D-Wave Quantum steht heute im Mittelpunkt einer ganzen Reihe von Unternehmensmeldungen und Branchenimpulsen. Kernpunkt ist die angekündigte Übernahme von Quantum Circuits Inc. (QCI) für 550 Millionen US-Dollar, flankiert von einem positiven Branchenbericht der UBS und auffälligen Bewegungen bei institutionellen Investoren und Insidern. Wie stimmig ist dieses Bild zwischen Wachstumsgeschichte, Kursrally und weiter hohen Verlusten?
Übernahme von Quantum Circuits und UBS-Rückenwind
Am 7. Januar hat D-Wave eine Fusionsvereinbarung zur Übernahme von Quantum Circuits Inc. bekannt gegeben. Der Kaufpreis beträgt 550 Millionen US-Dollar und setzt sich aus 300 Millionen US-Dollar in D-Wave-Stammaktien sowie 250 Millionen US-Dollar in bar zusammen.
Aus Marktsicht gilt die Transaktion als wichtiger Schritt, um unterschiedliche Qubit-Ansätze unter einem Dach zu bündeln. Konkret soll D-Waves etablierte Annealing-Technologie mit gatebasierten Potenzialen von QCI zusammengeführt werden. Damit zielt das Unternehmen auf eine breitere technologische Basis innerhalb des Quantum-Computing-Spektrums.
Zusätzliche Unterstützung kommt von einer Sektorstudie der UBS vom 19. Januar. Die Bank spricht von „signifikanten Durchbrüchen“ im Quantum-Bereich und bezeichnet D-Wave gemeinsam mit IonQ und Rigetti Computing als zentrale „Pure Plays“ für Anleger, die direkt auf Quanten-Technologie setzen wollen. Besonders hervorgehoben werden kommerzielle Chancen in Bereichen wie KI-Optimierung und Kryptografie.
Stichpunkte zu Transaktion und Sektorblick:
- Kaufpreis QCI: 550 Mio. US-Dollar (300 Mio. Aktie / 250 Mio. Cash)
- Strategisches Ziel: Kombination unterschiedlicher Qubit-Technologien
- UBS: D-Wave als einer der Hauptprofiteure von Quantum-Durchbrüchen
- Fokusfelder laut UBS: KI-Optimierung und Kryptografie
Institutionelle Zuflüsse und einzuordnende Insider-Verkäufe
Auf der Eigentümerseite zeigt sich ein gemischtes Bild aus institutionellem Aufbau und formalen Insiderverkäufen.
- Csenge Advisory Group hat ihre Position im dritten Quartal 2025 um 99,1 % auf 35.886 Aktien ausgebaut.
- Concurrent Investment Advisors LLC ist neu eingestiegen und hat über 30.000 Aktien erworben.
Dem gegenüber stehen Verkäufe von CEO Alan Baratz, die in jüngsten SEC-Meldungen präzisiert wurden:
- Am 15. Januar meldete ein Form 4 den Verkauf von 35.013 Aktien am 14. Januar. Laut Einreichung diente die Transaktion ausschließlich der Begleichung gesetzlicher Steuerabzüge aus fällig gewordenen Restricted Stock Units im Rahmen des Equity-Incentive-Plans und war kein freiwilliger Verkauf.
- Ein größerer Verkauf von 806.288 Aktien am 11. November 2025 erfolgte auf Basis eines bereits am 11. August 2025 eingerichteten Rule-10b5-1-Handelsplans.
Damit stehen auf der einen Seite deutlich erhöhte Engagements institutioneller Anleger, auf der anderen Seite Insider-Verkäufe, die nach Unternehmensangaben automatisiert und steuergetrieben waren.
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Wachstum, Verluste und technologische Fortschritte
Die aktuelle Bewertung spiegelt ein hohes Wachstums- und Risikoprofil wider, wie es für den noch jungen Quantum-Sektor typisch ist. Operativ meldet D-Wave starke Zuwächse beim Umsatz, bleibt aber tief in den roten Zahlen.
Wesentliche Kennzahlen:
- Q3-Umsatz: 3,74 Mio. US-Dollar
- Umsatzwachstum Q3: +105,6 % gegenüber Vorjahr
- EBITDA-Verlust im Betrachtungszeitraum: rund 75 Mio. US-Dollar
- Anhaltend negative Nettomargen
Trotz der Verluste hat die Aktie in den vergangenen zwölf Monaten außergewöhnlich stark zugelegt. Je nach betrachtetem Zeitraum liegt das Plus bei rund 380 % bis 447 %. Der Kurs schloss am 17. Januar bei 28,83 US-Dollar und bewegt sich seither in der Nähe der Marke von 29 US-Dollar.
Unterlegt wird die Kursentwicklung auch durch konkrete technische Fortschritte. D-Wave verweist unter anderem auf:
- die erfolgreiche Demonstration von kryogener Qubit-Steuerung
- eine Anwendung der Annealing-Technologie durch russische Wissenschaftler, die komplexe inverse Kinematik-Probleme in der Robotik laut Angaben bis zu 30-mal schneller als klassische Methoden gelöst haben
Diese Beispiele dienen dem Markt als Belege, dass die Technologie zunehmend praktische Einsatzfelder findet.
Ausblick: Integration und Profitabilität im Fokus
Für die nächsten Monate steht vor allem die Integration von Quantum Circuits und deren Auswirkungen auf Kostenstruktur und Entwicklungsfahrplan im Mittelpunkt. Der Deal erhöht zunächst den Kapitalbedarf, soll aber die Grundlage für eine breitere technologische Plattform legen.
Wichtiger Termin ist der 10. April, wenn D-Wave die nächsten Quartalszahlen vorlegt und aktualisierte Prognosen erwartet werden. Dann dürfte der Markt genauer bewerten, ob die 550-Millionen-Dollar-Übernahme den Weg zur kommerziellen Skalierung messbar beschleunigt und wie sich der Mittelabfluss im Zuge der Expansion entwickelt.
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