Alibaba investiert Milliarden in die Zukunft, doch die Gegenwart bereitet Anlegern zunehmend Sorgen. Statt Euphorie über neue KI-Technologien dominieren Ängste vor sinkenden Margen und einer wachsenden Schuldenlast. Ein Analysten-Kommentar und geopolitische Störfeuer setzten den chinesischen Tech-Riesen zum Wochenausklang unter Druck.
Abstufung drückt auf die Stimmung
Verantwortlich für die jüngste Skepsis ist unter anderem eine Neubewertung durch die Erste Group. Die Analysten strichen ihre Kaufempfehlung und stuften das Papier auf „Hold“ herab. Als Begründung führten die Experten sinkende operative Margen und einen dokumentierten Anstieg der langfristigen Verbindlichkeiten an. Diese Entwicklung weckt Zweifel an der kurzfristigen Finanzstabilität und lässt für die mittlere Frist eher eine Seitwärtsbewegung als dynamische Kursgewinne erwarten.
Der teure Weg zur KI-Dominanz
Im Zentrum der Debatte stehen die massiven Ausgaben für künstliche Intelligenz. Alibaba steckt enorme Summen in die Entwicklung eigener KI-Chips und den Ausbau der Cloud-Dienste. Zwar bietet dies langfristig Chancen zur Monetarisierung, doch die hohen Kapitalausgaben (Capex) belasten die Bilanz im Hier und Jetzt. In einem extrem wettbewerbsintensiven digitalen Umfeld wägen Investoren derzeit kritisch ab, ob die erwarteten Erträge diese Kosten rechtfertigen.
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Ungeachtet der finanziellen Bedenken treibt der Konzern seine Technologie voran. Mit „Qwen3.5“ wurde kürzlich ein neues KI-Modell vorgestellt, das mit 397 Milliarden Parametern und deutlich effizienteren Betriebskosten die Konkurrenz angreifen soll.
Geopolitische Nachwehen
Zusätzlich zur fundamentalen Kritik wirkten am Freitag geopolitische Faktoren nach. Eine kurzzeitige – und später als unveröffentlicht zurückgezogene – Nennung Alibabas auf einer Liste des US-Pentagons hatte Anfang Februar für Unruhe gesorgt. Da die Börsen in Hongkong feiertagsbedingt geschlossen waren, holten die Anleger die Reaktion auf diese regulatorischen Unsicherheiten erst jetzt nach.
Der Mix aus steigenden Kosten und externen Risikofaktoren hinterlässt Spuren im Chart: Auf 30-Tage-Sicht verzeichnet die Aktie ein Minus von rund 9 Prozent und notiert mit einem Schlusskurs von 131,20 Euro deutlich unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt.
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