Stay High-Optionsschein auf Henkel: Chance von 41,5 Prozent p.a. - Optionsscheineanalyse


08.10.19 11:00
Meldung
 
Lauda-Königshofen (www.optionsscheinecheck.de) - Wie könnte man sich strategisch bis zum Jahresende gewinnbringend positionieren, obgleich die Märkte auf eine völlig offene Entscheidung in Sachen Handelskrieg zusteuern und zugleich der Countdown des Brexit läuft? Mit einem Stay High-Optionsschein (ISIN DE000ST98011 / WKN ST9801 ) der Société Générale auf die Henkel-Vorzugsaktie (ISIN DE0006048432 / WKN 604843 ) stellen wir eine Möglichkeit vor, so Ronald Gehrt von "boerse-daily.de" in seiner aktuellen Veröffentlichung.


Dass Henkel nicht gerade zu den Wachstums-Raketen gehöre, könne man unbesehen unterschreiben. Seit 2018 würden sich Umsatz und Gewinn nur noch geringfügig bewegen. Hinzu komme, dass die Dividende nur Durchschnitt im DAX sei. Aber gerade dass sich bei diesem Unternehmen nicht allzu viel bewege, sei für diese Aktie in unsicheren Börsenphasen oft von Vorteil. Denn da Henkel als Konsumgüterhersteller mit etablierten Marken kein stark zyklisches Unternehmen sei, wie es z.B. ein Chiphersteller oder ein Automobilkonzern wäre, werde diese Aktie als defensiv wahrgenommen. Und genau so etwas werde in Situationen, in denen man nicht wisse, ob DAX & Co. morgen einbrechen oder durch die Decke gehen würden, gerne gekauft … und vor allem weniger stark verkauft.

Mit einem Stay High-Optionsschein setze man als Investor darauf, dass eine Aktie eine bestimmte Marke, den KO-Level, bis zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht unterschreite. Komme es so, bleibe der Kurs bis zum Ende der Laufzeit des Stay High-Optionsscheins über diesem Level, werde der vorab festgelegte Maximalbetrag ausgezahlt. Die Differenz zwischen dem Einstiegspreis und diesem Maximalbetrag stelle dann den Gewinn dar. Mit einem Stay High-Optionsschein würde man also nicht darauf angewiesen sein, dass Henkel kräftig steige. Sie dürfe sogar fallen und trotzdem würde man diese Differenz zwischen Kaufpreis und Maximalbetrag als Gewinn einstreichen. Nur dürfe sie dabei nicht unter diese KO-Schwelle rutschen. Für Henkel eine interessante Konstellation.

Im Chart sehe man, dass sich die Aktie in einem mäßig aufwärts laufenden Trendkanal bewege. An dessen oberer Begrenzung sei der Kurs zwar Mitte September erst einmal nach unten abgewiesen worden. Aber der übergeordnete Trend bleibe intakt, die letzten Zwischentiefs hätten jeweils über den vorherigen gelegen. Hinzu komme, dass Henkel aktuell genau an der 200-Tage-Linie nach oben gedreht habe und die Bullen derzeit ein gerade generiertes Kaufsignal des Stochastik-Oszillators im Rücken hätten. Das müsse nicht dazu führen, dass Henkel umgehend wieder an die obere Begrenzung des Trendkanals bei derzeit 96 Euro laufe oder diese gar überwinde. Aber es biete ein gewisses Polster für den "Fall der Fälle":

Sollten die Hoffnungen platzen, dass es in dieser Woche zu einem "Deal" oder zumindest zu wirklich glaubwürdigen Fortschritten bei den Verhandlungen zwischen den USA und China komme und/oder sollte sich das Szenario eines No-Deal-Brexit verfestigen, könnte der Gesamtmarkt kräftig unter Druck geraten. Aber die Kombination aus einem charttechnischen Polster bei der Henkel-Aktie und ihrem defensiven Charakter, der in stark bullischen Marktphasen bremse, in schwachen Phasen aber als Stütze wirken könne, biete die Chance, dass das Abwärtspotenzial begrenzt sei. Ein Stay High-Optionsschein, dessen KO-Level knapp unter dem bisherigen Jahrestief liege, wäre daher eine Überlegung wert.

Mit einem Stay High-Optionsschein auf die Henkel-Vorzugsaktie könnten risikofreudige Anleger eine maximale Rendite von 8,34 Prozent oder 41,5 Prozent p.a. erzielen, wenn sich die Aktie bis einschließlich 20.12.2019 durchgehend über der Knockout-Schwelle von 80,00 Euro bewege. Sollte die Aktie den derzeitigen Trendkanal deutlich brechen, indem der Kurs das letzte markante Zwischentief vom August bei 82,90 Euro unterbiete, sollte zur Vermeidung eines Knockouts der vorzeitige Ausstieg aus dieser spekulativen Position erwogen werden. (08.10.2019/oc/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyseeinsehen.


 

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