IREN Aktie: Beunruhigende Zeichen?

IREN verzeichnet trotz MSCI-Aufnahme Kursverluste, da der Übergang vom Bitcoin-Mining zur profitablen KI-Cloud stockt und die Quartalszahlen enttäuschten.

Kurz zusammengefasst:
  • Starke Umsatzeinbußen durch rückläufiges Bitcoin-Mining
  • KI-Cloud wächst rasant, bleibt aber noch klein
  • Microsoft-Vertrag als strategischer Schlüssel für die Zukunft
  • Nächste Quartalszahlen als wichtiger Prüfstein im Mai

Der Schritt in den MSCI USA Index sollte eigentlich Rückenwind bringen. Doch bei IREN kam am wirksamen Tag vor allem Verkaufsdruck auf – und der hatte weniger mit dem Index selbst zu tun als mit der Stimmung im ganzen „Neocloud“-Sektor. Im Kern geht es um eine Frage: Wie schnell schafft IREN den Sprung von Bitcoin-Mining hin zu profitabler KI-Cloud?

MSCI-Aufnahme – aber der Markt verkauft

Dass eine Index-Aufnahme automatisch Käufe auslöst, ist ein häufiger Irrtum. Solche Umschichtungen laufen oft über algorithmische, kurzfristige Flows – und können sich genauso schnell wieder drehen. Genau das zeigte sich hier: Trotz des strukturell positiven Meilensteins dominierte am Ende die Risikoaversion.

IREN

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Hinzu kam, dass die Diskussion um die hohen Kosten von KI-Projekten und die Risiken rund um Bitcoin zuletzt wieder lauter wurde. In so einem Umfeld werden selbst gute Nachrichten schnell überdeckt.

CoreWeave zieht die Branche runter

Der unmittelbare Auslöser für die schlechte Stimmung am Freitag kam von CoreWeave. Dessen gemischte Quartalszahlen setzten die Aktie stark unter Druck und rissen Peers wie Nebius und IREN mit. Noch schwerer wog die Ankündigung, die Investitionen (Capex) massiv auszuweiten: CoreWeave will die Ausgaben auf 30 bis 35 Milliarden US-Dollar verdoppeln. Das schürte Zweifel, wie so ein Ausbau finanziert werden soll – und ob die Rendite am Ende stimmt.

Diese „Ansteckung“ trifft einen Sektor, bei dem Anleger ohnehin besonders auf Profitabilität und Kapitalbedarf schauen. IREN passte da am selben Tag ins Bild, auch weil das Unternehmen zuletzt wieder in die Verlustzone rutschte: Im Schlussquartal des Geschäftsjahres 2026 standen minus 52 Cent je Aktie.

Der Umbau: Mining bricht weg, KI wächst – aber noch zu klein

Die eigenen Zahlen von Anfang Februar zeigten IREN als Unternehmen im Übergang. Kurzfristig drückt der Rückzug aus dem Bitcoin-Mining die Erlöse. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 sank der Umsatz gegenüber dem Vorquartal um 23% – laut Management vor allem wegen schwächerer Mining-Einnahmen.

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Der Knackpunkt: Die KI-Cloud wächst zwar rasant, ist aber noch nicht groß genug, um das Loch zu stopfen. Die Bitcoin-Mining-Umsätze fielen im Quartal auf 167,4 Mio. US-Dollar (zuvor 232,9 Mio.). Gleichzeitig legte der KI-Cloud-Umsatz zwar um 137% zum Vorquartal zu, liegt aber weiterhin bei unter 10% des Gesamtumsatzes. Insgesamt kamen 184,69 Mio. US-Dollar herein – deutlich unter der Erwartung von 224,33 Mio. US-Dollar.

Am Markt zeigt sich der Druck auch im Kursbild: Heute liegt die Aktie bei 34,20 € und damit rund 24% tiefer als vor 30 Tagen.

Microsoft-Vertrag als Kern der Story

Strategisch dreht sich bei IREN vieles um den Großauftrag von Microsoft. Der Fünfjahresvertrag hat ein Volumen von 9,7 Mrd. US-Dollar und sieht vor, dass IREN Microsoft Zugang zu Nvidia-Chips am Standort Childress in Texas ermöglicht. Reuters zufolge enthält der Vertrag zudem eine Kündigungsmöglichkeit, falls Lieferfristen nicht eingehalten werden – ein Detail, das die Bedeutung der operativen Umsetzung unterstreicht.

Für die Finanzierung meldete IREN im zweiten Quartal 3,6 Mrd. US-Dollar an GPU-Finanzierung sowie 1,9 Mrd. US-Dollar an Kunden-Vorauszahlungen von Microsoft. Zusammen sollen diese Mittel rund 95% der GPU-bezogenen Investitionen für den Microsoft-Vertrag abdecken. Das Unternehmen plant weiterhin die Ausrollung von 140.000 GPUs und peilt bis Ende 2026 einen Annual Recurring Revenue (ARR) von 3,4 Mrd. US-Dollar an.

Konkreter nächster Prüfstein ist der 13. Mai 2026: Dann legt IREN die nächsten Quartalszahlen vor – und genau dort wird sich zeigen, ob GPU-Rollout und Hochlauf der KI-Cloud schnell genug vorankommen, um die aktuelle Lücke aus dem rückläufigen Mining-Geschäft zu schließen.

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