Mutares Aktie: Übernahme-Feuerwerk

Mutares schließt mit der Übernahme eines SABIC-Geschäftsbereichs die größte Transaktion seiner Geschichte ab. Die Aktie notiert trotz Kursanstieg deutlich unter Analystenzielen.

Kurz zusammengefasst:
  • Größter Deal mit 2,5 Milliarden Dollar Umsatzvolumen
  • Drei Transaktionen in den ersten Januarwochen
  • Aktienkursziel liegt 38 Prozent über aktuellem Stand
  • Unternehmen wird Marktführer für Hochleistungs-Thermoplaste

Die Münchner Beteiligungsgesellschaft Mutares hat im Januar 2026 eine Serie von Transaktionen abgeschlossen, die das Unternehmen in eine neue Dimension katapultieren. Während viele Nebenwerte noch im Niemandsland traden, klettert die Aktie auf ein Mehrmonats-Hoch – getrieben von der größten Übernahme der Firmengeschichte. Doch der Börsenwert hinkt der neuen Realität weit hinterher.

Die wichtigsten Fakten im Überblick:

Mutares

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  • Megadeal mit SABIC bringt 2,5 Milliarden US-Dollar Zusatzumsatz
  • Drei Transaktionen in den ersten zwei Januarwochen vollzogen
  • Aktie mit zweistelligem Plus seit Jahresstart bei 33,35 Euro
  • Analysten sehen Kurspotenzial von 38 Prozent

Der Deal, der alles ändert

Am 8. Januar 2026 verkündete Mutares die Übernahme des Geschäftsbereichs „Engineering Thermoplastics“ (ETP) vom saudi-arabischen Chemiekonzern SABIC. Die Dimensionen sind beeindruckend: Der zugekaufte Bereich erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund 2,5 Milliarden US-Dollar und beschäftigt 600 Mitarbeiter. Zum Vergleich: Der gesamte Mutares-Konzern kam 2025 auf einen Umsatz im einstelligen Milliardenbereich.

Mit einem Schlag wird Mutares zum weltweit führenden Anbieter von Hochleistungs-Thermoplasten. Das Closing ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant. Der Deal beweist: Die Münchner können auch komplexe Carve-outs von Weltkonzernen stemmen.

Drei Deals in 14 Tagen

Doch damit nicht genug. Mutares lieferte im Januar ein Transaktions-Feuerwerk, das seinesgleichen sucht. Am 2. Januar, dem zweiten Handelstag des Jahres, meldete das Unternehmen bereits den Vollzug der Übernahme von Greer Steel Co. aus Ohio. Der Stahlspezialist stärkt die Position im nordamerikanischen Markt für kaltgewalzten Bandstahl.

Eine Woche später folgte die Exit-Vereinbarung für Kalzip, einen Aluminium-Dachspezialisten. Käufer ist Tremco CPG, eine Tochter von RPM International. Der Abschluss wird für das zweite Quartal 2026 erwartet. Am 14. Januar schließlich verkündete Mutares den erfolgreichen Verkauf seiner 51-prozentigen Beteiligung an LiBCycle an die Reverse Logistics Group – ein klassischer Exit, der frisches Kapital in die Kasse spült.

Die Bewertungs-Anomalie

Trotz des Kursanstiegs von über elf Prozent seit Jahresstart notiert die Aktie bei 33,35 Euro – und damit weit unter dem von Warburg Research bestätigten Kursziel von 46,00 Euro. Das entspricht einem Aufwärtspotenzial von 38 Prozent.

Die Diskrepanz zwischen Börsenwert und operativer Realität wird durch die SABIC-Übernahme noch größer. Marktschätzungen gehen für 2026 von einem Kurs-Gewinn-Verhältnis im niedrigen einstelligen Bereich aus – teilweise werden Werte um 4,6 genannt. Das würde Mutares zu einem der günstigsten Titel im SDAX machen.

Der Markt preist offenbar noch erhebliche Integrationsrisiken ein. Gelingt dem Management jedoch die Hebung der Synergien aus den Zukäufen, dürfte die Neubewertung im Jahresverlauf unvermeidlich sein. Mit einem Abstand von knapp 28 Prozent zum 52-Wochen-Hoch von 46,00 Euro bleibt reichlich Luft nach oben.

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