Künstliche Intelligenz verlangt nach immer schnelleren Datenverbindungen – und genau hier setzt Marvell Technology den Hebel an. Auf der DesignCon 2026 präsentiert das Unternehmen derzeit Technologien, die als Rückgrat für künftige Rechenzentren dienen sollen. Flankiert wird diese technologische Leistungsschau von milliardenschweren Übernahmen, die das Portfolio radikal auf die Bedürfnisse der Hyperscaler ausrichten.
Geschwindigkeit als neue Währung
Im Zentrum der Präsentation in Santa Clara steht die nächste Generation der Datenübertragung: PCIe 8.0. Während der aktuelle Marktstandard noch weit verbreitet ist, demonstriert Marvell bereits Systeme, die bis zu einem Terabyte pro Sekunde übertragen können. Diese Technologie, die voraussichtlich 2028 finalisiert wird, entwickelt das Unternehmen in Zusammenarbeit mit Partnern wie TE Connectivity.
Der Hintergrund dieser Innovation ist der enorme Datenhunger moderner KI-Anwendungen. Analysten der 650 Group betonen, dass diese Entwicklungen gezielt auf die Anforderungen der großen Cloud- und KI-Anbieter zugeschnitten sind. Neben der PCIe-Technologie zeigt Marvell auch neue Lösungen für die Verbindung von Speicherchips (High Bandwidth Memory), was die Effizienz in komplexen Rechenclustern signifikant steigern soll.
Strategischer Umbau durch Zukäufe
Marvell verlässt sich nicht allein auf organische Entwicklung, sondern kauft aggressiv Technologie zu. Die Übernahme von Celestial AI für rund 3,25 Milliarden US-Dollar bringt die „Photonic Fabric“-Plattform ins Haus, die ab der zweiten Jahreshälfte 2028 erste Umsätze liefern soll. Ergänzt wird dies durch den Kauf von XConn Technologies für 540 Millionen US-Dollar.
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Finanziert wird dieser strategische Schwenk hin zur KI-Infrastruktur unter anderem durch Desinvestitionen in anderen Bereichen. So wurde das Geschäft mit Automotive-Ethernet für 2,5 Milliarden US-Dollar an Infineon veräußert. Die jüngsten Quartalszahlen bestätigen den Wachstumskurs: Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 stieg der Umsatz um 37 Prozent auf gut 2 Milliarden US-Dollar.
Analysten heben Ziele an
Die Neuausrichtung kommt am Markt gut an. Die UBS reagierte am 23. Februar mit einer Anhebung des Kursziels von 115 auf 120 US-Dollar und bestätigte ihre Kaufempfehlung. Auch auf institutioneller Seite gibt es Bewegung: Vanguard baute seine Position im Februar deutlich aus und erwarb über 15 Millionen Anteile. Der Aktienkurs schloss am Dienstag bei 66,59 Euro, liegt damit jedoch auf Jahressicht noch im Minus.
Investoren richten ihren Blick nun auf den 5. März 2026, wenn Marvell im Rahmen des nächsten Earnings Call weitere Einblicke in die kurzfristige finanzielle Entwicklung und die Integration der Zukäufe geben wird.
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