Turbo Call-Optionsschein auf Alphabet: Nur vorsichtige Long-Positionen eingehen - Optionsscheineanalyse


24.04.18 16:00
Meldung
 
Lauda-Königshofen (www.optionsscheinecheck.de) - Maciej Gaj von "boerse-daily.de" stellt in seiner aktuellen Veröffentlichung einen Turbo Call-Optionsschein (ISIN DE000VA1TN93 / WKN VA1TN9 ) von Vontobel auf die Alphabet-Aktie (ISIN US02079K3059 / WKN A14Y6F ) vor.


Geringere Steuern und zugleich sprudelnde Werbeeinnahmen hätten Alphabet im ersten Quartal einen Überschuss verglichen mit dem Vorjahreswert von gut 73 Prozent bzw. 9,4 Milliarden US-Dollar eingebracht. Doch es sei nicht alles so rosig, wie es auf den ersten Blick aussehe.

Die gesamten Erlöse des Internetkonzerns seien um 26 Prozent auf 31,1 Milliarden US-Dollar geklettert. Der Großteil davon sei wie gewohnt auf Googles Werbekunden entfallen. Der restliche Umsatz der Alphabet-Tochter, zu der neuerdings auch wieder die zuvor als Schwestergesellschaft agierende Smart-Home-Firma Nest gehöre, habe sogar um 36 Prozent auf 4,4 Milliarden US-Dollar zugelegt. Auch die Video-Plattform YouTube sei kräftig gewachsen. Sonstige Geschäfte hätten nur einen Bruchteil ausgemacht, die unter der Bezeichnung "andere Wetten" geführten Bereiche hätten ihre Erlöse von 132 Millionen auf 150 Millionen US-Dollar gesteigert, seien damit aber kaum in die Gesamtberechnung eingegangen. Die Roboterwagen-Entwickler Waymo hätten ihren Quartalsverlust hingegen von 703 Millionen auf 571 Millionen US-Dollar verringert. Der operative Gewinn sei damit von 6,6 Milliarden auf 7,0 Milliarden US-Dollar gewachsen.

Die Trump-Regierung habe die Unternehmenssteuern in den USA zu Jahresbeginn von 35 auf 21 Prozent gesenkt, dank etlicher Schlupflöcher und Sonderregeln würden einige Konzerne unterm Strich jedoch noch deutlich weniger zahlen. Die effektive Steuerquote des Alphabet-Konzerns habe im Jahresvergleich von 20 auf lediglich 11 Prozent verringert. Die Zahlen hätten die Erwartungen der Experten deutlich übertroffen. Anleger seien jedoch zunächst unentschlossen gewesen. Erst sei das Wertpapier nachbörslich angestiegen, dann aber seien die Notierungen wieder zurückgekommen, zuletzt habe die Aktie kaum verändert tendiert. Die Daten-Affäre von Facebook habe offenbar aber keine Spuren in der Bilanz hinterlassen - noch nicht zumindest!

Betrachte man das Chartbild der Alphabet-Aktie seit Jahresbeginn, grenze ein untergeordneter Abwärtstrend das Kursgeschehen auf der Oberseite ein, auf der Unterseite hüpfe die Aktie auf der Horizontalunterstützung von grob 1.000 US-Dollar. Aktuell notiere das Wertpapier im mittleren Bereich und könnte bei entsprechender Nachfrage zur oberen Trendkanalbegrenzung um 1.150 US-Dollar zulegen. Erst darüber werde ein Ausbruch sowie Kursanstieg an die Jahreshochs von 1.198 US-Dollar wahrscheinlich - für beide Fälle können risikofreudige Investoren beispielshalber auf den Turbo Call-Optionsschein zurückgreifen und eine vorläufige Rendite von 220 Prozent bei Erreichen der Trendlinie erwirtschaften. Die Verlustbegrenzung sollte sich aber noch unterhalb von 1.045 US-Dollar aufhalten.

Auf der Unterseite bedeute ein Kursrutsch unter das Niveau der Verlustbegrenzung einen möglichen Test der 200-Tage-Durchschnittslinie bei aktuell 1.032,60 US-Dollar. Darunter dürfte sich das Chartbild entsprechend weiter eintrüben und erlaube Rückläufer sogar an die Jahrestiefs von 984,00 US-Dollar zu vollziehen. Das würde jedoch von einem größeren Problem bei Alphabet sprechen und den entsprechenden Vertrauensverlust der Investoren widerspiegeln.

Die Skepsis der Investoren im nachbörslichen Handel sollte mit Vorsicht bei einem Long-Investment nachgehandelt werden. Für die skizzierten Szenarien eigne sich der vorgestellte Turbo Call-Optionsschein und könne eine maximale Rendite von 350 Prozent einbringen. Allerdings sollten Anleger noch die erste Handelsstunde abwarten, damit eine eindeutige Richtung in dem Wertpapier von Alphabet abgeleitet werden könne. Ein Stopp sei in jedem Fall noch unterhalb der Marke von 1.045 US-Dollar anzusetzen. (24.04.2018/oc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyseeinsehen.


 

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