Rohstoffmärkte warten auf Ergebnisse der Notenbanken


02.08.12 10:53
Meldung
 
Paris (www.optionsscheinecheck.de) - Mitte dieser Woche werden einige wichtige Konjunkturdaten bekannt gegeben, so die Analysten der Société Générale in ihrer aktuellen Ausgabe von "Investment & Life Rohstoffe".


Mittwochabend veröffentliche die US-Notenbank ihre Sitzungsergebnisse. Auch die Europäische Zentralbank gebe am Donnerstag ihre Sitzungsergebnisse bekannt. An den Rohstoffmärkten werde mit Spannung auf die Ergebnisse gewartet. Die Société Générale habe in diesem Zusammenhang unter anderem ihr Angebot an klassischen Optionsscheine erweitert, mit denen Anleger ihre Markterwartung umsetzen könnten.

Anleger würden gespannt auf den Ausgang des Treffens der Federal Reserve am Mittwoch warten. Annahmen von Experten würden auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik hindeuten. An der New York Mercantile Exchange seien Gold-Futures für die Lieferung im Oktober bei rund 1.600 US-Dollar gehandelt worden. Der Handel sei die letzten Tage relativ bewegungslos geblieben. Das rückläufige Wirtschaftswachstum in den USA erhöhe die Wahrscheinlichkeit, dass die Federal Reserve weitere Stimulierungsmaßnahmen ergreifen werde, um die Konjunktur zu unterstützen.

Zudem werde das am Donnerstag stattfindende Treffen der Europäischen Zentralbank von Investoren mit Spannung erwartet. Der EZB-Chef Mario Draghi habe zuletzt angekündigt, alles in seiner Macht stehende zu unternehmen, um den Euro zu schützen. Die Ankündigung habe die Erwartungen von Händlern gestärkt, dass die Europäische Zentralbank neue geldpolitische Maßnahmen ergreifen könnte, um der Krise in den Euro-Staaten entgegenzuwirken.

Auch die Kursentwicklungen der anderen Edelmetalle seien in dieser Woche von den Ergebnissen der Notenbanken abhängig. Eine Feinunze des Edelmetalls Silber habe am Dienstag bei rund 28,00 US-Dollar notiert.

Warum sei der Ausgang der Sitzung der Zentralbanken so wichtig für den Goldpreis? Im Vergleich zu allen anderen Rohstoffen komme Edelmetallen eine Sonderrolle zu: Im Gegensatz zu Industriemetallen, Energie- und Agrarrohstoffen seien sie zu vertretbaren Kosten auch lagerfähig. Insbesondere bei Gold sei der Lagerbestand im Vergleich zum Verbrauch sehr groß. Edelmetalle würden hauptsächlich zum Zweck der Wertaufbewahrung eingesetzt. Lockerungsmaßnahmen von Notenbanken könnten den Goldpreis maßgeblich beeinflussen.

Aber warum sei das so? Der Grund liege in den Folgen der quantitativen Lockerung: Beginne eine Zentralbank aufgrund von konjunkturellen Schwächen mit einer Ausdehnung der Geldmenge, führe dies automatisch zu einer Preisniveauerhöhung. Gold könne wegen seiner Preisbeständigkeit für Investoren einen wirkungsvollen Schutz gegen Inflation darstellen und sei deshalb in Zeiten der quantitativen Lockerung besonders gefragt.

Viele Rohstoffe seien in den letzten Jahren Garant für deutliche Kursgewinne gewesen. Unerklärlich gewesen sei dies angesichts der weltwirtschaftlichen Konjunkturlage nicht: Die bedeutendsten Schwellenländer würden ununterbrochen wachsen. Zudem würden die Märkte eine erhöhte Nachfrage aus anderen Regionen wie Afrika und Osteuropa verzeichnen.

Besonders betroffen von der konjunkturellen Nachfrage seien Energierohstoffe und Industriemetalle. Nach der deutlichen Erholung im ersten Halbjahr hätten die Märkte in den letzten Wochen zum großen Teil in einer Seitwärtsbewegung verharrt. Dies sei nicht zuletzt Ausdruck eines schwindenden Vertrauens in eine weitere konjunkturelle Erholung der Weltwirtschaft gewesen, sondern auch wie bei den Edelmetallen der erwartete Ausgang der Sitzungen der Notenbanken. Sollten weitere geldpolitische Maßnahmen der Notenbanken erforderlich sein, könnten diese also durchaus steigende Kurse der Industriemetalle begünstigen.

Die Société Générale ermögliche es Anlegern, mit klassischen Optionsscheinen ihre Markterwartung für Edel- und Industriemetalle sowie Agrar- und Energierohstoffe umzusetzen. Mit Optionsscheinen könnten Anleger überproportional an der Entwicklung eines bestimmten Basiswertes - zum Beispiel einer Aktie, eines Future-Kontrakts oder eines Index - partizipieren. Mit dem Kauf eines Call- oder Put-Optionsscheins würden Anleger auf das Ziel spekulieren, überproportional von den Kursbewegungen eines Basiswertes zu profitieren. Dabei würden Call-Optionsscheine positiv auf steigende und negativ auf fallende Kursbewegungen des Basiswertes reagieren. Put-Optionsscheine würden dagegen umgekehrt positiv auf fallende und negativ auf steigende Kursbewegungen des Basiswertes reagieren.

Die Société Générale habe kürzlich ihr Angebot an klassischen Optionsscheinen auf die Energierohstoffe WTI-Future und Brent- Future erweitert. Aber auch mit den Industriemetallen Zink, Zinn, Nickel, Blei, Kupfer und Aluminium würden sich für Anleger zahlreiche Möglichkeiten bieten, zu investieren. Ein umfangreiches Angebot an Neuemissionen zu den Edelmetallen Silber, Platin, Palladium und Gold runde das Angebot ab. (Ausgabe 31 vom 01.08.2012) (02.08.2012/oc/a/r)


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