Wave XXL-Optionsscheine auf Deutsche Telekom: Die Arbeit fängt jetzt erst richtig an - Optionsscheineanalyse


21.06.19 13:00
Meldung
 
Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Christian-Hendrik Knappe, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DS7PKX8 / WKN DS7PKX ) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DC2TSM5 / WKN DC2TSM ) der Deutschen Bank auf Deutsche Telekom-Aktie (ISIN DE0005557508 / WKN 555750 ) vor.


Bei der Deutschen Telekom freue man sich, dass es nach einer langwierigen Frequenzversteigerung auch in Deutschland mit 5G so richtig losgehen könne. Allerdings seien die Unsicherheiten für den Bonner DAX-Konzern damit längst nicht aus der Welt. Vor allem der Blick auf den US-Markt sei mit Fragezeichen, aber auch großen Chancen verbunden.

Am 12. Juni habe die Bundesnetzagentur endlich mitgeteilt, dass die 5G-Frequenzversteigerung beendet sei. Damit könne es endlich auch in Deutschland mit der 5. Generation des mobilen Internets losgehen. Während sich die Bundesregierung über Rekordeinnahmen von 6,5 Mrd. Euro freue, müssten die an der Versteigerung beteiligten Telekommunikationsunternehmen Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica (E-Plus/O2) und United Internet (1&1 Drillisch) dieses Geld wieder hereinholen.

Mit knapp 2,2 Mrd. Euro habe die Telekom die höchste Summe geboten. Dieses Geld fehle nun nicht nur beim Mobilfunkausbau, vielmehr seien die ersteigerten Frequenzen mit Auflagen verbunden, um den Netzausbau in Deutschland voranzutreiben. Auch in Gegenden, in denen sich dies für die Mobilfunkbetreiber kaum oder gar nicht lohne. Zudem würden einige große Konzerne auf eigene 5G-Netze setzen, sodass Mobilfunkbetreibern in diesem Bereich einige sehr lukrative Geschäfte entgehen würden.

Trotz der hohen Kosten für die Ersteigerung der Funkfrequenzen und des bevorstehenden teuren Mobilfunkausbaus biete 5G Telekommunikationskonzernen wie der Deutschen Telekom auch reichlich Potenzial. Schließlich seien ganz neue Geschäftsmodelle denkbar. Dank 5G würden immer mehr Maschinen und Menschen in Echtzeit miteinander kommunizieren können. Die Anwendungsgebiete seien vielfältig. Im Mittelpunkt stehe dabei das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) und damit auch das weite Feld Industrie 4.0.

Auch in den USA stehe der Mobilfunkausbau an. Umso wichtiger sei es für die Deutsche Telekom, den US-Regulierungsbehörden die geplante Fusion zwischen Sprint und T-Mobile US schmackhaft zu machen. Die Deutsche Telekom werbe vor allem damit, dass nur ein fusioniertes Unternehmen die notwendigen Investitionen in den 5G-Mobilfunkausbau stemmen und auch die ländlichen Gebiete mit einem entsprechenden Netz abdecken könnte.

Laut eines "New York Times"-Berichts vom 14. Juni stehe das US-Justizministerium kurz davor, den Deal zu genehmigen, allerdings unter strengen Auflagen. Zu diesen Auflagen könnte demnach der Verkauf von Funkfrequenzen und Geschäftsteilen wie der Sprint-Prepaid-Marke Boost Mobile gehören. Außerdem hätten zuletzt einige US-Bundesstaaten gegen die angestrebte Fusion geklagt. Dies führe zu weiteren Unsicherheiten und Verzögerungen. Die Bundesstaaten sähen unter anderem Gefahren für den Wettbewerb und damit steigende Preise im Mobilfunkbereich. Schließlich würde der Markt auf die drei großen Anbieter AT&T, Verizon und T-Mobile US/Sprint ausgedünnt.

Trotz der anhaltenden Unsicherheiten schienen sich die US-Regulierungsbehörden, anders als in der Vergangenheit, zuletzt in Richtung Genehmigung einer Fusion zwischen T-Mobile US und Sprint zu bewegen, so die Experten von X-markets by Deutsche Bank. Es bleibe jedoch fraglich, ob die entsprechenden Auflagen dafür sorgen würden, dass der Deal nicht mehr vorteilhaft sei. Fraglich bleibe auch, ob sich die hohen Investitionen in den 5G-Mobilfunkausbau am Ende auszahlen würden. Zumindest habe die Deutsche Telekom in den vergangenen Jahren gezeigt, dass mit ihr in den USA auch ohne eine Fusion von T-Mobile US und Sprint dank eines aggressiven Kundenfangs zu rechnen sei.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Deutsche Telekom-Aktie erwarten würden, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 3,97, die Barriere bei 12,20 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 4,29, Barriere bei 18,15 Euro) auf fallende Kurse der Deutsche Telekom-Aktie setzen. (Stand vom 19.06.2019) (21.06.2019/oc/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyseeinsehen.


 

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