Endlos Turbo Short 80,351 auf Öl: Gefangen im Abwärtstrend! Optionsscheineanalyse


07.01.19 12:24
Meldung
 
Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Das DZ BANK-Derivate-Team stellt als Alternative zum Direktinvestment in Brent-Öl einen Endlos Turbo Short 80,351 (ISIN DE000DDK7DJ8 / WKN DDK7DJ ) mit dem Basiswert Brentöl vor.


Die Ölpreise hätten ihren Abwärtstrend zum Ende des Jahres 2018 ungebremst fortgesetzt. Entsprechend habe Brent Crude Oil das Kalenderjahr 2018 mit einem deutlichen Abschlag von knapp 20% gegenüber dem Vorjahreswert beendet. Die von der OPEC und anderen wichtigen Förderländern außerhalb des Kartells beschlossenen Förderkürzungen von insgesamt 1,2 Millionen Barrel pro Tag, die ab Januar 2019 in Kraft treten würden, hätten offensichtlich ihre psychologische Wirkung verfehlt.

Marktbeobachtern zufolge würden die Stützungsmaßnahmen der von der OPEC und Russland angeführten Zweckgemeinschaft zu kurz greifen. Während das OPEC-Bündnis seine Zusagen, die Produktion um 800.000 Barrel pro Tag zu senken, dank der von Saudi-Arabien bereits eingeleiteten Kürzungen und der Produktionsprobleme einiger Mitgliedsländer wie Venezuela rasch umsetzen werde, würden Analysten daran zweifeln, dass die von den Unterzeichnerstaaten außerhalb der OPEC gemachten Zusagen zeitnah eingehalten würden.

Die schweizerische UBS gehe davon aus, dass sich Russland bei der Umsetzung der Förderkürzungen wohl etwas länger Zeit lassen werde als angekündigt. Auch der überraschende Austritt Katars aus der OPEC, immerhin eines der Gründungsmitglieder des Ölkartells, habe zuletzt für Irritationen an den Terminmärkten gesorgt. Denn obwohl in Kürze mit Ghana oder Südafrika neue OPEC-Mitglieder nachrücken würden, zeige der Austritt Katars das gespaltene Verhältnis der einzelnen OPEC-Staaten untereinander.

Ein weiterer Unsicherheitsfaktor an den Terminmärkten bleibe der ungelöste Handelsstreit zwischen den USA und China. Denn die zuletzt schwächer als erwartet ausgefallenen Wirtschaftsdaten aus dem Reich der Mitte würden darauf hindeuten, dass die von US-Präsident Trump initiierten Schutzzölle auf chinesische Warenexporte ihre Wirkung nicht verfehlen würden. Komme es zu keiner zeitnahen Lösung der Handelsstreitigkeiten, könnte sich dies negativ auf die globale Ölnachfrage auswirken.

Die OPEC habe ihre Nachfrageprognose für 2019 bereits Mitte Dezember nach unten angepasst und gehe gegenüber dem Vorjahr von einem leichten Rückgang aus, wobei das Kartell bei einer weiteren Eskalation des Handelskrieges von einer weiteren Abschwächung der Ölnachfrage vor allem in den Emerging Markets in Asien ausgehe. Als problematisch erweist sich aus unserer Sicht die weiter anziehende US-Ölproduktion, die zuletzt im Dezember mit 11,7 Millionen Barrel pro Tag auf Rekordniveau verharrte, so das DZ BANK-Derivate-Team. Rohstoffanalysten würden davon ausgehen, dass der ungebrochene Schiefergas-Boom die US-Produktion in 2019 auf neue Rekordwerte jenseits der Marke von 12 Millionen Barrel pro Tag hieven werde.

Die jüngste Preisaktion bei Brent zeigt nach unserer Einschätzung, dass die Marktteilnehmer in 2019 von einem insgesamt anziehenden Ölangebot bei gleichzeitig sinkender Nachfrage ausgehen, so das DZ BANK-Derivate-Team. Die Ankündigung einiger hochrangiger OPEC-Funktionäre, wonach das OPEC-Kartell die Stützungsmaßnahmen im Rahmen der nächsten turnusmäßigen Sitzung im April mit hoher Wahrscheinlichkeit ausweiten wolle, sei hingegen kaum auf positive Resonanz gestoßen. Das Marktsentiment bleibe daher nach Erachten des DZ BANK-Derivate-Teams übergeordnet bearisch. Für eine nachhaltige Trendwende wäre ein bedeutendes externes Ereignis wie etwa eine Einigung zwischen den USA und China im laufenden Handelsstreit notwendig.

Nach dem Unterschreiten der Support-Zone bei 60 USD habe man bei Brent eine Beschleunigung des seit Anfang Oktober 2018 bestehenden Abwärtstrends gesehen. Dabei wurden Kurserholungen in schöner Regelmäßigkeit mit Gewinnmitnahmen beantwortet, was unserer Einschätzung nach kurzfristig auf eine Fortsetzung der Korrekturbewegung hindeutet, so das DZ BANK-Derivate-Team. Es biete sich daher an, den Stopp-Loss bei bestehenden Short-Positionen auf 57,30 USD nachzuziehen.

Mit einem Hebelprodukt könnten Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollziehe z.B. ein Endlos-Turbo Short auf Brent fallende, aber auch steigende Kursnotierungen des Brent Crude Future Contract gehebelt nach. Auf den Basiswert Brent Crude Future Contract stünden verschiedene Endlos-Turbos Short zur Verfügung. Ein Beispiel sei der Endlos-Turbo Short mit einem aktuellen Basispreis von 80,351 USD und einer aktuellen Knock-Out-Barriere von 80,351 USD. Werde die Knock-Out-Barriere berührt, verfalle das Zertifikat wertlos. (Stand vom 04.01.2018) (07.01.2019/oc/a/r)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyseeinsehen.


 

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