Discount-Optionsschein Plus Long auf EURO STOXX 50: Mittelfristig interessant - Optionsscheineanalyse


11.10.19 16:30
Meldung
 
Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Martin Merz, Produktmanager bei der DZ BANK, stellt einen Discount-Optionsschein Plus Long (ISIN DE000DF1HRE8 / WKN DF1HRE ) auf den Euro Stoxx 50-Index (ISIN EU0009658145 / WKN 965814 ) vor.


Seit Ende April trete der EURO STOXX 50 mehr oder weniger auf der Stelle. Mit den schwelenden Handelsstreitigkeiten und einem möglichen No-Deal-Brexit bestünden die bekannten Risikofaktoren fort. Doch es gebe auch positive Einflussfaktoren, aus denen sich neues Aufwärtspotenzial ergeben könnte.

Mit dem Eintritt in das vierte Quartal stehe den Aktienmärkten statistisch betrachtet eine saisonal starke Phase bevor. Entsprechend interessiert hätten sich Anleger auf dzbank-derivate.de im September an Werten gezeigt, die in den letzten Monaten des Jahres Aufholpotenzial besitzen könnten. Verstärkt gesucht gewesen seien beispielsweise die Basiswerte Commerzbank und thyssenkrupp. Beide Unternehmen würden sich in einer Restrukturierungsphase befinden. Während thyssenkrupp durch weitere Veräußerungen die Holding-Struktur aufbrechen und sich künftig aufs Stahlgeschäft konzentrieren möchte, werde die Commerzbank ihre Tochter comdirect reintegrieren und zeige sich zudem offen für eine Zusammenarbeit mit den Sparkassen.

Neben den Einzelwerten hätten auch Indices im Fokus gestanden. Dabei hätten Anleger im September deutlich weniger Interesse am DAX als noch im Vormonat gezeigt. Stattdessen hätten sie sich vermehrt dem EURO STOXX 50 zugewandt. Das europäische Blue-Chip-Barometer weise im laufenden Jahr bislang einen prozentual zweistelligen Wertzuwachs auf, der maßgeblich auf die starke Entwicklung von Anfang Januar bis Ende April zurückzuführen sei.

Seit Ende April trete der EURO STOXX 50 jedoch auf der Stelle, wobei das Ausmaß der Kursschwankungen deutlich stärker geworden sei. Die Gründe dafür lägen auf der Hand. So könnten die Kursgewinne des ersten Quartals als Reaktion auf die Verluste im vierten Quartal 2019 gesehen werden. Anschließend seien die Unsicherheitsfaktoren, allen voran die Dauerthemen Brexit und Handelsstreit zwischen den USA und China, wieder stärker in das Bewusstsein der Investoren gerückt, zumal sich die Konjunkturindikatoren zuletzt auch in den USA und Europa signifikant abgeschwächt hätten und würden signalisieren, dass inzwischen alle großen Volkswirtschaften unter dem zunehmenden Protektionismus leiden würden. Neue Zölle zwischen den USA und der EU im Zusammenhang mit gewährten Subventionen für Airbus würden die Situation zusätzlich verschärfen.

Die schwelenden Handelsstreitigkeiten und ein möglicher No-Deal-Brexit würden aus Sicht der Analysten Risikofaktoren bleiben. Sollten sich diese verstärken, könnten sie die wirtschaftliche Dynamik im Euroraum abwürgen. Mit Blick auf dieses Umfeld könne das Wirtschaftswachstum im Euroraum, das im zweiten Quartal bei 0,2% gelegen habe, nach Erachten der Analysten noch als robust bezeichnet würden. Dass an den Aktienmärkten in den vergangenen Monaten zwar die Volatilität angestiegen sei, die Kurse aber nicht stärker zurückgegangen seien, würden die Analysten unter anderem darauf zurückführen, dass es auch positive Einflussfaktoren gebe.

So scheine das Niedrigzinsumfeld auf längere Zeit zementiert, zugleich werde die Notenbankpolitik der EZB wieder expansiver. Dies mache Anlagen im Rentenbereich weiterhin unattraktiv und könnte Investoren zu Anlagen in Aktien motivieren. Sollten sich die Konjunkturaussichten zu stark eintrüben, könnten die Rufe nach Konjunkturprogrammen lauter werden. Überraschungspotenzial biete eine Deeskalation im Handelsstreit. Sobald absehbar werde, dass die Industriekonjunktur einen Boden finde, dürften sich die Unternehmensgewinne erholen. Vor diesem Hintergrund würden die Analysten eine leichte und volatile Aufwärtsbewegung beim EURO STOXX 50 auf 3.650 Punkte zur Jahresmitte 2020 erwarten.

In der aktuellen Situation würden Discount-Optionsscheine Plus auf den EURO STOXX 50 eine interessante Anlagealternative darstellen. Das umfangreiche Angebot der DZ BANK umfasse verschiedene Discount-Optionsscheine Plus auf den EURO STOXX 50, sodass Anleger das ihrer Risikobereitschaft und Renditeerwartung entsprechende Produkt wählen könnten. Ein Beispiel sei ein Discount-Optionsschein Plus Long auf den EURO STOXX 50, der mit einem Basispreis und einer Barriere von 2.400,00 Punkten sowie einem Cap bei 2.900,00 Punkten ausgestattet sei und am 26.06.2020 fällig werde. Am Rückzahlungstermin, dem 26.06.2020, gebe es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:

1. Liege jeder von der Stoxx Ltd. berechnete Kurs des EURO STOXX 50 an jedem üblichen Handelstag vom 15.03.2019 bis zum 19.06.2020 (Beobachtungspreis) immer über der Barriere von 2.400,00 Punkten oder liege der Beobachtungspreis mindestens einmal auf oder unter der Barriere von 2.400,00 Punkten und der Referenzpreis auf oder über dem Cap von 2.900,00 Punkten, würden Anleger einen Rückzahlungsbetrag erhalten, der wie folgt ermittelt werde: Der Basispreis werde vom Cap abgezogen. Anschließend werde das Ergebnis mit dem Bezugsverhältnis (0,01) multipliziert.

2. Liege der Beobachtungspreis mindestens einmal auf oder unter der Barriere und liege der Referenzpreis unter dem Cap, aber über dem Basispreis, würden Anleger einen Rückzahlungsbetrag erhalten, der wie folgt ermittelt werde: Der Basispreis werde vom Referenzpreis abgezogen. Anschließend werde das Ergebnis mit dem Bezugsverhältnis multipliziert.

3. Liege der Beobachtungspreis mindestens einmal auf oder unter der Barriere und liege der Referenzpreis auf oder unter dem Basispreis, betrage der Rückzahlungsbetrag je Produkt 0,001 Euro und werde am Rückzahlungstermin gezahlt. In diesem Fall komme es zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Der vorliegend beschriebene Discount-Optionsschein Plus Long auf den EURO STOXX 50 richte sich somit an Anleger, die davon ausgehen würden, dass der EURO STOXX 50 während der Beobachtungstage (15.03.2019 bis 19.06.2020) immer über der Barriere von 2.400,00 Punkten notieren werde. Anleger würden keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) erhalten und hätten keine weiteren Ansprüche (z.B. Stimmrechte) aus den Bestandteilen des Basiswerts. (11.10.2019/oc/a/i)


 

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