Mini Future Long-Optionsschein 1,0941 Open End auf EUR/USD: Euro vollzieht Trendwende - Optionsscheineanalyse


07.08.17 09:29
Meldung
 
Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Das DZ BANK-Derivate-Team stellt als Alternative zum Direktinvestment in das Währungspaar EUR/USD (ISIN EU0009652759 / WKN 965275 ) einen Mini Future Long-Optionsschein 1,0941 Open End (ISIN DE000DGY1595 / WKN DGY159 ) mit dem Basiswert EUR/USD vor.


Das Währungspaar EUR/USD sei im Ranking der am häufigsten aufgerufenen Basiswerte auf dzbank-derivate.de an vierter Stelle nach dem DAX, Daimler und Fraport gelandet. Dabei habe das Interesse an dem Währungspaar gegenüber dem Vormonat nochmals zugenommen. Die Gemeinschaftswährung habe seit Jahresbeginn insbesondere gegenüber dem US-Dollar deutlich aufwerten können.

Nach Einschätzung der Analysten gebe es dafür mehrere Gründe. So scheinen die Marktteilnehmer allmählich die Zuversicht zu verlieren, dass Donald Trump tatsächlich noch der große Wurf in Sachen Steuererleichterungen gelingt, so die Analysten der DZ BANK. Nachdem der US-Präsident selbst mit dem Vorhaben gescheitert sei, die Gesundheitsreform seines Vorgängers nur in Teilen rückgängig zu machen, würden es führende Republikaner für wenig wahrscheinlich halten, dass Trump sein Ziel einer Senkung der Körperschaftsteuer für Unternehmen von 35% auf 15% umsetzen könne. Ohne zusätzliche Anreize könnte das Wachstum der US-Wirtschaft indes weniger dynamisch ausfallen, was die FED wiederum dazu veranlassen könnte, bei den Zinserhöhungen vom Gas zu gehen, zumal die Inflation nach wie vor niedrig sei.

Darüber hinaus werde darauf spekuliert, dass die EZB einen baldigen Kurswechsel in ihrer extrem gelockerten Geldpolitik ankündige. Auch wenn EZB-Präsident Mario Draghi im Anschluss an die jüngste Sitzung des EZB-Rats wiederholt darauf hingewiesen habe, dass die EZB bei Bedarf die Anleihekäufe jederzeit ausweiten könne, hätten die Marktteilnehmer das Ausbleiben einer kritischen Äußerung, dass die Euro-Aufwertung zu schnell gegangen sei oder das Erreichen der Preisstabilität gefährde, positiv für die Gemeinschaftswährung gewertet, die daraufhin weiter zugelegt habe. Langfristig spreche nach Ansicht der Analysten vieles für eine weitere Euro-Aufwertung, kurzfristig würden sie jedoch Korrekturpotenzial sehen. Interessant werde es im Herbst dieses Jahres, dann würden viele Marktteilnehmer von der EZB die Ankündigung von Veränderungen in Sachen Geldpolitik erwarten.

Das charttechnische Bild des Währungspaares EUR/USD habe sich nach Einschätzung der Analysten zugunsten des Euro aufgehellt. Im Zuge des langfristigen, seit Juli 2008 bestehenden Abwärtstrends habe der Euro im März 2015 einen markanten Tiefpunkt bei 1,0462 USD markiert. Anschließend habe er sich in einer Schiebezone zwischen 1,0462 und 1,1450/1,1713 USD seitwärts bewegt. Anfang Januar sei der Euro kurzzeitig auf 1,0340 USD zurückgefallen. Allerdings sei die Marke von 1,04 USD nicht nachhaltig unterschritten worden. Vielmehr habe der Euro kurz darauf begonnen wieder zu steigen, sodass der Ausbruch vom Anfang des Jahres als Fehlausbruch habe qualifiziert werden müssen. Solchen würden in der Regel starke Bewegungen in die Gegenrichtung folgen. Zu dieser sei es in den darauf folgenden Monaten gekommen. Im April sei der Euro über die 200-Tage-Linie angestiegen und Ende Juni auf den Widerstandsbereich um 1,1450 USD gestoßen. Dieser sei Mitte Juli überwunden worden, und inzwischen sei der Euro auch über das Hoch vom 24.08.2015 bei 1,1713 USD angestiegen.

Damit habe der Euro nach Einschätzung der Analysten eine untere Trendwende vollzogen, aus der sich ein längerfristiges Kursziel von 1,24 USD ableiten lasse. Der Anstieg über das bei 1,1736 USD liegende 38,2%-Fibonacci-Retracement der letzten größeren Abwärtsbewegung (von 1,3993 auf 1,0340 USD) lasse ebenfalls einen weiteren Anstieg zum 50%-Retracement bei 1,2167 USD erwarten. Vor diesem Hintergrund könnten Kursrücksetzer des Euro zum Aufbau einer Long-Position genutzt werden. Die früheren Hochpunkte bei 1,1713/1,1616 würden dabei erste Anlaufpunkte darstellen. Auch ein Pullback zum Widerstandsbereich um 1,1450 USD sei möglich, wobei dieser in eine Unterstützung gewandelt werden sollte. Um das Szenario einer erfolgreichen Trendwende nicht infrage zu stellen, sollte der Euro allerdings nicht mehr nachhaltig unter 1,1450 USD zurückfallen. Long-Positionen sollten spätestens bei einem Rückfall unter 1,1110 USD aufgelöst werden.

Mit einem Hebelzertifikat könnten Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollziehe z.B. ein Mini-Future Long auf das Währungspaar EUR/USD die positive, aber auch die negative Kursentwicklung des Euro gegenüber dem US-Dollar gehebelt nach. Werde jedoch die Knock-out-Schwelle (aktuell bei 1,0941 USD) berührt, verfalle das Zertifikat wertlos. (Stand vom 04.08.2017) (07.08.2017/oc/a/w)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyseeinsehen.


 

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