Endlos Turbo Short 1.689,84 Open End auf Gold: Welche Faktoren bewegen den Goldpreis? - Optionsscheineanalyse


07.09.17 11:00
Meldung
 
Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Das DZ BANK-Derivate-Team stellt als Alternative zum Direktinvestment in Gold einen Endlos Turbo Short 1.689,84 Open End (ISIN DE000DD1W0V1 / WKN DD1W0V ) mit dem Basiswert Gold vor.


Auf dem Weltmarkt würden die meisten Rohstoffe in US-Dollar gehandelt. In deren Preisbewegungen spiele daher die Entwicklung der US-Währung eine wichtige Rolle. Das gelte auch für Gold, das in den vergangenen Wochen mit steigenden Kursen geglänzt habe und dabei auch von der Abwertung des US-Dollar profitiert habe. Der Greenback sei aber nicht der einzige Faktor, der den Preis des Edelmetalls bewege.

Gold zähle zu den sogenannten sicheren Häfen, in denen Anleger immer dann vermehrt Zuflucht suchen würden, wenn sie nervös würden, beispielsweise weil an den Finanzmärkten die Unsicherheit über die weiteren Entwicklungen zunehme. Auslöser für eine steigende Nervosität könnten politische Entwicklungen sein, wie zuletzt die geopolitischen Spannungen zwischen Nordkorea und den USA. Sie dürften nach Ansicht der Analysten mit dazu beigetragen haben, dass der Goldpreis zuletzt deutlicher über die Marke von 1.300 US-Dollar geklettert sei und er ein so hohes Niveau erreicht habe wie seit fast einem Jahr nicht mehr. Seit dem Korrekturtief im Juli sei es damit um mehr als 11% aufwärts gegangen. Zu dieser soliden Performance beigetragen habe auch die Schwäche des US-Dollar. Dies zeige sich daran, dass der Goldpreis in Euro im selben Zeitraum nur um etwa 7% zugelegt habe.

Ebenfalls zur jüngsten Stärke des Goldpreises beigetragen haben dürften die Spekulationen über eine mögliche Pause bei der Straffung der US-Geldpolitik. Allerdings würden die Analysten weiterhin von steigenden Leitzinsen in den USA ausgehen. Zusammen mit der Erwartung einer moderaten Inflation sollten die daraus resultierenden steigenden Realzinsen die Opportunitätskosten beim Halten von Gold erhöhen, was letztlich die Investmentnachfrage dämpfen könnte.

Gold diene insbesondere in Form von Barren, Münzen und ETFs als Anlageobjekt. Der Investmentbereich habe einen großen Stellenwert in der gesamten Goldnachfrage. 2016 seien immerhin 36,4% des gesamten weltweiten Bedarfs auf diesen Bereich entfallen. Im zweiten Quartal 2017 seien es 31,1% gewesen. Das Interesse bei den Anlegern an Gold habe damit großen Einfluss auf die Entwicklung des Goldpreises. Dabei charakteristisch seien relativ starke Schwankungen bei der Nachfrage nach Barren, Münzen und Gold-ETFs.

Noch bedeutsamer bei den Schwankungen des Edelmetalls sei jedoch die Entwicklung in der Schmuckindustrie, dem größten Goldnachfrager. Im vergangenen Jahr habe die Verwendung für Schmuck einen Anteil am gesamten Goldbedarf von 47,2% gehabt. Im zweiten Quartal 2017 seien es 50,4% gewesen. Starken Einfluss auf die Schmucknachfrage hätten religiöse Feierlichkeiten wie das christliche Weihnachten, vor allem aber die Hochzeitssaison in Indien. Diese Faktoren würden in der Regel zu einer verstärkten Nachfrage nach Goldschmuck im Schlussquartal eines jeden Jahres führen. Entsprechend bereite sich der Goldmarkt auf diese Entwicklung frühzeitig vor, woraus langfristig betrachtet ein saisonales Muster resultiere, das sich durch anziehende Goldpreise in den Monaten August und September auszeichne. Die steigende Entwicklung des Goldpreises im August dieses Jahres passe damit in das saisonale Bild.

Charttechnisch betrachtet habe der Goldpreis mit dem Anstieg seit Juli dieses Jahres die übergeordnete Aufwärtsbewegung fortgesetzt, die sich seit Ende 2016 gebildet habe. Die erste Welle bis April habe den Preis dabei in der Spitze auf 1.295 US-Dollar geführt. Dann sei zunächst eine mehrmonatige Konsolidierungsphase gefolgt, innerhalb derer im Juni der Versuch misslungen sei, die 1.295er-Marke nachhaltig zu überwinden. Stattdessen sei ein erneuter Korrekturimpuls erfolgt, wobei mit dem Tief im Juli ein tieferes Tief gebildet worden sei. Daraus habe letztlich jedoch kein nachhaltig stärkerer Abwärtsdruck resultiert.

Ausgehend von 1.204 US-Dollar sei vielmehr eine dynamische Gegenbewegung gestartet, die den Goldpreis im August an die 1.295er-Marke geführt habe, die sich zunächst als Widerstand erwiesen habe, jüngst aber nachhaltig habe überwunden werden können. Die Konsolidierung seit April dieses Jahres sei damit trendkonform nach oben aufgelöst worden. Aus diesem Ausbruch aus der Konsolidierung lasse sich ein Kurspotenzial bis etwa 1.385 US-Dollar ableiten. Knapp davor, bei 1.375 US-Dollar, würden die Analysten jedoch einen markanten Widerstand sehen, der aus dem im Juli 2016 erreichten Mehrjahreshoch resultiere.

Aufgrund ihrer oben skizzierten Einschätzung bezüglich der US-Geldpolitik würden die Analysten davon ausgehen, dass der Goldpreis spätestens bei Erreichen der Zone von etwa 1.370 bis 1.390 US-Dollar sein Aufwärtspotenzial ausgereizt haben dürfte. Unterstellend, dass weder die innenpolitischen Risiken in den USA noch die geopolitischen Unsicherheiten eskalieren würden, würden die Analysten mittelfristig sinkende Goldpreisnotierungen in Richtung des Unterstützungsbereichs bei 1.200 US-Dollar erwarten. Vor diesem Hintergrund würden die aktuelle Aufwärtsbewegung des Goldpreises bzw. ein Vorstoß in die Region von 1.370 bis 1.390 US-Dollar nach Ansicht der Analysten eine Möglichkeit bieten, sich auf der Short-Seite zu positionieren. Als Stop-Loss biete sich dabei ein Wert an, der in etwa 2% bis 3% über 1.385 US-Dollar und damit maximal bei etwa 1.425 US-Dollar liege.

Bei einem Investment in den Basiswert Gold in US-Dollar sollten Anleger aus dem Euroraum einen möglichen Währungseinfluss berücksichtigen, der positiv oder negativ sein könne. Er resultiere aus der Entwicklung des Wechselkurses Euro/US-Dollar. Werte der Euro zum US-Dollar während des Anlagezeitraums ab, entstehe ein positiver Währungseffekt auf das Rohstoffinvestment. Umgekehrt werde die Performance der Rohstoffanlage geschmälert, sollte während der Haltedauer die Gemeinschaftswährung zum US-Dollar aufwerten.

Mit einem Hebelzertifikat könnten Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollziehe z.B. der Endlos Turbo Short auf den Goldpreis in US-Dollar die negative, aber auch die positive Kursentwicklung des Edelmetalls gehebelt nach. Werde die Knock-out-Schwelle (aktuell bei 1.689,84 USD) berührt, verfalle das Zertifikat jedoch wertlos. (Ausgabe vom 06.09.2017) (07.09.2017/oc/a/r)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyseeinsehen.


 

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