimmungsaufhellung an. Gleichzeitig bleibt die Fallhöhe sichtbar: Der Kurs liegt weiterhin deutlich unter dem 52‑Wochen‑Hoch von über 211 US-Dollar.
Entscheidend wird, ob ServiceNow das geplante Wachstum bei den Abo-Erlösen halten kann – für 2026 stehen rund 20% im Raum – und ob neue, KI-getriebene Monetarisierungsmodelle tatsächlich zusätzlich greifen.
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