Optionsscheine auf Netflix: Kann Netflix mit den ganz Großen mithalten? - Optionsscheineanalyse


26.04.18 11:00
Meldung
 
Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Experte von X-markets by Deutsche Bank, Christian-Hendrik Knappe, stellt einen Call-Optionsschein (ISIN DE000DS2RAR8 / WKN DS2RAR ) sowie einen Put-Optionsschein (ISIN DE000DS1E9L3 / WKN DS1E9L ) der Deutschen Bank auf die Netflix-Aktie (ISIN US64110L1061 / WKN 552484 ) vor.


Einige Marktteilnehmer würden sich noch immer fragen, warum Netflix in einem Atemzug mit US-Technologie-Größen wie Amazon, Apple, Facebook oder der Google-Muttergesellschaft Alphabet genannt werde. In vielen Bereichen könne Netflix noch nicht mit diesen Unternehmen mithalten. Die jüngsten Geschäftszahlen dürften jedoch einige Zweifler eines Besseren belehrt haben. Allerdings nicht alle.

Am 16. April habe der Video-on-Demand-Anbieter seine Zahlen für das erste Quartal 2018 präsentiert. Anleger hätten begeistert reagiert. Sie hätten der Netflix-Aktie den Sprung auf ein neues Allzeithoch beschert. Schließlich habe das Unternehmen, das vor allem mit seiner Serie "House of Cards" bekannt geworden sei, die eigenen Erwartungen, aber auch die Analystenschätzungen übertreffen können. Die Nutzerzahl sei um 7,4 Millionen auf nun 125,0 Millionen User gestiegen. Netflix selbst habe lediglich mit einem Anstieg von 6,35 Millionen auf 124,0 Millionen Nutzer gerechnet. Im laufenden zweiten Quartal 2018 sollten laut Unternehmensprognose weltweit noch einmal rund 6,2 Millionen User hinzukommen.

Mehr Netflix-Nutzer und Preiserhöhungen hätten dafür gesorgt, dass der Konzern die Umsatzerlöse im Vorjahresvergleich deutlich um 40 Prozent auf 3,7 Mrd. US-Dollar habe steigern können. Im Juni-Quartal werde auf Unternehmensseite nun sogar mit einem weiteren Plus von 41 Prozent gerechnet. Der Nettogewinn sei von 178 Mio. US-Dollar im ersten Quartal 2017 auf nun 290 Mio. US-Dollar gestiegen. Einmal mehr seien es die beliebten Eigenproduktionen gewesen, die Serien- und Filmliebhaber ein Netflix-Konto hätten eröffnen lassen. Erneut sei das internationale Geschäft besonders rasant gewachsen. Während Netflix damit einmal mehr überzeugende Kennzahlen habe präsentieren können, gebe es auch eine Reihe von Aspekten, die Anlegern immer noch Kopfschmerzen bereiten dürften.

Allen voran wäre die Geschwindigkeit zu nennen, mit der Netflix Geld verbrenne. Zwar habe das Unternehmen im ersten Quartal eine leichte Verbesserung beim Free Cashflow verbuchen können, diese sei jedoch eher Einmaleffekten geschuldet gewesen. Der entsprechende Wert sei mit -287 Mio. US-Dollar ausgewiesen worden, nach -524 Mio. US-Dollar im Schlussquartal 2017 und -423 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Die Gesamtjahresprognose eines negativen Free Cashflow von 3 bis 4 Mrd. US-Dollar sei jedoch von Managementseite bestätigt worden. Vielmehr habe die Geschäftsführung für einige weitere Jahre einen negativen Free Cashflow in Aussicht gestellt. Grund dafür seien die Kosten für in Eigenregie produzierte Serien, Filme und Dokumentationen sowie die steigenden Marketingausgaben.

Während Netflix weiterhin sehr viel investiere, würden sich Marktteilenehmer außerdem fragen, ob die Netflix-Aktie ihren steilen Anstieg der vergangenen Jahre fortsetzen könne. Vor allem, wenn das Wachstum einmal stocken sollte. Zumal die Konkurrenz, bestehend aus Disney, Amazon, Apple oder Facebook, nicht schlafe und in vielen Fällen finanziell deutlich besser ausgestattet sei.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Netflix-Aktie erwarten würden, könnten mit dem klassischen Optionsschein Call der Deutschen Bank (Laufzeit bis zum 13.03.2019) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Optionsscheins liege derzeit bei 12,44. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit dem klassischen Optionsschein Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 11,40; Laufzeit bis zum 13.03.2019) auf fallende Kurse der Netflix-Aktie setzen. (Stand vom 24.04.2018) (26.04.2018/oc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyseeinsehen.


 

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