Wave XXL-Optionsscheine auf Dow Jones: Spannungsfeld von Handelsstreit, Berichtssaison und Indexumbildung


19.07.18 09:46
Meldung
 
Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Christian-Hendrik Knappe, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DS4L062 / WKN DS4L06 ) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DS4TNC5 / WKN DS4TNC ) der Deutschen Bank auf den Dow Jones-Index (ISIN US2605661048 / WKN 969420 ) vor.


Der Dow Jones sei einer der traditionsreichsten Indices der Welt und verkörpere damit die US-Wirtschaft seit über hundert Jahren. Veränderungen bei den Indextiteln würden dementsprechend selten passieren. Doch vor wenigen Wochen sei es soweit gewesen und mit General Electric habe der allerletzte Gründungstitel den Dow Jones verlassen müssen. Aber auch ohne dieses außergewöhnliche Ereignis erlebe der Index turbulente Zeiten.

Seit dem 26. Juni werde der Dow Jones in seiner neuen Zusammensetzung berechnet. Anstelle der Papiere von General Electric würden seither die Aktien der Drogerie- und Apothekenkette Walgreens Boots Alliance zur ersten Börsenliga der Wall Street gehören. Mit General Electric habe die einzige verbliebene Ursprungsaktie aus dem Gründungsjahr 1896 den Index verlassen müssen.

Der Elektrokonzern habe bis auf wenige Jahre immer dem Dow Jones angehört und sei aufgrund der Unternehmensstruktur bereits selbst ein Querschnitt der amerikanischen Wirtschaft gewesen. Der technologische Wandel habe aber auch bei General Electric nicht halt gemacht. Der Konzern befinde sich seit langem in der Krise, was sich auch beim Aktienkurs widerspiegele. In der Folge habe sich der Indexbetreiber entschlossen die Aktie aus dem Traditionsindex zu nehmen. Mit Walgreens Boots Alliance finde ein boomendes Geschäftsfeld Einzug in den Dow Jones.

Indexkritiker würden indes bemängeln, dass Technologietitel wie Alphabet oder Amazon schon allein aufgrund Wirtschaftsbedeutung und der Marktkapitalisierung viel sinnvoller gewesen wären. Da der Dow Jones aber nicht wie der S&P 500 oder der NASDAQ 100 von diesen Kriterien abhänge und der Indexstand als Kursindex von der tatsächlichen Höhe der Aktienkurse abhänge, sei die Entscheidung für Walgreens Boots Alliance jedoch auch für Skeptiker nachvollziehbar.

Die Indexumbildung falle in aufregende Zeiten. So seien die Auswirkungen des Handelsstreits der USA mit China noch längst nicht greifbar. Immer neue Eskalationsstufen würden die Märkte verunsichern. Gleichzeit stehe die amerikanische Geldpolitik unter dem Eindruck weiter steigender Zinsen. Die US-Notenbank FED habe in diesem Jahr bereits zweimal die Zinsen erhöht und strebe dies noch weitere zweimal an. Zuletzt sei am 21. März der Leitzinssatz um 25 Basispunkte auf das Niveau zwischen 1,5 und 1,75 Prozent angehoben worden. Laut dem am 13. Juli veröffentlichten halbjährlichen Bericht für den amerikanischen Kongress habe die FED angekündigt, trotz der Risiken durch den Handelsstreit am geldpolitischen Straffungskurs festzuhalten. Demnach seien weitere schrittweise Zinsanhebungen mit der wirtschaftlichen Entwicklung vereinbar.

Schließlich habe vor kurzem die Berichtssaison für das zweite Quartal begonnen und die Anleger würden genau auf die Gewinnentwicklung der Unternehmen schauen. Bezogen auf die 500 größten Unternehmen im S&P 500 erwarte Factset beispielsweise, dass die Gewinne gegenüber dem Vorjahr im Schnitt um rund 20 Prozent hätten gesteigert werden können. Es wäre der größte Zuwachs seit dem dritten Quartal 2010. Die ersten Bilanzveröffentlichungen seien bereits erfolgt. Aus dem Dow Jones habe etwa die US-Großbank J.P. Morgan Chase am 13. Juli vermelden können, dass sie den Nettogewinn um 18,3 Prozent auf 8,32 Mrd. US-Dollar bzw. 2,29 US-Dollar je Aktie deutlich habe steigern können. Die Reuters-Schätzung beim Gewinn je Aktie sei damit um 7 Cents übertroffen worden. Ob sich die anderen Unternehmen aus dem Dow Jones ähnlich gut schlagen würden, stehe in den kommenden Wochen fest.

Spekulative Anleger, die steigende Notierungen beim Dow Jones Industrial Index erwarten würden, könnten mit einem WAVE Call der Deutschen Bank (Laufzeit bis zum 31.10.2018) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Optionsscheins liege derzeit bei 4,49; die Knock-Out-Schwelle bei 19.600,00 Indexpunkten. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem WAVE Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 4,42; Knock-Out-Schwelle bei 30.800,00 Punkten; Laufzeit bis zum 30.11.2018) auf fallende Dow-Jones-Notierungen setzen. (Stand vom 17.07.2018) (19.07.2018/oc/a/i)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyseeinsehen.


 

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