WAVE XXL-Optionsscheine auf Netflix: Hat sich Disney den falschen Gegner ausgesucht? - Optionsscheineanalyse


25.04.19 12:30
Meldung
 
Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Experte von X-markets by Deutsche Bank, Christian-Hendrik Knappe, stellt einen WAVE XXL Call-Optionsschein (ISIN DE000DC1EC63 / WKN DC1EC6 ) sowie einen WAVE XXL Put-Optionsschein (ISIN DE000DS49EH5 / WKN DS49EH ) der Deutschen Bank auf die Aktie von Netflix (ISIN US64110L1061 / WKN 552484 ) vor.


Disney und Apple würden eigene Streaming-Dienste an den Start bringen. Aufgrund der Schlagkraft dieser beiden Schwergewichte würden sich Anleger fragen, ob Netflix mithalten könne.

Gefühlt kündige jedes große Technologieunternehmen dieser Tage einen eigenen Streaming-Dienst an. Warum auch nicht? Wir erleben eine Zeitenwende, so die Experten von X-markets by Deutsche Bank. Das lineare Fernsehen stehe vor großen Herausforderungen. Film- und Serienfans wollten sich ihre Lieblingssendungen nicht mehr zu einer festgelegten Zeit anschauen, stattdessen wollten sie Inhalte zu jeder Zeit, überall und möglichst auf verschiedenen Endgeräten genießen. Während Betreiber traditioneller Fernsehsender vor großen Problemen stünden, würden Video-on-Demand-Anbieter das große Geschäft wittern. Das heiße für Vorreiter wie Netflix aber auch, dass die Konkurrenz größer werde.

Lange Zeit schien Amazon Prime Video das einzig konkurrenzfähige Angebot zu Netflix zu sein, so die Experten von X-markets by Deutsche Bank. Zuletzt hätten jedoch Apple und Disney ernst gemacht und ihrerseits Streaming-Dienste mit exklusiven Inhalten angekündigt. Im Fall von Apple sei es am 25. März 2019 so weit gewesen. Der iPhone-Konzern möchte sich von Smartphone-Verkäufen unabhängiger machen. "Apple TV+" komme bei diesem Vorhaben eine wichtige Rolle zu. Während Apple in Sachen Preis oder Angebot relativ vage geblieben sei, habe Disney deutlich gemacht, wie man Netflix die Marktführerschaft streitig machen möchte. Am 11. April 2019 sei die neue Strategie vorgestellt worden.

Im Fokus habe dabei der neue Streaming-Dienst "Disney+" gestanden. Dieser werde von Beginn an mit beliebten exklusiven Inhalten aufwarten. Der Medienkonzern gehe mit Produktionen von Pixar (Toy Story, ...), Lucasfilm (Star Wars), Marvel (Avengers, ...), National Geographic oder 20th Century Fox an den Start. Am 12. November dieses Jahres solle der US-Start erfolgen und dies zu einem Kampfpreis von 6,99 US-Dollar pro Monat.

Netflix sei zuletzt wiederum mit einigen Preissteigerungen aufgefallen, was Investoren ins Grübeln gebracht habe. Schließlich werde es für Film- und Serienfans irgendwann zu viel, sämtliche Streaming-Dienste zu abonnieren. Zuletzt seien die Anlegersorgen gewachsen, dass in Zukunft immer häufiger Netflix den Kürzeren ziehen könnte. Diese Sorgen seien durch die Unternehmensprognose in Bezug auf das kommende Wachstum bei den Nutzerzahlen sogar verstärkt worden.

Am 16. April habe Netflix die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2019 vorgelegt und auch einen Blick in die Zukunft gewagt. Laut Unternehmensprognose sollten im laufenden Juni-Quartal weltweit etwa 5,0 Millionen neue Netflix-User hinzukommen. Ein ziemlich enttäuschender Wert, wenn man bedenke, dass im ersten Quartal 2019 ein neuer Rekord habe aufgestellt werden können und 9,6 Millionen Abonnenten hinzugewonnen worden seien. Zudem falle die Verteilung der 5,0 Millionen erwarteten Neukunden sehr unterschiedlich aus. Auf dem heimischen US-Markt sollten laut Unternehmensprognose lediglich 0,3 Millionen neue User hinzukommen.

Es wäre trotzdem möglicherweise zu früh Netflix angesichts der starken Konkurrenz im Bereich Streaming-Dienste jetzt schon abzuschreiben. Das Unternehmen, das vor rund zwanzig Jahren mit dem Versand von Leih-DVDs begonnen habe, sei sehr weit gekommen und habe inzwischen die gesamte Film- und Fernsehlandschaft umgekrempelt.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Netflix-Aktie erwarten würden, könnten mit dem WAVE XXL Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 3,77, die Barriere bei 297,15 US-Dollar. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit dem WAVE XXL Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 4,52, Barriere bei 444,10 US-Dollar) auf fallende Kurse der Netflix-Aktie setzen. (Stand vom 23.04.2019) (25.04.2019/oc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyseeinsehen.


 

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