Siemens Aktie: Vectron-Großauftrag
Siemens Mobility erhält von Akiem einen Rahmenvertrag über bis zu 80 Vectron-Lokomotiven, darunter 50 Dual-Mode-Einheiten mit Batterieantrieb für nicht-elektrifizierte Strecken.

Kurz zusammengefasst
- Festbestellung für 50 Vectron Dual Mode Lokomotiven
- Batterieantrieb für Strecken ohne Oberleitung
- Auslieferung ab 2029 für den Güterverkehr
- Aktie notiert deutlich unter 200-Tage-Durchschnitt
Siemens Mobility hat einen neuen Rahmenvertrag mit dem europäischen Lokomotivvermieter Akiem unterzeichnet — über bis zu 80 Vectron-Lokomotiven. Der Auftrag zeigt, dass die Vectron-Plattform als Umsatzträger der Mobility-Sparte weiterhin gefragt ist.
Dual Mode: Fahren ohne Oberleitung
Im Kern der Vereinbarung steht eine Festbestellung über 50 Einheiten der Vectron Dual Mode in einer Elektro-Batterie-Konfiguration. Das Besondere: Die Lokomotiven können sowohl auf elektrifizierten Strecken als auch auf Abschnitten ohne Oberleitung fahren — angetrieben durch modulare Batterien mit einer Kapazität von über 2 MWh. Mit 2.400 kW Leistung und bis zu 160 km/h Höchstgeschwindigkeit sind sie auf den grenzüberschreitenden Güterverkehr ausgelegt. Die ersten Auslieferungen sind für 2029 bis 2030 geplant.
Für Akiem ist es nicht die erste Bestellung dieser Art. Seit 2021 hat das Leasingunternehmen insgesamt 120 Vectron-Lokomotiven bei Siemens geordert. Die Entscheidung für die Dual-Mode-Variante spiegelt den anhaltenden Dekarbonisierungsdruck im europäischen Schienensektor wider — auf nicht-elektrifizierten Teilstrecken lässt sich der CO₂-Ausstoß damit spürbar senken.
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Stabiles Umfeld, steigende Kosten
Der Auftrag kommt in einem Industrieumfeld, das trotz geopolitischer Unsicherheiten robuster wirkt als zuletzt. Der deutsche Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe stieg im März überraschend auf 51,7 Punkte — ein Wert oberhalb der Wachstumsschwelle. Analysten führen das unter anderem auf vorgezogene Bestellungen zurück, mit denen Unternehmen mögliche Lieferkettenunterbrechungen abfedern wollen.
Allerdings haben die Materialkosten infolge steigender Energiepreise den höchsten Stand seit Ende 2022 erreicht. Wie stark das die Margen im Mobility-Geschäft belastet, wird sich spätestens in den nächsten Quartalszahlen zeigen.
An der Börse spiegelt sich die operative Stärke bislang kaum wider. Die Siemens-Aktie notiert mit rund 212 Euro gut zehn Prozent unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts und hat seit Jahresbeginn knapp zwölf Prozent verloren. Neue Aufträge wie dieser könnten zumindest dazu beitragen, das Bild für die Mobility-Sparte aufzuhellen.
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