Eurozone: Stimmung bleibt verhalten


19.09.14 16:22
Meldung
 
Düsseldorf (www.fondscheck.de) - Ohne Notenbankentscheidung und ohne Unabhängigkeitsreferendum ist die kommende Handelswoche zwar nicht mit derart schwergewichtigen Highlights bestückt, die in den vergangenen Tagen die Märkte bewegten, dafür sollten verschiedene Stimmungsindikatoren aber einen guten Eindruck über den (mangelnden) Fortschritt der Erholung in den Ländern der Eurozone geben, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.


In allen vier Kernländern sei der vom Markit Institut erhobene Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe im August gesunken und deute so mindestens auf eine weniger dynamische Wirtschaftsaktivität der Industrie hin. In Italien und Frankreich seien zuletzt wieder Werte von unter 50 Punkten erreicht worden, was sogar eine Schrumpfung des Sektors anmahne. Für Italien gelte dasselbe auch im Dienstleistungssektor - keine guten Nachrichten, befinde sich die italienische Wirtschaft doch ohnehin bereits in der Rezession. Da sich im Rahmen der Erhebung auch die vorlaufenden Komponenten wie die "Neuaufträge" verschlechtert hätten und sich zudem die Unsicherheit in Bezug auf die Russland/Ukraine-Krise kaum gemildert habe, würden die Analysten im September mit einem weiteren Rücksetzer der PMI-Daten rechnen. Für die gesamte Eurozone sollte noch ein Umfragewert von 50,1 nach 50,7 Punkten erreicht werden, was mehr oder weniger auf eine Stagnation der industriellen Wirtschaftsaktivität hindeute.

Der jüngste deutliche Rücksetzer des ZEW-Finanzmarkttests habe untermauert, dass die deutschen Unternehmen die schwache Nachfrage aus der restlichen Eurozone belaste und auch die geopolitischen Unruhen weiter schwer wiegen würden. Die zuletzt eigentlich guten realwirtschaftlichen Daten aus Deutschland, wie bessere Auftragseingänge, die Steigerung der Industrieproduktion oder der Anstieg der Exporte hätten die heimischen Unternehmen zuletzt dagegen ebenso wenig optimistischer stimmen können wie der neuerliche geldpolitische Lockerungsimpuls der EZB.

Vor diesem Hintergrund rechnen die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt damit, dass auch das am Mittwoch zur Veröffentlichung anstehende ifo-Geschäftsklima erneut verhaltener ausfällt als im Vormonat. Dabei sollte sowohl die Erwartung zur konjunkturellen Entwicklung als auch die Einschätzung der aktuellen Lage im Vergleich zum Vormonat etwas zurückgeschraubt worden sein. Per saldo würden die Analysten damit rechnen, dass sich die Erholung der deutschen Wirtschaft zwar schrittweise im 2. Halbjahr fortsetze, der Aufschwung aber insgesamt moderat ausfalle. Spannend seien in diesem Zusammenhang die in den kommenden Wochen anstehenden realwirtschaftlichen Daten. Dann dürfte endgültig deutlich werden, ob der angeführte starke Quartalsauftakt lediglich auf den späten Ferienbeginn zurückzuführen sei. (19.09.2014/fc/a/m)


 
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