Open End Turbo Short auf 1&1 Drillisch: 5G-Kosten steigen - Optionsscheineanalyse


29.04.19 10:00
Meldung
 
Lauda-Königshofen (www.optionsscheinecheck.de) - 1&1 Drillisch (ISIN DE0005545503 / WKN 554550 ) gehört zu den vier Konzernen, die um 5G-Frequenzen mitbieten.
Die Kosten dafür übersteigen bereits die Schätzungen und könnten noch höher werden. Mit einem Open End Turbo Short (ISIN DE000CQ949R1 / WKN CQ949R ) der Citigroup auf eine fallende 1&1-Drillisch-Aktie könnte sich eine Trading-Chance von 75 Prozent ergeben, so Stephan Feuerstein von "boerse-daily.de" in seiner aktuellen Veröffentlichung.

1&1 Drillisch sei ein deutscher Telekommunikationsanbieter. Das Unternehmen gehöre seit 2017 mehrheitlich zu United Internet (unter anderem GMX, web.de) und biete Dienste in den Bereichen Mobilfunk, Festnetz und IPTV an. Im Zuge der Übernahme sei dessen Sparte 1&1 in Drillisch eingebracht worden.

Drillisch biete zwar Mobilfunkverträge an, betreibe aber keine eigenen Netze, sondern miete das Netz von Telefónica Deutschland an. Zwar habe das Unternehmen zuletzt zuversichtlich in die Zukunft geblickt, die Aussicht auf eine geringere Dividende habe die Aktie aber schon einmal abstürzen lassen.

Als Grund für die Kappung habe 1&1 Drillisch die hohen Kosten für die neue Mobilfunkgeneration 5G genannt, deren Frequenz-Auktion derzeit laufe. 1&1 Drillisch habe beim von sich begehrten Paket die Marke von einer Milliarde Euro überschritten. An der Auktion nähmen auch Telekom, Vodafone und Telefónica teil.

Seit Mitte März würden die ersten Frequenzen versteigert. Die Gesamtsumme liege schon weit über den anfangs geschätzten 3 bis 5 Milliarden Euro. Nach der 252. Runde der 5G-Auktion seien 5,57 Milliarden Euro erreicht gewesen. Das Problem: Keiner der Bieter scheine bislang nachgeben zu wollen.

Deshalb seien die Anleger wegen der wohl deutlich höheren Kosten skeptisch geworden. Das schlage sich in der Aktie von 1&1 Drillisch nieder. Technisch habe sie im April den tiefsten Stand seit Anfang 2015 erreicht. Der Abwärtstrend im Chart auf Wochenbasis bestehe seit mehr als einem Jahr.

Das Unterschreiten der bisherigen Tiefs um 34 und um 35 Euro könnte neues Abwärtspotenzial ausgelöst haben, denn hier habe sich die Aktie im Oktober und Februar eine Unterstützung erarbeitet. Seitdem fungiere der Bereich um 34,50 Euro als Widerstand. Zweimal sei die Aktie im April gescheitert.

Aufgrund dieser angeschlagenen Lage könnte die Aktie von 1&1 Drillisch in den nächsten Wochen weiter nachgeben. Ein Ziel nach unten könnte sich am Tief von Ende 2014 um 23 Euro befinden. Ein risikobegrenzender Stoppkurs könnte am genannten Widerstand um 34,50 Euro platziert werden.

Mit einem Open End Turbo Short könnten sehr risikofreudige Anleger, die von einer fallenden 1&1-Drillisch-Aktie ausgehen würden, überproportional mit einem Hebel von 2,3 profitieren. Der Abstand zur Stopp-Loss-Barriere betrage dabei 40,6 Prozent. Der Einstieg in diese spekulative Position biete sich stets unter der Beachtung eines risikobegrenzenden Stoppkurses an.

Dieser könnte im Basiswert bei 35,50 Euro platziert werden. Im Open End Turbo Short ergebe sich daraus ein Stoppkurs bei 1,11 Euro. Unter 32 Euro könnte er bereits zur Absicherung auf Einstandsniveau nachgezogen werden. Ein Trading-Ziel nach unten könnte sich auf weitere Sicht um 23 Euro ergeben. Für diese spekulative Idee betrage das Chance-Risiko-Verhältnis 4,2 zu 1. (29.04.2019/oc/a/t)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyseeinsehen.


 

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