Wave XXL-Optionsscheine auf Daimler: Automobilkonzern stellt die Weichen für die Zukunft - Optionsscheineanalyse


27.10.17 12:19
Meldung
 
Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Nicolai Tietze, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DM75Y11 / WKN DM75Y1 ) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DM75Y60 / WKN DM75Y6 ) der Deutschen Bank auf die Aktie von Daimler (ISIN DE0007100000 / WKN 710000 ) vor.


Daimler müsse sich auf große Veränderungen in der Automobilindustrie einstellen. Aus diesem Grund wäre es fatal, sich lediglich auf seinen Lorbeeren auszuruhen. Es sei jedoch alles andere als garantiert, dass sich die angedachten Investitionen wie erhofft auszahlen würden.

Die Diskussionen um den Dieselmotor generell, mögliche Fahrverbote für Dieselautos in deutschen Innenstädten und der Kartellverdacht gegen die deutsche Automobilindustrie hätten dazu geführt, dass BMW, Daimler und Volkswagen in 2017 lange Zeit zu den schwächsten DAX-Werten gehört hätten. Zuletzt habe jedoch eine beeindruckende Erholung eingesetzt. Diese habe nicht nur etwas mit dem insgesamt verbesserten Marktumfeld, das dem DAX neue Höchststände und das Knacken der 13.100-Punkte-Marke beschert habe, zu tun gehabt. Daimler & Co hätten selbst für positive Nachrichten sorgen können.

Im Fall der Schwaben seien die angedachten Abspaltungspläne am Markt sehr gut angekommen. Am 16. Oktober seien erste Schritte zur Stärkung der divisionalen Struktur beschlossen worden. Demnach solle es zukünftig drei rechtlich selbstständige Einheiten unter Dach und Führung der Daimler AG geben. Die Geschäftsfelder "Daimler Financial Services", "Mercedes-Benz Cars & Vans" sowie "Daimler Trucks & Buses" sollten eine stärkere unternehmerische Verantwortung erhalten. Ein Grund für die Aufspaltungspläne seien die enormen Veränderungen in der Autoindustrie. Die Elektromobilität und das autonome Fahren würden milliardenschwere Investitionen erfordern. Mithilfe von Aufspaltungen und Anteilsverkäufen würden sich neue Investorengelder einsammeln lassen. Außerdem sollten auf diese Weise Joint-Ventures mit Technologieunternehmen und anderen Partnern leichter gemacht werden. Zumal die Zeit dränge:

Der Aufstieg von Emporkömmlingen wie Tesla-Motors, ein gesellschaftlicher Konsens, wonach Elektrofahrzeugen die Zukunft gehören solle, und Umweltvorschriften vonseiten der Politik würden die Autokonzerne dazu drängen, sich schneller zu bewegen und neue Technologien zu entwickeln. Angesichts gravierender Veränderungen, die auf Daimler & Co zukämen, sei es nicht mehr selbstverständlich, dass die Schwaben und ihre deutschen Branchenkollegen auch in Zukunft an der Spitze der weltweiten Automobilindustrie stehen würden. Aktuell könnten sie sich jedoch weiterhin über einen Platz an der Sonne freuen, was letztlich auch zu positiven Geschäftsergebnissen führe.

Zwar habe Daimler laut Konzernangaben vom 20. Oktober im dritten Quartal 2017 einen Rückgang des Konzern-EBIT von 4,0 Mrd. Euro im Vorjahr auf 3,5 Mrd. Euro hinnehmen müssen, andere Kennzahlen seien jedoch überzeugend ausgefallen. Für den Ergebnisrückgang seien vor allem die Aufwendungen für Softwareupdates bei älteren Dieselmotoren verantwortlich gewesen. Dagegen seien die Umsatzerlöse um 6 Prozent auf 40,8 Mrd. Euro gestiegen. Grund dafür seien die anhaltend starken Absatzzahlen bei der Pkw-Marke Mercedes-Benz gewesen.

Außerdem seien die Jahresziele bestätigt worden. Für 2018 werde ein deutlicher Anstieg bei Absatz und Umsatz erwartet. Selbst das Konzern-EBIT solle laut Unternehmensprognose trotz des Rückgangs im dritten Quartal deutlich über dem Niveau des Vorjahres liegen. Angesichts der Diesel-Problematik, des jüngsten Kartellverdachts gegen die deutsche Autobranche und der neuen Konkurrenz, die die Geschäftsmodelle traditioneller Autokonzerne angreife, sei es nicht selbstverständlich, dass Daimler auch in Zukunft solch beeindruckende Geschäftsergebnisse liefern könne.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Daimler-Aktie erwarten würden, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 3,45, die Knock-Out-Schwelle bei 52,50 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 3,30; Knock-Out-Schwelle bei 86,45 Euro) auf fallende Kurse der Daimler-Aktie setzen. (Stand vom 26.10.2017) (27.10.2017/oc/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyseeinsehen.


 

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