Nasdaq 100: Futures unter Druck

Neue US-Zölle gegen europäische Länder drücken Nasdaq-Futures deutlich. Kapital fließt in sichere Häfen wie Gold, während Tech-Aktien unter Druck geraten.

Kurz zusammengefasst:
  • Futures verlieren über ein Prozent
  • Trump droht mit neuen Importzöllen
  • Europäische Börsen ebenfalls schwächer
  • Gold profitiert als sicherer Hafen

Der US-Feiertag bringt keine Ruhe an die Märkte: Während die Kassa-Märkte in den USA heute geschlossen bleiben, geraten die Nasdaq-100-Futures deutlich unter Druck. Auslöser ist eine überraschende Eskalation im Handelskonflikt zwischen den USA und mehreren europäischen Ländern. Die Futures deuten damit auf einen anspruchsvollen Wochenstart für US-Technologiewerte hin.

Die Stimmung wird von einer spürbaren Risikoaversion geprägt, die Kapital aus wachstumsorientierten Tech-Titeln in vermeintlich sichere Häfen wie Gold umleitet.

NASDAQ 100

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Geopolitik belastet Risikoassets

Nasdaq-100-Futures fielen heute um rund 1,25 % auf etwa 25.250 Punkte. Der Rückgang setzt ein, nachdem Präsident Trump mit stufenweise steigenden Zöllen auf Importe aus acht europäischen Staaten gedroht hat. Hintergrund ist der sogenannte „Greenland issue“, der nun in einen handelspolitischen Konflikt mündet.

Konkret hat das Weiße Haus einen Zollsatz von 10 % auf Importe unter anderem aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien angekündigt, wirksam ab dem 1. Februar. Zugleich steht die Drohung im Raum, diese Zölle bis Juni auf 25 % anzuheben.

Die unmittelbaren Folgen:

  • Europäische Aktien geraten unter Druck: Der DAX verliert etwa 1,3 %, der CAC 40 rund 1,9 %.
  • Risikoassets werden neu bewertet, Unternehmenszahlen treten in den Hintergrund.
  • Kapital fließt in defensivere Positionen: Gold und Silber steigen auf neue Rekordstände, Gold legt im Tagesverlauf um mehr als 1,5 % zu.

Obwohl die Handelsvolumina wegen des Martin-Luther-King-Feiertags in den USA unter dem Normalniveau liegen, zieht die Volatilität deutlich an. Die Nasdaq-100-Futures eröffneten im elektronischen Handel mit einem Abwärts-Gap und unterschritten im Verlauf der europäischen Sitzung mehrere wichtige Unterstützungsmarken.

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Technologiewerte schwach, Gold gefragt

Zwar bleiben die US-Kassamärkte geschlossen, doch die Kursentwicklung in Europa und bei dual-gelisteten Werten zeigt, wie nervös die Anleger reagieren.

In Frankfurt notierten heute mehrere große US-Tech-Konzerne schwächer:

  • Alphabet (GOOGL): Die Aktie verlor in Europa rund 2,4 % und gehört damit zu den schwächeren Vertretern der großen US-Tech-Namen.
  • Microsoft (MSFT): Das Papier gab in Frankfurt um etwa 2,2 % nach und spiegelt damit die übergreifende Schwäche im Sektor wider.
  • Nvidia (NVDA): Hier zeichnet sich ein besonders unsicheres Bild ab: Einige Berichte melden Kursgewinne in Frankfurt, andere sprechen von Rückgängen zwischen 2 und 2,9 %. Die Spannbreite verdeutlicht die hohe Nervosität im Halbleiterbereich, zumal China Lieferungen von H200-AI-Chips blockiert hat.

Parallel dazu zeigt sich eine klare defensive Rotation. Goldminen und defensive Konsumwerte wie Procter & Gamble weisen in Indikationen relative Stärke auf. Die tatsächliche Aussagekraft bleibt aber begrenzt, solange die US-Kassamärkte nicht wieder voll geöffnet sind.

Technisches Bild deutlich eingetrübt

Die heutige Bewegung hinterlässt im Chart der Nasdaq-100-Futures spürbare Spuren und verschlechtert das kurzfristige technische Setup.

  • Gleitende Durchschnitte: Die Futures sind im Tagesverlauf unter die 20-Tage- und die 50-Tage-Simple-Moving-Averages gefallen. Charttechniker werten ein solches Doppelsignal häufig als Hinweis auf anhaltenden Abwärtsdruck.
  • Spannweite der Sitzung: Das Tageshoch lag bei 25.873 Punkten, das Tagestief bei 25.087 Punkten. Aktuell wird ein Bereich knapp oberhalb dieser Untergrenze getestet.
  • Unterstützung und Widerstand: Die Zone um 25.087 Punkte fungiert als kurzfristig kritische Unterstützung. Ein Rutsch unter die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten könnte den Weg in Richtung 24.870 Punkte öffnen. Auf der Oberseite hat sich um 25.550 Punkte ein unmittelbarer Widerstand herausgebildet, der zuvor als Unterstützung diente.
  • Momentumindikatoren: Auf kürzeren Zeitebenen ist der RSI in den überverkauften Bereich vorgedrungen. Gleichzeitig weitet sich das MACD-Histogramm auf der Unterseite aus – ein Hinweis darauf, dass der Verkaufsdruck bislang nicht deutlich nachlässt.

Marktumfeld und Ausblick auf Dienstag

Heute zeigt sich eine sehr enge Verknüpfung zwischen US-Tech-Futures und europäischen Aktienindizes. Die Korrelation liegt nahe bei 1,0, was die Breite des Risikoverkaufs unterstreicht. Auffällig ist zudem die Schwäche des US-Dollar gegenüber Euro und Yen, obwohl neue US-Zölle angekündigt wurden. Marktteilnehmer preisen offenbar Gegenwind für die US-Konjunktur und mögliche rechtliche Auseinandersetzungen rund um die Rolle der US-Notenbank ein.

Für morgen, wenn die US-Kassamärkte wieder öffnen, zeichnet sich ein volatiler Handelsstart ab. Im Fokus steht dann insbesondere, ob die Nasdaq-100-Futures die Region um 25.100 Punkte behaupten können oder ob ein erneuter Abgabedruck zu einem impulsiven Abwärtsstart führt. Zusätzlich rücken im weiteren Wochenverlauf die Zahlen von Netflix in den Blick, die zeigen dürften, inwieweit fundamentale Unternehmensdaten die derzeit dominierenden geopolitischen Themen zumindest teilweise in den Hintergrund drängen können.

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