Starke Zahlen, mehr Geld für Aktionäre – und trotzdem ruckelt der Kurs. Genau dieses Spannungsfeld prägt die Commerzbank nach der Bilanzvorlage: Rekordergebnis 2025, ein neues Rückkaufprogramm und eine geplante Dividendenerhöhung treffen auf ein nervöses Marktumfeld. Was steckt hinter der jüngsten Volatilität?
Warum der Kurs trotz Rekordzahlen schwankte
Nach der Bilanzpressekonferenz am 11. Februar ging es zunächst spürbar abwärts, bevor sich die Aktie zu Wochenbeginn wieder stabilisierte. Der Kurs steht heute bei 34,34 Euro und liegt damit wieder über den Tiefs der vergangenen Tage.
Als Gründe für den zwischenzeitlichen Rücksetzer nennt der Quelltext mehrere Faktoren, die zusammen wie Sand im Getriebe wirken können: Gewinnmitnahmen nach der starken Entwicklung, sinkende Anleiherenditen (ein Gegenwind für zinsabhängige Erträge) und Sektorrotationen innerhalb des Bankensektors. Unterm Strich: Gute Unternehmenszahlen allein garantieren kurzfristig keinen geradlinigen Kursverlauf.
Die Fakten im Überblick
- Operatives Ergebnis 2025: +18% auf 4,5 Mrd. Euro
- Nettoergebnis 2025: 2,63 Mrd. Euro (inkl. 562 Mio. Euro Restrukturierungsaufwand)
- Bereinigter Gewinn: 3,0 Mrd. Euro (+13%)
- Erträge: +10% auf 12,2 Mrd. Euro
- Provisionsüberschuss: +7% auf 4,0 Mrd. Euro
- Neues Aktienrückkaufprogramm: bis zu 540 Mio. Euro, Laufzeit 12. Feb. bis spätestens 26. März 2026
- Bereits zurückgekauft (12./13. Feb.): 1.840.651 Aktien
- Geplante Kapitalrückgabe für 2025: insgesamt 2,7 Mrd. Euro (inkl. Rückkauf von rund 1 Mrd. Euro aus Dez. 2025)
- Dividendenvorschlag: 1,10 Euro je Aktie (HV am 20. Mai 2026), nach 0,65 Euro im Vorjahr
Rückkauf, Dividende, Wero – und ein höherer Ausblick
Neben den nackten Zahlen setzt das Management klar auf Kapitalrückgabe. Der laufende Rückkauf ist bereits das sechste Programm seit 2023 – ein Signal, dass die Bank Spielraum sieht, Kapital an die Aktionäre zurückzuführen.
Zusätzlich sorgte eine strategische Weichenstellung für Aufmerksamkeit: Die Commerzbank will sich dem europäischen Bezahldienst Wero anschließen. Der Vorstand hat dazu einen Grundsatzbeschluss gefasst. Die Bank war ursprünglich Teil der EPI-Initiative, hatte sich später aber zurückgezogen. Ein konkreter Einführungszeitplan für Wero wurde noch nicht genannt.
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Beim Blick nach vorn fällt ebenfalls auf: Für 2026 erwartet die Bank nun ein Nettoergebnis über dem ursprünglichen Ziel von 3,2 Mrd. Euro. Zudem soll der Zinsüberschuss auf 8,5 Mrd. Euro steigen (zuvor 8,4 Mrd. Euro). Die mittelfristigen Ziele für 2028 bestätigte das Institut (unter anderem 15% Nettoeigenkapitalrendite und 4,2 Mrd. Euro Nettoergebnis).
Zum Kursfaktor bleibt außerdem der im Quelltext genannte Übernahmekontext: UniCredit hält rund 29% an der Commerzbank – dieser Rahmen kann die Aktie weiter bewegen, unabhängig vom Tagesgeschäft.
Entscheidend wird in den nächsten Wochen vor allem, wie der Markt die Kombination aus laufendem Rückkauf (bis spätestens 26. März 2026) und dem Dividendenvorschlag für die Hauptversammlung am 20. Mai 2026 einpreist – während gleichzeitig das Zinsumfeld als Taktgeber für Bankaktien mitspielt.
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