Infineon dreht massiv am Investitionsrad: 500 Millionen Euro zusätzlich fließen 2026 in neue Fertigungskapazitäten – getrieben von der explodierenden Nachfrage nach KI-Infrastruktur. Die Quartalszahlen lieferten die Basis, doch die wahre Story steckt in den Wachstumsplänen: Bis 2027 soll der KI-Umsatz auf 2,5 Milliarden Euro klettern.
Solide Zahlen als Fundament
Das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 brachte Umsätze von 3,66 Milliarden Euro – leicht über den Erwartungen. Das Segmentergebnis erreichte 665 Millionen Euro, was einer Marge von 17,9 Prozent entspricht.
Die wichtigsten Eckdaten:
- Investitionsbudget 2026: Von 2,2 auf 2,7 Milliarden Euro erhöht
- KI-Umsatzziel 2026: 1,5 Milliarden Euro
- KI-Umsatzziel 2027: 2,5 Milliarden Euro
- Sensor-Übernahme von AMS Osram: 570 Millionen Euro
Die Mittel sollen primär in den Ausbau von Produktionslinien für Leistungshalbleiter fließen, etwa am Standort Dresden. Diese Chips – MOSFETs, Galliumnitrid (GaN) und Siliziumkarbid (SiC) – sind zentral für effizientes Power-Management in KI-Rechenzentren.
Big Tech als Kurstreiber
Infineons Offensive kommt nicht von ungefähr. Alphabet plant für 2026 Kapitalausgaben von 175 bis 185 Milliarden Dollar – nahezu eine Verdopplung. Ähnlich aggressive Investitionsprogramme fahren Microsoft, Meta und Amazon. Jedes neue Rechenzentrum braucht Hunderte spezialisierte Power-Chips, bei denen Infineon führende Marktanteile hält.
Das Management konkretisierte die Erwartungen: Nach 1,5 Milliarden Euro KI-Umsatz 2026 sollen es im Folgejahr bereits 2,5 Milliarden sein. Ein Wachstum von 67 Prozent innerhalb von zwölf Monaten.
Analysten drehen nach oben
Die Deutsche Bank Research hob das Kursziel von 44 auf 48 Euro an und bestätigte „Buy“. Analyst Johannes Schaller sieht das KI-Geschäft „mit Volldampf“ laufen. Die DZ Bank zog auf 47 Euro nach, UBS ebenfalls. Berenberg bestätigte „Buy“ bei 48 Euro.
Parallel zur organischen Expansion kauft Infineon ein Sensor-Portfolio von AMS Osram für 570 Millionen Euro – ein strategischer Schritt zur Diversifizierung jenseits des Kerngeschäfts.
Ausblick
Die nächsten Quartalszahlen folgen am 6. Mai 2026. Bis dahin dürfte sich zeigen, ob die angekündigte Ausbauoffensive erste Früchte trägt. Mit einem aktuellen Kurs von 41,41 Euro liegt die Aktie rund 15 Prozent über ihrem 200-Tage-Durchschnitt – aber noch 4,6 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 43,42 Euro. Die Investitionswelle könnte mittelfristig zum Kurstreiber werden, falls die KI-Nachfrage anhält.
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