Wave XXL-Optionsscheine auf Lyft: Die Mobilität der Zukunft - Optionsscheineanalyse


16.05.19 12:40
Meldung
 
Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Christian-Hendrik Knappe, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DC36AF8 / WKN DC36AF ) und einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DC36AX1 / WKN DC36AX ) der Deutschen Bank bezogen auf die Aktie von Lyft (ISIN US55087P1049 / WKN A2PE38 ) vor.


Die schwache Performance von Lyft habe dem Branchenkonkurrenten Uber das Börsendebut vermasselt. Trotzdem dürften beide Fahrdienstvermittler mit Optimismus in die Zukunft blicken. Schließlich seien sie mittendrinn, wenn es um die Entwicklung der Mobilität der Zukunft gehe.

Kaum einem anderen Börsengang sei an den Aktienmärkten in den vergangenen Jahren derart entgegengefiebert worden wie dem IPO des Fahrdienstvermittlers Uber. Am 10. Mai sei es endlich so weit gewesen. Die Anteilscheine seien mit dem Tickerkürzel "UBER" an der New York Stock Exchange in den Handel gegangen. Allerdings sei bereits in den Tagen vor dem IPO deutlich geworden, dass sich Uber nicht den allerbesten Zeitpunkt für das Börsendebut ausgesucht habe. Die Eskalation im Handelsstreit zwischen China und den USA sowie die Erhöhung von US-Strafzöllen auf eine Reihe chinesischer Importe von 10 auf 25 Prozent hätten die Märkte ordentlich durcheinandergewirbelt.

Uber habe zwar das größte IPO seit dem chinesischen E-Commerce-Riesen Alibaba hingelegt, angesichts der vorherigen Erwartungen sei das Börsendebut eher eine Enttäuschung gewesen. Uber habe die Spanne für den Ausgabepreis ursprünglich auf 44 bis 50 US-Dollar gesetzt. Zuvor habe zum Beispiel das "Wall Street Journal" sogar von einer möglichen Spanne von 48 bis 55 US-Dollar berichtet. Letztlich habe der Ausgabepreis bei 45 US-Dollar und damit am unteren Ende der Spanne gelegen. Der erste Handelstag sei turbulent verlaufen. Der erste Kurs habe bei 42 US-Dollar gelegen. Den ersten Handelstag habe die Uber-Aktie mit einem Minus von 7,6 Prozent bei 41,57 US-Dollar und einer Marktkapitalisierung von 69,7 Mrd. US-Dollar beendet. Eine Enttäuschung, nachdem zuvor am Markt ein Börsenwert von mehr als 100 Mrd. US-Dollar gehandelt worden sei. Es seien jedoch nicht nur die Börsenturbulenzen gewesen, die Uber das Börsendebut vermasselt hätten, sondern der Börsengang eines Branchenkonkurrenten.

Der wesentlich kleinere Fahrdienstleister Lyft habe sich bereits am 29. März auf das Börsenparkett gewagt. Die Lyft-Aktien seien nach hoher Nachfrage für 72 US-Dollar je Stück ausgegeben worden, der erste Kurs habe bereits bei 87,24 US-Dollar gelegen. Damit habe die Bewertung des Unternehmens gleich bei stolzen 24,3 Mrd. US-Dollar gelegen. Allerdings sei es mit der Herrlichkeit schnell vorbei gewesen. In den folgenden Tagen und Wochen sei die Lyft-Aktie schnell unter den Ausgabepreis gerutscht. Die jüngsten Börsenturbulenzen und die erstmalige Bekanntgabe von Geschäftszahlen als börsennotiertes Unternehmen hätten das Anlegervertrauen nicht gerade gestärkt.

Am 7. Mai habe Lyft mitgeteilt, seine Umsatzerlöse im ersten Quartal 2019 im Vorjahresvergleich um 95 Prozent auf 776 Mio. US-Dollar gesteigert zu haben. Anlegern dürfte jedoch der deutliche Verlust in Höhe von 1,14 Mrd. US-Dollar weniger gut gefallen haben. Allerdings seien dafür zu einem sehr großen Teil Kosten rund um den Börsengang verantwortlich gewesen. Außerdem sei der bereinigte Verlust je Aktie von -11,40 US-Dollar im Vorjahr auf nun -9,02 US-Dollar deutlich verbessert worden. Gleichzeitig habe Lyft die Zahl der aktiven Fahrer von 14,0 Millionen im Vorjahr auf nun 20,5 Millionen gesteigert. Auch die Umsätze pro Fahrer seien zuletzt deutlich gesteigert worden. Und natürlich stünden Lyft, Uber & Co. erst am Anfang eines Prozesses, der in Zukunft zu einer ganz neuen Art der Mobilität in den Großstädten führen könnte. In dieser Zukunft brauche niemand mehr ein eigenes Auto, sondern nur eine App, um mit seinem Smartphone in kürzester Zeit abhängig von seinem Ziel, das ideale Beförderungsmittel zu bestellen.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Lyft-Aktie erwarten würden, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 3,09, die Barriere bei 36,80 US-Dollar. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert iseist, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 2,47, Barriere bei 65,50 US-Dollar) auf fallende Kurse der Lyft-Aktie setzen. (Stand vom 14.05.2019) (16.05.2019/oc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyseeinsehen.


 

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