Strategy, das frühere MicroStrategy, ist diese Woche zurück im Rampenlicht. Frische Bitcoin-Käufe, eine höhere Dividende auf die Vorzugsaktien und kryptofreundliche Signale aus Washington treiben die Aktie an. Nach einem tiefen Fall im Februar stabilisiert sich der Titel nun deutlich über der 100-Dollar-Marke.
Bitcoin-Käufe gehen weiter
Zwischen dem 23. Februar und 1. März kaufte Strategy weitere 3.015 Bitcoin für rund 204 Millionen Dollar – zu einem Durchschnittspreis von etwa 67.700 Dollar pro Coin. Damit hält das Unternehmen nun 720.737 BTC, mehr als 3,4 Prozent der maximalen Bitcoin-Gesamtmenge von 21 Millionen. Seit 2020 investierte Strategy insgesamt etwa 54,77 Milliarden Dollar in seine Bitcoin-Reserve, der durchschnittliche Einstiegspreis liegt bei rund 75.985 Dollar je Coin.
Finanziert wurde der jüngste Zukauf durch den Verkauf von Vorzugsaktien und Stammaktien: 71.590 STRC-Vorzugsaktien brachten netto 7,1 Millionen Dollar ein, weitere 1,73 Millionen Stammaktien der Klasse A generierten etwa 229,9 Millionen Dollar.
Siebte Dividendenerhöhung in Folge
Strategy erhöhte die Dividende auf die STRC-Vorzugsaktie zum siebten Mal seit Juli 2025 – von 11,25 auf 11,50 Prozent pro Jahr, gültig ab 1. März 2026. Die monatliche Ausschüttung beträgt nun 0,958 Dollar je Aktie. Mit den attraktiven Renditen will das Unternehmen weiterhin einkommensorientierte Investoren anlocken und den Zugang zu frischem Kapital sichern.
Der Verwaltungsrat beschloss zudem Bardividenden für alle Vorzugsaktien-Serien, zahlbar am 31. März 2026, mit quartalsweisen Ausschüttungen zwischen 2,00 und 2,50 Dollar je Aktie.
Trump befeuert Krypto-Fantasie
Am Mittwoch, dem 5. März, legte die Aktie deutlich zu, nachdem Präsident Donald Trump US-Banken aufforderte, den Genius Act nicht zu blockieren und stattdessen „einen guten Deal mit der Krypto-Industrie“ zu machen. Trump unterstützt zudem den Clarity Act, ein Begleitgesetz, das die Zuständigkeiten zwischen SEC und CFTC klären soll. Sein erklärtes Ziel: Die USA zur „Krypto-Hauptstadt der Welt“ machen.
Für Strategy als größten institutionellen Bitcoin-Halter könnte ein reguliertes Umfeld, in dem Banken als Kryptoverwahrer agieren und Pensionsfonds einsteigen dürfen, zu einem wichtigen Kurstreiber werden.
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Erholung nach heftigem Rückschlag
Die Aktie hat sich von ihren Tiefstständen knapp über 100 Dollar merklich erholt. Am 4. März stieg der Kurs im vorbörslichen Handel um mehr als sieben Prozent auf etwa 142 Dollar, nachdem Bitcoin erstmals seit einem Monat wieder über 71.000 Dollar kletterte.
Institutionelle Investoren bleiben an Bord: Amundi, Europas größter Vermögensverwalter, stockte seine Position um 373 Prozent auf und hält nun 4,79 Millionen Aktien im Wert von 641 Millionen Dollar. Für das Gesamtjahr 2025 meldete Strategy eine BTC-Rendite von 22,8 Prozent – trotz umfangreicher Eigenkapitalemissionen stieg die Bitcoin-Menge pro Aktie.
Zahlen bleiben solide, Buchhaltung belastet
Der Umsatz im vierten Quartal 2025 lag bei 123 Millionen Dollar, leicht über den Erwartungen und über dem Vorjahreswert von 120,7 Millionen Dollar. Das klassische Analytics-Geschäft liefert stabil, in den vergangenen vier Quartalen wurden die Umsatzprognosen dreimal übertroffen.
Trotz buchhalterischer Verluste – im vierten Quartal 2025 stand ein Nettoverlust von 12,4 Milliarden Dollar zu Buche, verursacht durch neue Fair-Value-Regeln für digitale Assets – bleibt das Interesse institutioneller Anleger hoch. Im Geschäftsjahr 2025 sammelte Strategy über 25 Milliarden Dollar ein und kaufte damit rund 225.000 Bitcoin.
Blick nach vorn
Am 3. März kaufte Strategy laut Handelsaktivitäten bei STRC-Aktien etwa 1.000 BTC an einem einzigen Tag – das größte Tagesvolumen seit Einführung der Vorzugsaktie. Das Handelsvolumen der STRC erreichte 198,7 Millionen Dollar, deutlich über dem 30-Tage-Schnitt von 123,3 Millionen Dollar.
Die entscheidende Frage für Anleger: Kann Strategy langfristig als gehebelte Bitcoin-Treasury funktionieren, ohne durch Verwässerung an Wert zu verlieren? Mit Bitcoin zurück über wichtigen Preismarken und möglicher regulatorischer Klarheit aus Washington dürften die kommenden Wochen zeigen, ob die aktuelle Erholung trägt.
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