Vale richtet seine Geschäftsstrategie massiv auf die globale Energiewende aus. Mit einem milliardenschweren Investitionsprogramm für die Kupferförderung will der Bergbaukonzern seine Kapazitäten in den kommenden Jahren deutlich ausbauen. Kann der Konzern damit die Abhängigkeit vom volatilen Eisenerzgeschäft nachhaltig verringern?
Stufenweiser Ausbau in Carajás
Der nun vorgestellte Investitionsplan sieht für den Zeitraum von 2026 bis 2030 Gesamtausgaben in Höhe von 3,5 Milliarden US-Dollar vor. Dabei steigert Vale die jährlichen Zuweisungen für die Kupferprojekte in der brasilianischen Region Carajás schrittweise. Während für das Jahr 2026 zunächst 300 Millionen US-Dollar eingeplant sind, soll das Budget bis zum Ende des Jahrzehnts auf jährlich 1,1 Milliarden US-Dollar anwachsen.
Ein zentraler Baustein dieser Strategie ist das Bacaba-Projekt, dessen Bauarbeiten bereits angelaufen sind. Durch diese gezielten Investitionen in die Infrastruktur will das Management die Marktposition bei Industriemetallen stärken, die für die Dekarbonisierung der Weltwirtschaft unerlässlich sind.
Ambitionierte Produktionsziele
Hinter den Investitionen stehen klare operative Vorgaben: Bis zum Jahr 2030 peilt Vale eine Kupferproduktion von 500.000 Tonnen an. Zum Vergleich: Im Jahr 2025 lag das Absatzvolumen noch bei rund 348.000 Tonnen. Langfristig soll die jährliche Fördermenge bis 2035 sogar auf 700.000 Tonnen steigen.
Die finanzielle Basis für diesen Expansionskurs ist solide. Für das Jahr 2026 prognostiziert das Unternehmen einen freien Cashflow für die Anteilseigner zwischen 4,6 und 5,7 Milliarden US-Dollar. Die Aktie notiert derzeit bei 14,20 Euro und damit nur rund 1,7 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch, was die positive Aufnahme der Wachstumspläne am Markt widerspiegelt.
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Fokus auf organisches Wachstum
Um die Mittel für die Kupfer-Pipeline in Carajás zu bündeln, hat Vale die Verhandlungen über eine mögliche Übernahme von Bahia Mineração offiziell beendet. Diese Entscheidung unterstreicht den Fokus auf die Entwicklung eigener Projekte gegenüber teuren Zukäufen.
Parallel zum strategischen Umbau gibt es eine personelle Veränderung im Kontrollgremium des Konzerns. Verwaltungsratsmitglied João Luiz Fukunaga legte am 20. Februar sein Mandat nieder. Ein Nachfolger für den seit 2023 amtierenden Fukunaga soll zeitnah durch den Nominierungsausschuss evaluiert werden.
Die Konzentration auf das organische Wachstum in Brasilien signalisiert eine disziplinierte Kapitalverwendung. Der operative Erfolg der kommenden Jahre wird sich nun maßgeblich an der termingerechten Umsetzung des Bacaba-Projekts und der Erreichung der stufenweisen Förderziele messen lassen müssen.
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