Klassische Optionsscheine auf Apple: Endlich ein Lebenszeichen - Optionsscheineanalyse


08.02.19 12:00
Meldung
 
Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Christian-Hendrik Knappe, stellt einen Klassischen Call-Optionsschein (ISIN DE000DS2R3T3 / WKN DS2R3T ) sowie einen Klassischen Put-Optionsschein (ISIN DE000DS2R4V7 / WKN DS2R4V ) der Deutschen Bank auf die Apple-Aktie (ISIN US0378331005 / WKN 865985 ) vor.


Es habe eine Weile gedauert, doch nun scheinen Anleger sich wieder mit Apple versöhnt zu sein. Im Herbst 2018 hätten die Sorgen vor schwächeren iPhone-Absätzen und die Ankündigung des Konzerns mit dem Apfel im Logo, die genauen Smartphone-Verkäufe nicht mehr ausweisen zu wollen, für einen Absturz der Apple-Aktie gesorgt. Nun könnte Apple die Wende eingeleitet haben.

Beim Absturz der Apple-Aktie habe es sich um einen besonders tiefen Fall gehandelt, zumal hierbei von dem Unternehmen die Rede sei, das kurz zuvor als erster börsennotierter Konzern der Welt bei der Marktkapitalisierung die Marke von 1 Billion US-Dollar habe knacken kennen. Die Kursverluste hätten dafür gesorgt, dass Apple beim Börsenwert zum Jahresende noch von Microsoft und Amazon überholt worden sei. Die am 29. Januar 2019 vorgelegten Ergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2018/19 (Ende Dezember) könnten nun jedoch für die erhoffte Initialzündung gesorgt haben.

Dass Apples China-Geschäft angesichts des chinesisch-amerikanischen Handelsstreits und einer rückläufigen Wachstumsdynamik der chinesischen Wirtschaft Schwächen aufweisen würde, sei nicht überraschend gekommen. Schließlich habe Apple die Umsatzerwartungen für das Weihnachtsquartal genau aus diesem Grund von zuvor 89 bis 93 Mrd. US-Dollar auf 84 Mrd. US-Dollar gesenkt. Auch die schwächeren iPhone-Umsätze seien angesichts einiger Berichte über rückläufige Produktionszahlen bei Apples Smartphone-Spitzenmodellen keine große Überraschung mehr gewesen.

Beispielsweise habe die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei am 10. Januar 2019 berichtet, dass Apple die Produktionsaufträge für seine Spitzenmodelle iPhone XR und XS im März-Quartal um etwa 10 Prozent senken würde und seine Zulieferer entsprechend schon Ende Dezember informiert hätte. Dies konnten Anleger letztlich einpreisen. So habe es offenbar niemanden mehr geschockt, dass Apple für das Weihnachtsquartal einen Umsatzrückgang im iPhone-Geschäft gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent vermeldet habe.

Konzernweit hätten die Umsatzerlöse im Dezember-Quartal bei 84,3 Mrd. US-Dollar und damit um 5 Prozent unter dem Vorjahreswert gelegen. Der Nettogewinn habe im Vorjahresvergleich stagniert, habe aber immer noch bei beeindruckenden 20,0 Mrd. US-Dollar gelegen. Außerdem habe Apple bei den Verkäufen von Macs, iPads und Wearables zulegen können. Darüber hinaus seien die Erlöse mit Dienstleistungen um 19 Prozent auf den Rekordwert von 10,9 Mrd. US-Dollar geklettert. Gleichzeitig habe Konzernchef Tim Cook auf die unglaubliche Zahl von 1,4 Milliarden Apple-Geräten verwiesen, die sich mittlerweile weltweit in Nutzung befinden würden. Dieses große und stark wachsende Ökosystem würde es Apple erlauben, den Dienstleistungsbereich noch weiter auszubauen.

In einigen Bereichen habe Apple zuletzt einige wenig überzeugende Ergebnisse abgeliefert. Vor allem die Umsatzrückgänge mit den iPhone-Verkäufen und im China-Geschäft dürften auf Anlegerseite für Enttäuschung gesorgt haben. Allerdings habe Apple auch einige Erfolge vorzuweisen gehabt - vor allem in Zukunftsbereichen wie dem Dienstleistungsangebot. Dies belege, dass das Unternehmen immer mehr drauf und dran sei, sich von den Smartphone-Verkäufen unabhängig zu machen. Die positiven Marktreaktionen auf die jüngste Bilanzvorlage würden zeigen, dass nun offenbar auch eine große Anzahl von Investoren der Meinung sei, dass Apple der Umstieg gelingen könnte.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Apple-Aktie erwarten würden, könnten mit einem klassischen Optionsschein Call der Deutschen Bank (Laufzeit bis zum 18.12.2019) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Optionsscheins liege derzeit bei 9,97. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem klassischen Optionsschein Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 13,12; Laufzeit bis zum 18.12.2019) auf fallende Kurse der Apple-Aktie setzen. (Stand vom 07.02.2019) (08.02.2019/oc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Der Vorstand und/oder Mitarbeiter der aktiencheck.de AG halten eine Netto-Longposition in den Aktien des analysierten Unternehmens. Es besteht also ein Interessenkonflikt auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen wollen.


 

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