Beiersdorf trotz Pandemie in eher ruhigem Fahrwasser - Inliner mit Chance von 81% p.a. - Optionsscheineanalyse


07.04.20 10:00
Meldung
 
Lauda-Königshofen (www.optionsscheinecheck.de) - Dass derzeit eine Branche von den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie völlig unberührt bleibt, ist nicht zu erwarten. Aber einige Bereiche trifft es deutlich weniger.
Und Beiersdorf (ISIN DE0005200000 / WKN 520000 ) als Hersteller von Kosmetikprodukten (Labello, Nivea, u.v.m.) und Klebebändern (z.B. Tesa) gehört aus aktueller Sicht zu diesen eher weniger unter Druck stehenden Branchen. Das wird die Aktie nicht in eine Kursrakete verwandeln. Aber es dürfte sie andererseits von einer allzu umfassenden Abwärtsentwicklung bewahren. Und damit bietet diese Aktie momentan eine interessante Basis für den Einsatz eines Inline-Optionsscheins, so Ronald Gehrt von "boerse-daily.de" in seiner aktuellen Veröffentlichung zum Inline-Optionsschein (ISIN DE000SR46RW2 / WKN SR46RW ) der Société Générale.

Vergangene Woche habe Beiersdorf den am 3. März vorgelegten Ausblick für das laufende Jahr 2020 zurückgenommen. Aber das müsse man nicht zwingend als negativ werten. Die meisten Unternehmen würden das tun, denn ein solcher Ausblick solle den Investoren als Orientierung dienen. Könne man nicht mehr absehen, wie sich die Entwicklung der kommenden Monate darstelle, weil unvorhersehbare Ereignisse das unmöglich machen würden, sei es völlig korrekt, das zu berücksichtigen und einen solchen Ausblick zu stornieren.

Doch die zeitgleich am vergangenen Donnerstag mitgelieferten, vorläufigen Schätzungen zum ersten Quartal würden andeuten, dass der Konzern weniger unter Druck geraten sei, als dies bei stark konjunkturabhängigen Branchen der Fall sei. So habe Beiersdorf den Umsatzrückgang in den ersten drei Monaten auf 3,1 Prozent beziffert. Die Chance, dass sich der Druck auf Umsatz und Gewinn auch im zweiten Quartal in einem Rahmen halte, der kleiner ausfalle als für die deutsche Wirtschaft insgesamt, sei gegeben. Und damit wäre auch eine gute Basis für einen Trade mit einem Inline-Optionsschein vorhanden, zumal das Chartbild das dafür ideale Szenario einer Seitwärtsbewegung andeute.

Die Aktie habe bis Mitte März zwar kräftig an Boden verloren, aber das Jahrestief 2019 bei 80,60 Euro auf Schlusskursbasis gehalten. Dadurch sei im Bereich 77,62 Euro (das Verlaufstief des 16. März) und 80,60 Euro (das Verlaufstief vom Februar 2019) eine Unterstützungszone entstanden, von welcher aus sich eine dynamische Gegenbewegung nach oben etabliert habe, die sich gegenwärtig seitwärts einpendle.

Mit Blick auf die voraussichtlich moderaten Einbußen bei Umsatz und Gewinn sei damit eine Gemengelage entstanden, die es einerseits wenig wahrscheinlich mache, dass die Aktie über die Handelsspanne aus dem Herbst/Winter zwischen 100,90 und 108,05 Euro hinauslaufe, die der Kurs eingenommen habe, bevor die Pandemie zu einem Thema geworden sei. Auf der anderen Seite wäre ein Abstieg der Aktie unter das Tief des 16. März bei 77,62 Euro weniger wahrscheinlich, weil dieses Tief erreicht worden sei, als viele Anleger deutlich massivere wirtschaftliche Konsequenzen dieser Pandemie gefürchtet hätten, als man das heute vermuten müsste. Ein Inline-Optionsschein, dessen oberes und unteres KO-Level jeweils klar außerhalb dieser Handelsspanne zwischen 77,62 und 108,05 Euro lägen, hätte damit eine gute Perspektive, zum Laufzeitende den maximalen Auszahlungsbetrag zu erreichen.

Mit einem Inline-Optionsschein (WKN SR46RW) auf die Beiersdorf-Aktie würden risikofreudige Anleger den maximalen Auszahlungsbetrag von 10,00 Euro erzielen, wenn sich die Aktie bis einschließlich 19.06.2020 durchgehend über der unteren Knockout-Schwelle von 70,00 Euro und unterhalb der oberen Knockout-Schwelle von 120,00 Euro bewege. Gerechnet vom Stand des Scheins am 6. April 2020 um 17:30 Uhr (Briefkurs 8,47 Euro) würde dies einem Kursgewinn von 18 Prozent entsprechen. Sollte eine der beiden Knockout-Schwellen erreicht werden, würde ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals eintreten. Zur Vermeidung eines solchen Knockouts sollte deshalb der vorzeitige Ausstieg aus dieser spekulativen Position erwogen werden, falls die Aktie mit Schlusskursen unter 77,00 Euro oder aber mit Schlusskursen über 109,00 Euro aus der derzeitigen Handelsspanne ausbrechen und sich so den Knockout-Levels des Inline-Optionsscheins annähern würde. (07.04.2020/oc/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyseeinsehen.


 

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