Endlos Turbo Long 41,8575 auf Drägerwerk: Gelingt die Trendumkehr? Optionsscheineanalyse


10.01.19 13:00
Meldung
 
Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Das DZ BANK-Derivate-Team stellt als Alternative zum Direktinvestment in die Drägerwerk-Vorzugsaktie (ISIN DE0005550636 / WKN 555063 ) einen Endlos Turbo Long 41,8575 (ISIN DE000DDK90E5 / WKN DDK90E ) mit dem Basiswert Drägerwerk vor.


Drägerwerk sei in den Bereichen Medizintechnik und Sicherheitstechnik aktiv. Größtes Geschäftsfeld der bereits 1889 gegründeten Firma sei der Bereich "Hospital" mit einem Umsatzanteil von etwa 65%. Das Unternehmen biete hier vor allem Geräte, Systeme und Dienstleistungen in der Akutmedizin. Zum Sortiment würden beispielsweise Anästhesie- und Beatmungsgeräte, Systeme zur Thermoregulierung sowie Lösungen für die Überwachung von Patienten gehören. In diesen Produktgruppen gehöre Drägerwerk zu den europa- bzw. weltweit führenden Anbietern. Telemetrie- und IT-Lösungen, Systeme zum Gas-Management sowie weitere Dienstleistungen und Produkte würden das Angebot abrunden.

Das zweite Standbein Sicherheitstechnik (Umsatzanteil: 35%) umfasse Produkte, Systemlösungen und Dienstleistungen für den Personenschutz, Gasmesstechnik sowie ganzheitliches Gefahrenmanagement. Zum Portfolio würden beispielsweise Atemschutzausrüstungen, Brandübungsanlagen sowie Alkohol- und Drogentestgeräte gehören. Die Kunden würden aus der chemischen und petrochemischen Industrie, dem Bergbau sowie von öffentlichen Auftraggebern, wie Feuerwehr, Polizei und Katastrophenschutz stammen. Auch in diesem Geschäftszweig habe sich Drägerwerk führende Marktpositionen erarbeitet.

Mit seinem Geschäftsmodell sei das Unternehmen seit vielen Jahren auf einem Wachstumspfad. Auch im Geschäftsjahr 2018 dürfte es diese Entwicklung fortgesetzt haben. Allerdings habe der Konzern Abstriche bei der Profitabilität machen müssen und im dritten Quartal unter dem Strich sogar rote Zahlen geschrieben. Zudem habe der Vorstand im Oktober 2018 die Gewinnprognosen für das Gesamtjahr gesenkt. Begründet worden sei dies neben ungünstigen Wechselkurseffekten mit gestiegenen Kosten im Zusammenhang mit dem laufenden Investitionsprogramm.

Der Medizin- und Sicherheitstechnikkonzern setze seit jeher voll und ganz auf Forschung und Entwicklung, um mit seinen Innovationen das organische Wachstum anzukurbeln. Bislang sei die Rechnung aufgegangen. Aufgrund der Technologie- und Innovationsführerschaft habe Drägerwerk regelmäßig von den Chancen profitiert, die sich in den vorrangig adressierten Märkten ergeben hätten. Um daran anzuknüpfen, setze das familiengeführte Unternehmen mit seinen aktuellen Investitionen in Forschung und Entwicklung explizit auf Zukunftstrends und die damit verbundenen, aussichtsreichen Perspektiven. Dazu gehöre die zunehmend älter werdende Bevölkerung, was einen erhöhten Bedarf an medizinischer Versorgung impliziere. Gleichzeitig wachse der Druck, die Kosten in den Gesundheitssystemen zu begrenzen und zu senken. Innovative und effiziente Medizintechnik sei ein Ansatz. Potenzial würden aus Sicht des DZ BANK-Derivate-Teams auch die Schwellenländer bieten, in denen sich die Gesundheitssysteme rasch entwickeln würden. Das zweite Standbein sollte von zunehmend strengeren Sicherheitsvorschriften sowie einem wachsenden Umwelt-, Hygiene- und Sicherheitsbewusstsein profitieren.

Beide Geschäftsbereiche bieten nach unserer Einschätzung langfristige Wachstumsperspektiven, sowohl in den Industrie- als auch den Schwellenländern, so das DZ BANK-Derivate-Team. Um diese zu nutzen, müsse aber nicht nur entwickelt und geforscht werden. Zum aktuellen Investitionsprogramm gehöre außerdem der forcierte Ausbau der Vertriebsaktivitäten im Service- und Zubehörgeschäft. Drägerwerk wolle neben dem Verkauf seiner Geräte künftig auch verstärkt am so genannten After-Sales-Geschäft partizipieren, also Dienstleistungen und Verbrauchsmaterialien anbieten. Die aktuellen Investitionsaktivitäten klingen unseres Erachtens plausibel und sind konsequent - belasten aber kurzfristig die Gewinne, so das DZ BANK-Derivate-Team. Nach 2018 erwarte man auch 2019 keine große Verbesserung bei der Profitabilität. Die aktuelle Strategie sowie die ab 2020 erwarteten größeren Produkteinführungen sollten sich dann jedoch wieder in einer steigenden Profitabilität bemerkbar machen.

Diese Erwartungshaltung, verbunden mit den grundsätzlich guten längerfristigen Perspektiven, könnte sich auch am Kapitalmarkt durchsetzen. So sehen wir beim Blick auf den Chart, dass die Aktie seit dem Verlaufshoch von Mitte 2017 massiv unter Druck stand, so das DZ BANK-Derivate-Team. Nach der Gewinnwarnung im Oktober vergangenen Jahres sei dabei der bisherige Tiefststand der übergeordneten Abwärtsbewegung markiert worden. Anschließend sei eine Gegenbewegung gefolgt und es habe sich eine seitwärts gerichtete Konsolidierung im Bereich von rund 45,80 bis 53,90 Euro gebildet. Nach der Abwärtswelle im Dezember sei die Tendenz derzeit wieder aufwärts gerichtet. Mit dem jüngsten dynamischen Aufwärtsimpuls sei nun beinahe die obere Begrenzung der Konsolidierung erreicht. Gelinge ein nachhaltiger Ausbruch über 53,90 Euro, könnte dies nach Erachten des DZ BANK-Derivate-Teams zu einer Trendwende bei der Aktie von Drägerwerk führen, an der mit einer Long-Position partizipiert werden könne. Eine solche Position könnte dann mittels eines Stopp-Loss bei etwa 51,50 Euro abgesichert werden.

Mit einem Hebelprodukt könnten Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollziehe z.B. ein Endlos-Turbo Long auf die Drägerwerk AG & Co. KGaA die positive, aber auch die negative Kursentwicklung der Aktie gehebelt nach. Auf den Basiswert Drägerwerk AG & Co. KGaA stünden Anlegern verschiedene Endlos-Turbos Long zur Verfügung. Ein Beispiel sei der Endlos-Turbo Long mit einer aktuellen Knock-Out-Barriere von 41,8544 Euro. Werde die Knock-Out-Barriere berührt, verfalle das Zertifikat wertlos. (Stand vom 09.01.2019) (10.01.2019/oc/a/t)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyseeinsehen.


 

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