Wave XXL-Optionsscheine auf Daimler: Die Schwaben stellen Kerngeschäft auf den Kopf - Optionsscheineanalyse


20.09.19 12:00
Meldung
 
Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Christian-Hendrik Knappe, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DX8LLG1 / WKN DX8LLG ) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DS47Q85 / WKN DS47Q8 ) der Deutschen Bank auf die Aktie von Daimler (ISIN DE0007100000 / WKN 710000 ) vor.


Nehme man nur die IAA 2019 als Maßstab, könnte man meinen, dass es Daimler nicht ganz so ernst mit dem Thema Elektromobilität meine. Allerdings stehe auch der DAX-Konzern bereit, um von dem Wandel in der Autoindustrie zu profitieren.

Genauso wie viele andere Autohersteller setze auch Mercedes-Benz auf die Elektromobilität. Dies hätten die Schwaben im Rahmen der diesjährigen IAA in Frankfurt unter Beweis stellen wollen. Mit im Gepäck habe die Daimler-Pkw-Marke die neue V-Klasse mit Elektroantrieb unter dem Namen EQV gehabt. Das Luxussegment sei mit dem Showcar Mercedes-Benz VISION EQS abgedeckt worden. Darüber hinaus seien voll elektrisch fahrende Modelle eher Mangelware gewesen. Lediglich im Bereich Plug-in-Hybride habe Mercedes-Benz noch einiges in Sachen Elektromobilität zu bieten gehabt.

Dass es Daimler jedoch in Sachen Elektromobilität ernst meine, zeige ein Blick auf die weiteren Aktivitäten des Konzerns. Im Moment würden die beiden Mercedes-Fahrer Lewis Hamilton und Valtteri Bottas die Formel 1 dominieren. Gleichzeitig mache sich Mercedes-Benz für den Start der neuen ABB FIA Formel E Meisterschaft bereit. Ende November würden zum ersten Mal zwei vollelektrische Rennwagen des Mercedes-Benz EQ Formel E Teams an den Start gehen. Auch die von Managementseite im Rahmen der IAA noch einmal kommunizierten Ziele im Bereich Elektromobilität würden dafür sprechen, dass Mercedes-Benz im Bereich E-Mobilität angreifen möchte.

Bis zum Jahr 2039 sei eine komplett CO2-neutrale Neuwagenflotte angedacht. Bis 2030 sollten mehr als 50 Prozent der verkauften Neuwagen mit Elektroantrieb ausgestattet sein. Die europäische Fahrzeugproduktion solle wiederum bis 2022 CO2-neutral organisiert sein. Kurz gesagt: Elektromobilität werde bei Mercedes-Benz zum Kerngeschäft. Dass der Umstieg auf die Elektromobilität nicht zum Nulltarif zu haben sei, habe sich anhand der jüngsten Daimler-Geschäftsergebnisse gezeigt. Neben verschiedenen Sonderbelastungen wie den Kosten für die Bewältigung der Dieselaffäre und Rückstellungen in Zusammenhang mit Problemen mit Takata-Airbags hätten sich auch die Investitionen in Zukunftstechnologien bemerkbar gemacht.

Laut Unternehmensangaben vom 24. Juli habe Daimler im zweiten Quartal operativ einen Verlust in Höhe von 1,6 Mrd. Euro eingefahren, nachdem das EBIT im Vorjahr noch bei plus 2,6 Mrd. Euro gelegen habe. Der Konzern habe seine Prognosen innerhalb kurzer Zeit bereits zwei Mal senken müssen. Das EBIT im Geschäftsjahr 2019 werde von Managementseite deutlich unter dem Vorjahresniveau erwartet. Nach mehreren Negativschlagzeilen scheinen Anleger inzwischen jedoch der Ansicht zu sein, dass in dieser Hinsicht nicht mehr viel kommen kann, so die Experten von X-markets by Deutsche Bank. Möglicherweise ein Grund, warum die Daimler-Aktie in den vergangenen Wochen eine Erholungsrally gestartet habe. Ein anderer Grund dürfte die Entspannung im Handelsstreit zwischen China und den USA gewesen sein. Schließlich zittere man insbesondere in der Autobranche vor einer sich weiter drehenden Zollspirale.

Darüber hinaus sei Daimler zuletzt relativ gut mit den schwierigen Marktbedingungen zurecht gekommen. Mercedes-Benz habe sein zweistelliges Absatzwachstum im August fortsetzen können, während andere Hersteller mit Absatzeinbußen hätten leben müssen. Laut Unternehmensangaben vom 6. September seien im abgelaufenen Monat 177.819 Fahrzeuge von Mercedes-Benz weltweit ausgeliefert worden - ein neuer Bestwert für den Monat August und ein Anstieg von 14,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Mit solchen Erfolgen würden sich die derzeitigen Herausforderungen besser meistern lassen.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Daimler-Aktie erwarten würden, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 4,31, die Barriere bei 38,05 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 4,05, Barriere bei 56,25 Euro) auf fallende Kurse der Daimler-Aktie setzen. (Stand vom 19.09.2019) (20.09.2019/oc/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyseeinsehen.


 

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