Wave XXL-Optionsscheine auf EUR/USD: Mario Draghi muss sich endlich entscheiden - Optionsscheineanalyse


14.09.17 11:00
Meldung
 
Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Nicolai Tietze, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DM578M2 / WKN DM578M ) und einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DM63T46 / WKN DM63T4 ) der Deutschen Bank auf das Währungspaar EUR/USD (ISIN EU0009652759 / WKN 965275 ) vor.


Nicht nur Devisenhändler würden derzeit mit Spannung auf die EZB und ihren Chef Mario Draghi blicken. Allerdings könnten ihm derzeit die Mittel fehlen, um den Euro/US-Dollar-Kurs genauso stark zu beeinflussen wie in der Vergangenheit.

Lange Zeit sei EZB-Chef Mario Draghi an den Finanzmärkten ein gefeierter Mann gewesen. Schließlich habe die lockere Geldpolitik der EZB dafür gesorgt, dass die Aktienkurse neue Höchststände erreicht hätten. Auch Politiker hätten seine Bemühungen honoriert, die Märkte in Zeiten von Finanz- und Euro-Krise zu stabilisieren. Seine Worte "Whatever it takes" seien inzwischen berühmt geworden. Das heiße, dass er und die anderen europäischen Währungshüter bereit gewesen seien und es immer noch seien, alles zu unternehmen, um den Euro zu retten. Es heiße aber auch, dass Ruhm vergänglich sei. Derzeit scheine es Draghi niemandem recht machen zu können.

Vor allem in Deutschland würde man gerne endlich eine Normalisierung der Geldpolitik und steigende Zinsen sehen. Auf der anderen Seite stünden aber diejenigen, die gerne Maßnahmen vonseiten der EZB gegen den starken Euro sehen würden. Zu Beginn dieses Jahres schien es nur eine Frage der Zeit zu sein, bis die Euro/US-Dollar-Parität erreicht wird, so die Experten von X-markets by Deutsche Bank. Schließlich sei die US-Notenbank FED dabei gewesen, die Leitzinsen anzuheben, während man bei der EZB über eine Normalisierung der Geldpolitik scheinbar noch gar nicht nachgedacht habe. Außerdem sei die US-Konjunktur rund gelaufen, während Präsident Donald Trump eine Ankurbelung selbiger in Aussicht gestellt habe. Von einer Euro/US-Dollar-Parität sei derzeit jedoch nichts mehr zu sehen. Stattdessen habe der Euro/US-Dollar-Kurs jüngst die Marke von 1,20 US-Dollar überquert.

Damit stecke Mario Draghi gewissermaßen in der Zwickmühle. Auf dem Notenbanker-Treffen am 24. und 26. August in Jackson Hole habe er diejenigen enttäuscht, die Maßnahmen zur Euro-Abwertung gefordert hätten. Auf der jüngsten EZB-Sitzung am 7. September könnte er jedoch für etwas Hoffnung auf eine schwächere europäische Gemeinschaftswährung gesorgt haben. Schließlich habe die Notenbank ihre Inflationsziele für die kommenden beiden Jahre gesenkt. Weitere Lockerungsmaßnahmen könnten angebracht sein, um das Inflationsziel von 2 Prozent zu erreichen. Gleichzeitig hätten sich diejenigen enttäuscht gezeigt, die bereits jetzt eine Ankündigung zur Drosselung oder dem baldigen Ende des laufenden Anleihenkaufprogramms gefordert hätten.

Unabhängig davon, wen Mario Draghi am Ende zufrieden stellen möchte, könnten seine Mittel begrenzt sein. Der US-Dollar habe zuletzt auch geschwächelt, weil Finanzmarktteilnehmer ein wenig den Glauben in US-Präsident Donald Trump verloren hätten. Die Erwartungen an die Gesundheits- und Steuerreform, massive Steuererleichterungen und das umfangreiche Infrastrukturpaket seien enorm gewesen. Die gescheiterte Gesundheitsreform und die anhaltenden Turbulenzen in Washington hätten zuletzt jedoch Zweifel daran aufkommen lassen, ob die neue Regierung ihre Wahlversprechen wie gewünscht umsetzen könne. Diese Unsicherheiten hätten wiederum für eine Schwäche der US-Währung gesorgt. Genau diese Unsicherheiten seien es auch, die die FED dazu veranlassen könnten, bei der Leitzinswende auf die Bremse zu treten, was letztlich den US-Dollar weiter schwächen und den Euro stärken würde.

Spekulative Anleger, die steigende Eurokurse gegenüber dem US-Dollar erwarten würden, könnten mit einem WAVE Unlimited-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 4,11, die Knock-Out-Schwelle bei 0,9040 US-Dollar. Wer aber als spekulativer Anleger in Bezug auf die europäische Gemeinschaftswährung eher short-orientiert sei, könnte mit einem WAVE Unlimited-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 4,76; Knock-Out-Schwelle bei 1,4439 US-Dollar) auf einen gegenüber dem US-Dollar sinkenden Eurokurs setzen. (Stand vom 12.09.2017) (14.09.2017/oc/a/w)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyseeinsehen.


 

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