Investmentidee: Vontobel-Optionsscheine auf Autohersteller - Lieferengpässe und Verzug - Optionsscheineanalyse


13.10.21 11:31
Meldung
 
München (www.optionsscheinecheck.de) - Für Vontobel sind die Aktien von BMW (ISIN DE0005190003 / WKN 519000 ), Daimler (ISIN DE0007100000 / WKN 710000 ) und Tesla (ISIN US88160R1014 / WKN A1CX3T ) sowie die Volkswagen-Vorzugsaktie (ISIN DE0007664039 / WKN 766403 ) eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Optionsscheinen von dieser Einschätzung profitieren können.


Verursacht durch die Coronakrise und die damit gestiegene Nachfrage nach Notebooks und anderen Elektronikprodukten, sei es in der bereits ausgelasteten Halbleiter-Branche zu Lieferengpässen und Verzug gekommen. Dies habe bei vielen Autobauern für große Produktionsausfälle und sogar vorübergehende Werkschließungen gesorgt. So sei laut dem "Handelsblatt" die Zulassung von Neuwagen im September in Deutschland um 26 Prozent zurückgegangen. Gleichzeitig würden die Gewinnprognosen der Premiumhersteller erhöht.

Felix Kuhnert, Leiter des Bereichs Automotive bei PwC, gehe davon aus, dass aufgrund des Halbleitermangels zwischen zehn und elf Millionen Fahrzeuge nicht produziert werden könnten. So schätze die Beratungsfirma Alix Partners die entgangenen Einnahmen für die Fahrzeugproduzenten dieses Jahr global auf 210 Milliarden US-Dollar (EUR 179 Mrd.). Laut dem Autozulieferer Continental würden viele Marktbeobachter erst im Jahre 2023 von einer deutlichen Besserung ausgehen.

Dieses Problem sei jedoch teilweise selbstverschuldet, wie das "Handelsblatt" berichte, denn viele Autohersteller hätten zu Beginn der Pandemie bereits zugesagte Mengen bei den Halbleiterfirmen aufgrund des eigenen Nachfrageeinbruchs nach Neuwagen storniert. Da nun die Nachfrage wieder angezogen habe, würden diese Chips fehlen. So stünden bei vielen Produktionsstätten die Bänder über Wochen oder gar Monate still. Auch die Kurzarbeitsanträge seien im Automobilsektor wieder gestiegen.

Der Mangel an Halbleitern mache sich auch bei Daimler spürbar. So seien im dritten Quartal die Verkäufe bei Mercedes um über 30 Prozent eingebrochen, berichte das "Handelsblatt". Auch die kommenden drei Monate würden richtig hart werden, erkläre Ferdinand Dudenhöffer, Leiter des Center Automotive Research (CAR). So seien die Fahrzeugbestände bei den Händlern mittlerweile "leergefegt". Darunter könnten am Jahresende die Ergebnisse aller Automobilhersteller und Zulieferer leiden. Trotz dieses rauen Umfelds könnte Daimler allerdings satte Gewinne mit zweistelliger Umsatzrendite erzielen. So würden sämtliche verfügbaren Elektrobauteile vorrangig bei der Produktion von margenstarken Modellen wie der S-Klasse und SUVs eingesetzt. Hingegen sei die Produktion von Modellen mit geringerem Deckungsbeitrag wie der A-Klasse gedrosselt oder teils gänzlich gestoppt. Auch die Rabatte auf Neuwagen sollten stark gekürzt worden sein.

Auch die Lastwagenindustrie sei von der Chipkrise stark betroffen. So verkünde Martin Daum, Chef von Daimler Truck AG, sein Unternehmen werde definitiv weniger Lastwagen ausliefern als geplant. Ein Problem dabei sei, dass, im Gegensatz zur PKW-Sparte, nicht einfach die Preise erhöht werden könnten. So seien die Lastwagen schon alle vorverkauft; die zusätzlichen Kosten müssten zunächst selbst getragen werden. Trotzdem produziere Daimler Truck "auf Halde", um eine schnelle Lieferung zu gewährleisten, wenn die Chips eintreffen würden.

Der Automobilproduzent BMW sehe im dritten Quartal einem Rückgang von 12,2 Prozent entgegen. So habe der Konzern bekannt gegeben, bislang den Mangel an Halbleitern noch abfedern zu können, jedoch seien künftige Effekte auf den Absatz in den kommenden Monaten nicht auszuschließen. Dennoch hätten die Münchner in den ersten neun Monaten den Absatz um 17,9 Prozent auf rund 1,9 Millionen Fahrzeuge steigern können. Zusätzlich sei bekannt gegeben, positive Preiseffekte bei Neu- und Gebrauchtwagen würden die negativen Absatzeffekte "überkompensieren". Auch hier würden margenstarke Modelle vorrangig produziert.

Bei Volkswagen würden die Lieferengpässe zu Produktionsausfällen und Kurzarbeit am Stammsitz Wolfsburg führen. So sei die Montagelinie bei dem VW Golf seit Anfang Oktober nur noch in der Frühschicht in Betrieb und seit dem 4. Oktober gebe es "komplett Kurzarbeit", wie die "Braunschweiger Zeitung" berichte. So sei der Plan, "auf Halde" zu produzieren, um eine schnellstmögliche Auslieferung zu garantieren, sobald die benötigten Elektronikkomponenten eintreffen würden.

Während viele Automobilhersteller unter Chipmangel leiden würden, habe Tesla einen Absatzrekord erzielen können. Laut "Handelsblatt"-Berichten habe Tesla im dritten Quartal 241.300 Fahrzeuge produziert. Dies sei eine Steigerung von 73 Prozent zum Vorjahr und habe die Analystenerwartungen übertroffen. Doch auch Tesla sei von Lieferengpässen betroffen. So seien Lieferverzögerungen und Produktionspausen nicht zu vermeiden gewesen.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel der Turbo-Call-Optionsschein (ISIN DE000VQ5NNL6 / WKN VQ5NNL ) auf BMW. Der Basispreis und der Knock out befänden sich bei EUR 75,35. Der Abstand zu Knock-Out betrage 12,66%. Das Bezugsverhältnis liege bei 0,1. Der Hebel belaufe sich auf 7,70. Der Geldkurs liege bei EUR 1,11. Der Briefkurs werde bei EUR 1,15 gesehen. (Stand: 13.10.2021, 11:09)

Interessant sei auch der Turbo-Call-Optionsschein (ISIN DE000VQ40N77 / WKN VQ40N7 ) auf die Aktie von Volkswagen. Der Basispreis und der Knock out würden EUR 162,51 betragen. Der Abstand zu Knock-Out betrage 13,75%. Das Bezugsverhältnis liege bei 0,1, der Hebel bei 7,14. Der Geldkurs belaufe sich auf EUR 2,60 und der Briefkurs betrage EUR 2,68. (Stand: 13.10.2021, 11:09)

Außerdem sei der Turbo-Call-Optionsschein (ISIN DE000VX0VDA5 / WKN VX0VDA ) auf Tesla interessant. Der Optionsschein habe einen Basispreis und einen Knock out von USD 698,49. Das Bezugsverhältnis liege bei 0,1. Der Hebel belaufe sich auf 6,89. Der Geldkurs liege bei EUR 9,94. Der Briefkurs werde bei EUR 10,12 gesehen. (Stand: 13.10.2021, 11:09)

Eine Investmentidee sei zudem der Turbo-Call-Optionsschein (ISIN DE000VX1K962 / WKN VX1K96 ) auf Daimler. Der Basispreis und der Knock out befänden sich bei EUR 71,47, das Bezugsverhältnis bei 0,1 und der Hebel bei 7,54. Der Abstand zu Knock-Out betrage 13,00%. Der Geldkurs betrage EUR 1,06 und der Briefkurs EUR 1,09. (Stand: 13.10.2021, 11:09)

Ausgewählte Risiken:

Korrelationsrisiko: Multi Aktienanleihen mit Barriere (Worst of): Dieser Typ der Aktienanleihen bezieht sich auf mehrere Basiswerte. Damit ist der Grad der Abhängigkeit der Wertentwicklung der Basiswerte voneinander (sog. Korrelation) wesentlich für die Beurteilung des Risikos, dass mindestens ein Basiswert seine Barriere erreicht. Anleger sollten beachten, dass bei mehreren Basiswerten für die Bestimmung des Auszahlungsbetrags der Basiswert maßgeblich ist, der sich während der Laufzeit der Wertpapiere am schlechtesten entwickelt hat (sog. Worst-of-Struktur). Das Risiko eines Verlusts des investierten Kapitals ist daher bei Worst-of-Strukturen wesentlich höher als bei Wertpapieren mit nur einem Basiswert.

Marktrisiko: Die Entwicklung der Aktienkurse der jeweiligen Unternehmen ist von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig, die der Anleger bei der Bildung seiner Marktmeinung zu berücksichtigen hat. Der Aktienkurs kann sich auch anders entwickeln als erwartet, wodurch Verluste entstehen können.

Emittenten-/Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie - beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen - nicht erfüllen können. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde kann im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung. (Ausgabe vom 12.10.2021) (13.10.2021/oc/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyseeinsehen.


 

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