Eutelsat muss einen zentralen Plan für den Schuldenabbau vorerst abhaken. Die französische Regierung hat den Verkauf von Teilen der Bodeninfrastruktur an den Finanzinvestor EQT untersagt – mit Verweis auf nationale Sicherheitsinteressen. Damit fallen eingeplante Mittel weg, die finanziell spürbar sind und die Verschuldungsziele verschieben.
Die wichtigsten Punkte:
– Frankreich blockiert den Verkauf von Bodenstationen an EQT
– Eutelsat verliert geplante Nettoerlöse von rund 550 Mio. Euro
– Verschuldungsziel wird angepasst: Nettoverschuldung/EBITDA ~2,7 statt 2,5
– Langfristziel steigt: EBITDA-Marge 2028/29 ~65% statt ~60%
Warum Paris das Veto einlegt
Das französische Finanzministerium begründet den Stopp mit der strategischen Bedeutung der betroffenen Bodenstationen. Paris will die volle Kontrolle über Infrastruktur behalten, die für zivile und militärische Kommunikation als entscheidend gilt. Gleichzeitig verweist die Regierung auf das Ziel, die europäische Autonomie im Satellitensektor gegenüber außereuropäischen Wettbewerbern zu schützen.
Weil durch den staatlichen Eingriff zentrale Abschlussbedingungen nicht mehr erfüllt werden konnten, ist die Transaktion laut Darstellung endgültig gescheitert. Was bedeutet das konkret für Eutelsats Finanzplanung? Vor allem: Der eingeplante Mittelzufluss zur Entschuldung fehlt.
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550 Millionen fehlen beim Schuldenabbau
Der Wegfall von rund 550 Millionen Euro an Nettoerlösen zwingt Eutelsat zu einer Anpassung der Verschuldungsprognose. Statt eines angestrebten Verhältnisses von Nettoverschuldung zu EBITDA von 2,5 rechnet das Unternehmen zum Ende des Geschäftsjahres nun mit etwa 2,7. Das ist kein Detail, sondern verschiebt den Pfad, über den Eutelsat die Bilanz entlasten wollte.
Höhere Margen-Prognose trotz Rückschlag
Parallel zum negativen Deal-Aus liefert Eutelsat aber auch eine positive Aktualisierung für die mittlere Frist: Die Prognose für die EBITDA-Marge 2028/29 hebt das Unternehmen von rund 60% auf etwa 65% an. Zudem betont das Management, die Finanzierung der strategischen Wachstumspläne – einschließlich des Ausbaus der OneWeb-Konstellation – sei nicht gefährdet.
Unterm Strich bleibt: Kurzfristig fällt ein wichtiger Entschuldungsbaustein weg und die Verschuldungskennzahl wird nach oben korrigiert, während Eutelsat zugleich die langfristige Profitabilität ambitionierter ansetzt.
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